Libanon

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Der Libanon, heute amtlich: Libanesische Republik (arabisch ‏الجمهورية اللبنانية‎), ist ein Staat in Vorderasien am Mittelmeer.

Karte von Libanon

Allgemeines

Wappen mit Libanon-Zeder

Libanon grenzt im Norden und Osten an Syrien und im Süden an Israel, im Westen wird das Land vom Mittelmeer begrenzt. Das Land gliedert sich in vier Landschaftszonen, die parallel zur Küste verlaufen:

  1. Der 225 km lange, schmale steile Küstenstreifen, welcher sich nur im Norden und Süden ausweitet.
  2. Das stark zerklüftete Libanon-Gebirge, das bis zu 3.000 m hoch ist.
  3. Die fruchtbare Bekaa-Ebene, die aufgrund von künstlicher Bewässerung sehr fruchtbar ist (Weinanbau, Getreide, Milchwirtschaft, Obst).
  4. Der trockene Antilibanon-Gebirgszug und der Hermon, der die Grenze zu Syrien bilden.

Der Libanon hat ungefähr 4 Millionen Einwohner (Stand 2008). Davon sind etwa 95 % arabischer, 4 % armenischer und 1 % anderer Abstammung.

Seit dem Altertum spielten im Libanon die Königreiche und Handelsrepubliken Byblos, Tyros und Sidon eine bedeutende Rolle in Vorderasien und dem östlichen Mittelmeer. Eine libanesische Identität findet sich erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts. Der politische Vorläufer des Libanon war eine bis 1916 von einem christlichen Armenier als Gouverneur geführte autonome Provinz innerhalb des Osmanischen Reiches. Ab 1920 war der Libanon französisches Mandatsgebiet.

bei Karl May

im Leben

Während seiner Orientreise hielt sich Karl May auch im heutigen Libanon auf. Am 26. Juni 1899 kommt er von Port Said mit dem Schiff "Scherkije" vor Beirut an, wo er allerdings wegen Pestgefahr bis zum 8. Juli in Quarantäne bleiben muss. Dann zieht er in das Hotel "Allemand Blaich", von wo er ein Ausflug in das Dorf Brumana im Libanongebirge macht. Am 17. Juli fährt er mit der "Venus" weiter nach Haifa in Palästina.

Libanon
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Von Bagdad nach Stambul
Reisetagebücher

Zusammen mit seiner ersten Gattin Emma und dem Ehepaar Richard und Klara Plöhn landet er neuerlich am 28. Mai 1900 in Beirut, diesmal mit dem Dampfer "Hungaria" des Österreichischen Lloyd von Haifa kommend. In den nächsten Tagen macht die Gesellschaft einige Ausflüge in das Libanongebirge (Bukfaja, Bachrsaf, Ain Saâda, Tikwêni, Brumana, Bet Maria, Muallaka). Am 4. Juni fährt man nach Baalbek und von dort weiter nach Damaskus in Syrien. Am 13. Juni ist die Reisegruppe wieder in Beirut, von wo sie am 18. Juni mit dem russischen Dampfer "Aleksander II" unterwegs sind. In Tripolis machen sie Station bis zum 19. Juni, bevor sie nach Zypern weiterdampfen.

im Werk

Im 3. Band des Orientzyklus, Von Bagdad nach Stambul, treffen Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar auf dem Weg nach Damaskus den reichen Juwelier Jacub Afarah, der sie in sein Haus einlädt. Dort entlarven sie den Verbrecher Abrahim-Mamur, der jedoch mit einer großen Menge Geschmeide flüchten kann. Sie verfolgen ihn bis Baalbek, finden dort ihren totgeglaubten Reisegefährten Sir David Lindsay wieder, können jedoch Abrahim-Mamur nicht fangen. Er ist vor ihnen in Tripolis und entkommt mit einem Schiff nach Stambul, wo ihn aber sein Schicksal schließlich doch ereilt.

Literatur

Weblinks