Padang

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Sumatra mit Padang (linke Bildmitte)

Padang ist eine Hafenstadt in Indonesien an der Westküste von Sumatra. Sie ist die Hauptstadt der Provinz Sumatera Barat.

Große Teile der Bevölkerung gehören den Minangkabau an, die die Minangkabau-Sprache sprechen und Muslime sind, zudem gibt es vor allem im Süden der Stadt eine chinesischsprachige Minderheit, die in der Mehrzahl Christen sind.

Padang verfügt über einen Hafen, der sechs Kilometer südlich liegt, und Anbindung an eine Eisenbahnlinie. Die Stadt ist Handelszentrum für die Küstenebene und das gebirgige Hinterland. Ab dem 16./17. Jahrhundert wurde Pfeffer im Gebiet um Padang angebaut. 1663/1680 gründeten Niederländer in Padang einen Handelsposten. Während der Koalitionskriege war die Stadt britisch, dann wieder niederländisch. Um 1780 war Gold wichtigstes Handelsgut.

Die Stadt hat mehrere Hochschulen, darunter die Universitas Bung Hatta, die Universitas Negri Padang (UNP) und eine 1956 gegründete Universität, die Universitas Andalas, sowie ein landwirtschaftliches Forschungsinstitut. Zudem ist sie seit 1961 Sitz eines katholischen Erzbischofs.

bei Karl May

Padang
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

An der Tigerbrücke
Reisetagebücher

im Leben

Während seiner großen Orientreise 1899/1900 hielt sich Karl May vom 10. bis zum 24. November 1899 in Padang auf. Es ist nicht ausgeschlossen, das Karl May in dieser Zeit an einer schweren Krankheit litt und dem völligen Zusammenbruch nahe war. Am 24. November reist er mit der "Bromo" zurück nach Port Said.

im Werk

Nachdem der Ich-Erzähler und Sir John Raffley von Quimbo erfahren haben, dass der entführte Mijnheer Bontwerker auf der Tigerbrücke bei Padang festgehalten wird, fahren sie mit Sir Raffleys Yacht dorthin, um ihn zu befreien. Dies gelingt und sie nehmen den Piratenkapitän Ling-tao sowie seinen Bruder Hi-ßen, der in Padang wohnt, fest.

Padang, die Hauptstadt des Gouvernements der Westküste, ist ein wohlgebauter, hübscher Ort mit reger Schiffahrt und bedeutendem Handel, da die Ausfuhr der reichen Produkte der westlichen Hälfte von Sumatra hauptsächlich über diese Stadt erfolgt. Sie hatte damals schon über zwanzigtausend Einwohner und dabei so geordnete Rechtsverhältnisse, daß wir über die gerechte Bestrafung des Chinesen und seiner Rotte nicht im Zweifel sein konnten.[1]

Anmerkungen

  1. Karl May: An der Tigerbrücke. In: Am Stillen Ocean. Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld Freiburg 1894, 3. Kapitel: Ling-tao,S. 605.

Weblinks

  • Der ausführliche Artikel in der großen Wikipedia.