Radebeul

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Ansichtskarte von 1985. Man erkennt rechts die Villa Shatterhand und links oben den Bismarckturm. Das Freibad in der Mitte ist das Bilzbad.

Das heutige Radebeul besteht aus den beiden Haupt-Ortsteilen Radebeul-Ost (Alt-Radebeul) und Radebeul-West (Kötzschenbroda) sowie aus den weiteren Ortsteilen Fürstenhain, Lindenau, Naundorf, Niederlößnitz, Oberlößnitz, Serkowitz, Wahnsdorf und Zitzschewig.

Stadtgeschichte

Radebeul heute

Durch den Bau des Bahnhofes 1872 in Kötzschenbroda und den damit verbundenen Eisenbahnanschluss wuchs die Attraktivität des Ortes erheblich. Die kleine Gemeinde Radebeul und dessen Umland wuchsen um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert sehr stark an. Dieses Anwachsen führte 1905 zur ersten Eingemeindung des benachbarten Ortes Serkowitz. Mit Wirkung vom 1. April 1924 wurde Radebeul zur Stadt erhoben, und 1934 wurden die Nachbargemeinden Wahnsdorf und Oberlößnitz eingegliedert. Westlich von Radebeul vollzog sich in den 1920er Jahren eine ähnliche Entwicklung. So gliederte die Gemeinde Kötzschenbroda 1920 die Gemeinde Lindenau ein und wurde ebenfalls 1924 zur Stadt erhoben. Gleichzeitig wurden die Gemeinden Naundorf, Zitzschewig und Niederlößnitz eingegliedert. Beide Städte, Radebeul und Kötzschenbroda, wurden dann zum 1. Januar 1935 unter dem Namen Stadt Radebeul zusammengeschlossen und zum Stadtkreis erklärt (damals bereits ca. 35.000 Einwohner).

May-Stätten

Museumskomplex (aktuell)

In Radebeul wurde am 1. Dezember 1928 in der Villa Bärenfett ein Karl-May-Museum eröffnet. Seit 1985 ist in der Villa "Shatterhand." die Ausstellung Karl May – Leben und Werk zu sehen. Seit dem 30. März 1995 sind auch das Inventar der originalen Wohnräume Karl Mays, welches 1960 nach Bamberg verbracht worden war, nach Radebeul zurückgekehrt. Mit dem originalen Mobiliar eingerichtet sind Bibliothek, die auf Antrag zu Forschungszwecken genutzt werden kann, sowie das Arbeitszimmer und das Empfangszimmer – auch Sascha-Schneider-Zimmer genannt. Unter anderem sind auch die originalen Waffen Henrystutzen, Bärentöter und Silberbüchse aus dem Besitz Karl Mays sowie eine Büste von Winnetou ausgestellt.

In der Villa Bärenfett ist ein Indianermuseum zur Geschichte und zum Leben der nordamerikanischen Indianer untergebracht. Der Grundstock der Indianer-Sammlung wurde von Karl May, auf seiner Nordamerikareise 1908, selbst gelegt und durch seine Witwe Klara May, die 1930 noch einmal nach Nordamerika reiste, ergänzt. Der größte und bedeutsamste Teil stammt von Patty Frank (Ernst Tobis), der 1926 seine komplette Sammlung Klara May und Euchar Albrecht Schmid zur Verfügung stellte. Im Gegenzug dazu wurde er Verwalter des Museums und konnte in der Villa Bärenfett kostenfrei bis zu seinem Tode wohnen. Zudem erhielt er eine Vergütung und hatte als Verwalter die Möglichkeit, die Besucher selbst zu empfangen und ihnen seine Indianersammlung zu zeigen. Das Kaminzimmer der Villa Bärenfett dient auch als Veranstaltungsraum.

Gegenüber dem Museum liegt der Karl-May-Hain. Ursprünglich der Obstgarten des Schriftstellers, ist es heute ein kleiner öffentlicher Park mit einer Gedenkstele.

Friedhof

Auf dem Friedhof Radebeul-Ost an der Serkowitzer Straße befindet sich Karl Mays Grabmal. Unweit seiner Grabstätte sind auch die Gräber von Patty Frank und Friedrich Eduard Bilz.

Sonstiges

  • Familie Plöhn lebte in der Gellertstraße 15.
  • Der neugegründete Karl-May-Verlag befand sich in einer Mietwohnung in der Leipziger Straße 108.
  • Carl Lindeberg zog spätestens im November 1906 nach Radebeul und wohnte mit seiner Frau (in umittelbarer Nähe Karl Mays) in der Kirchstraße 1.

Weblinks