Nazareth

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Nazareth 1842. Gemälde von David Roberts (* 1796; † 1864)

Nazareth oder Nazaret (hebräisch: נצרת, arabisch: الناصرة an-Nāṣira) ist eine Stadt im Norden Israels in der historischen Landschaft Galiläa. Nach der Zählung von 2005 hat Nazareth 65.000 Einwohner.

Allgemeines

Nazareth wird weder im Alten Testament noch im Talmud erwähnt. Die besondere Bedeutung Nazareths liegt darin, dass es als Heimatort Jesu gilt. In Nazareth kam der Erzengel Gabriel zu Maria und kündigte ihr die Geburt des künftigen Erlösers an, und dort wuchs Jesus nach seiner Geburt in Betlehem heran. Die früheste außerchristliche Erwähnung Nazareths ist eine Inschrift aus dem späten 3. bzw. frühen 4. Jahrhundert. Heute gehört Nazareth zu den wichtigsten Pilgerstätten des Heiligen Landes. An der Stelle, wo nach der Überlieferung das Haus Marias stand, erhebt sich die katholische Verkündigungsbasilika aus dem 20. Jahrhundert.

Bis zum 7. Jahrhundert u. Z. lebten in Nazareth Juden, seit dem Mittelalter war sie vorwiegend von arabischen Christen bewohnt. Heute ist Nazareth die Stadt mit der größten Gemeinschaft israelischer Araber in Israel. Die Stadt besteht im Altstadtbereich vor allem aus kleinen Gassen mit einem arabischen Markt. In der jungen Schwesterstadt Nazrat-Illit (נצרת עילית, "Ober-Nazaret"), gegründet 1957, sind von den 55.000 Bewohnern fast alle Juden.

Karl May und Nazareth

Nazareth
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Reisetagebücher

Das Hotel Germania

Während des ersten Teiles seiner großen Orientreise besuchte Karl May zusammen mit seinem Diener Sejd Hassan am 20. Juli 1899 Nazareth. Ein Ausflug nach Tiberias am See Genezareth erfolgte am 21. Juli. In der Nacht vom 22. zum 23. Juli blieb May in Friedrich Heselschwerdts Hotel Germania und reiste dann nach Haifa weiter.[1]

In zweiten Reiseabschnitt 1900 waren Karl May, seine damalige Gattin Emma und das befreundete Ehepaar Richard und Klara Plöhn wiederum in Nazareth, und zwar am 25. Mai, von Tiberias kommend. Klara schrieb an ihre Mutter Wilhelmine Beibler:

[Richard] ist sehr angegriffen und verträgt gar nichts...

Am 26. Mai traf die Reisegesellschaft in Haifa ein.[2]

Anmerkungen

  1. Lothar und Bernhard Schmid (Hrsg.): In fernen Zonen - Karl Mays Weltreisen. Gesammelte Werke Bd. 82. Karl-May-Verlag Bamberg-Radebeul 1999, ISBN 3-7802-0082-1, S. 92.
  2. Lothar und Bernhard Schmid (Hrsg.): In fernen Zonen - Karl Mays Weltreisen, S. 168.

Literatur

Weblinks