Jerusalem

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Jerusalem
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Schamah
Reisetagebücher
nur erwähnt in:
Im Lande des Mahdi III
Orientzyklus
Im Reiche des silbernen Löwen
Bei den Aussätzigen

Jerusalem (hebr. ירושלים Jeruschalajim, altgriech. Ἱεροσόλυμα, lat. Hierosolyma, arab. ‏القدس‎ al-Quds [asch-Scharif] "die Heilige", türk. Kudüs) ist die Heilige Stadt von Moslems, Juden und Christen.

Allgemeines

Jerusalem ist die Hauptstadt des Staates Israel. Sie liegt in den Judäischen Bergen zwischen Mittelmeer und Totem Meer und hat 770.000 Einwohner.

Karte von 1888

Seit 5000 v.u.Z. sind Spuren menschlicher Siedlungen nachgewiesen. Ägyptische Texte von etwa 1900 v.u.Z. belegen eine Stadt namens Uruschalim, wörtlich "Stadt des Schalim", eines kanaanitischen Gottes, oder im übertragenen Sinne "Stadt im Westen". Nach biblischen Erzählungen gehörte die Stadt den Jebusitern, die mit den Israeliten vom Stamm Benjamin und Juda bei der Landnahme Kanaans (etwa 1200–1000 v.u.Z.) in Nachbarschaft siedelten. Davids Sohn Salomo (um 969–930 v.u.Z.) erbaute einen Palast und den ersten Tempel für Jahwe, den David geplant hatte. Als Tempelstadt wurde Jerusalem das Zentrum des Judentums in und außerhalb Israels. Die Stadt stand später unter römischer und arabischer Herrschaft, war das Zentrum des Kreuzritter-Königreichs Jerusalem und wurde schließlich Teil des Osmanischen Reiches. Nach dem Ersten Weltkrieg unterstand Jerusalem dem Völkerbundsmandat für Palästina und wurde Sitz des Hohen Kommissars und der Mandatsverwaltung. Am 4. Januar 1950 erklärte Israel Jerusalem zu seiner Hauptstadt.

Die Altstadt ist in das jüdische, christliche, armenische und muslimische Viertel gegliedert und von einer Mauer umgeben. Der politische Status der Stadt ist international umstritten und Teil des Nahost-Konflikts. Ostjerusalem, das bedeutende religiöse Stätten des Judentums, Christentums und des Islam beherbergt, wird von Palästinenser-Organisationen als Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates beansprucht.

Karl May und Jerusalem

im Leben

Im Rahmen seiner großen Orientreise 1899/1900 machte Karl May zwei Mal in Jerusalem Station: vom 29. Juli bis zum 20. August 1899 wohnte er allein im "Lloyd Hotel" (Inhaber Abraham Fast); beim zweiten Aufenthalt vom 7. bis zum 13. Mai sowie am 16./17. Mai 1900 war er – im selben Hotel – in Begleitung seiner Frau Emma und des Ehepaars Richard und Klara Plöhn.[1]

Von hier aus unternahmen die beiden Ehepaare kurze Abstecher nach Hebron und Jericho und setzten dann ihre Reise durch Israel über Jaffa, Tiberias, Nazareth und Haifa fort. Von dort aus reisten sie weiter in den Libanon (Beirut, Baalbek) und anschließend nach Damaskus in Syrien.

im Werk

Jerusalem ist Schauplatz der Erzählung Schamah und wird auch in einigen anderen Werken erwähnt.

Das war gegen Mittag, wo die heißeste Zeit des Tages beginnt, die man am liebsten in der Kühle des Zimmers verbringt. Als sie vorüber war, wanderten wir nach dem Ölberge, um nach Bethanien hinauf zu spazieren und dann über die Stätte Bethphage und Kafr et Tur nach der Stadt zurückzukehren. [...] Dann stiegen wir zur vollen Höhe des Ölberges hinauf. Da gibt es Stellen, an denen man nicht nur die ostjordanischen Berge, sondern sogar einen Teil des Toten Meeres liegen sieht.[2]

Anmerkungen

  1. Klara May erzählt 1934 in ihrem Reisebericht Unter dem Hakenkreuz um die Erde, dass sie das "Hotel Fast" noch einmal aufsuchte und mit den "treuen alten Freunden" Erinnerungen austauschte.
  2. Karl May: Schamah. Reiseerzählung aus dem Gelobten Lande von Karl May. In: Efeuranken. Illustrierte Zeitschrift für die katholische Jugend, Verlagsanstalt vorm. J. G. Manz, 1907/08, S. 36.

Literatur

Weblinks