Massaua

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Historische Karte (um 1888)
Massaua im 19. Jahrhundert
Altstadt von Massaua

Massaua (auch Massawa, Massauwa oder Mitsiwa, arab. ‏مصوع Mussuwa) ist eine Hafenstadt am Roten Meer in Eritrea, nordöstlich Asmaras. Sie liegt auf dem Festland und zwei vorgelagerten Inseln, das historische Zentrum der Stadt liegt auf der äußeren dieser beiden Inseln. Die Stadt hat einen gut ausgebauten Hafen mit bedeutendem Fischfang und Salzgärten. Massaua ist Hauptstadt der Region Semienawi Kayih Bahri und zweitgrößte Stadt des Landes mit 47.799 Einwohnern (2009).

Geschichte

Massaua existierte bereits unter den Ptolemäern als Saba. Im 10. Jahrhundert wird es bei arabischen Schriftstellern unter dem Namen Bade (oder Base) erwähnt. In lokalen Sprachen (Tigre, Beni Amer) heißt es noch heute Batse` bzw. Badhe` (Name der Hauptinsel, neben der bis zum 19. Jahrhundert unbewohnten Nebeninsel Taulud).

Die Stadt erlebte einen Aufschwung, als der benachbarte Hafen Adulis versandete. 1557 wurde es von den Türken erobert, die es 1866 an Ägypten abtraten. Seither war es Hauptstadt der ägyptischen Provinz "Rotes Meer und Ostsudan". Italien besetzte Massaua im Jahr 1885. Es wurde Hauptstadt eines neuen italienischen Protektorats; nach Expansion Italiens in alle Gebiete der vorherigen ägyptischen Provinz und darüber hinaus wurde 1890 die Colonia Eritrea gegründet, deren Hauptstadt Massaua noch mehrere Jahre blieb. Massaua erlangte im 19. Jahrhundert eine bedeutende Rolle als Handelsstadt zwischen Abessinien und dem Sudan, sowie Europa und Indien.

Massaua und Assab
Massaua
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Reisetagebücher

Karl May und Massaua

Während seiner großen Orientreise besuchte Karl May auf der "Palestina" kommend nach einem Zwischenstopp in Assab Massaua. Am 22. September 1899 langte er ein und schrieb am 23. September an Johannes Dederle:

Bei einer Glut von 41 Grad Réaumur schreibe ich Ihnen diesen Gruß. Bin bisher glücklich durchgekommen, noch bei voller Reiselust, und hoffe, daß es so bleibt. [...] Dafür aber bringe ich einen so reichen Stoff mit heim, daß ich anSujets nie Mangel leiden werde [...][1]

Am 24. September schrieb er an die Familie Plöhn:

Massaua ist der heißeste Punkt von ganz Ostafrika und wird darum von den Italienern der Inferno genannt. Ich blieb nur drei Tage hier, während welcher Zeit der Gouverneur,die Offiziere des hier liegenden Kriegsschiffes und andere Notabili kamen [...][2]

Am 25. September legte die "Palestina" mit Karl May an Bord wieder ab und fuhr über Assab nach Aden zurück.

Anmerkungen

  1. Lothar und Bernhard Schmid (Hrsg.): In fernen Zonen - Karl Mays Weltreisen. Gesammelte Werke Bd. 82, Karl-May-Verlag, Bamberg-Radebeul 1999, ISBN 3-7802-0082-1, S. 107.
  2. Lothar und Bernhard Schmid (Hrsg.): In fernen Zonen - Karl Mays Weltreisen. S. 107.

Weblinks

  • Der ausführliche Artikel in der großen Wikipedia.