Andover

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Andover ist eine Stadt im Essex County von Massachusetts, USA. Sie grenzt an das auf dem gleichen Ufer des Merrimack-River liegende Lawrence.

Allgemeines

Die erste ständige Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Andover entstand 1641. Kurz danach erwarben die Siedler ein Stück Land vom Häuptling der dort ansässigen Pennacook-Indianer zum Preis von "sechs Pfund in Geld und einem Mantel" und unter der Bedingung, dass Roger, ein ortsansässiger Angehöriger der Pennacook, weiterhin seinen Mais pflanzen und Fische aus einer dortigen Quelle fangen durfte. Rogers Brook, ein kleines Fließgewässer, das den östlichen Teil der Stadt durchschneidet, ist nach ihm benannt. Im Mai 1646 wurde die Siedlung als Town statuiert und erhielt den Namen Andover. Als 1692 in Salem die Hexenprozesse ausbrachen, war auch Andover davon betroffen und es wurden drei Frauen verbrannt.

Memorial Hall für die Gefallenen im Bürgerkrieg

Beim Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges gegen Großbritannien zogen 350 Männer nach Lexington, wo sie zwar zu spät ankamen, aber bei Bunker Hill mitfochten. Im Sezessionskrieg kämpften viele Bürger Andovers auf der Seite der Nordstaaten gegen die Konföderierten Staaten von Amerika; mehr als 50 fielen in den Schlachten. Harriet Beecher-Stowe (* 1811; † 1896), die Autorin des Romans "Uncle Tom's cabin", lebte mehrere Jahre in der Stadt; ihr Haus ist heute ein Museum und Eigentum der Phillips Academy von Andover. Diese Academy wurde von einer Reihe namhafter Persönlichkeiten besucht, darunter der spätere US-Präsident George H. W. Bush.

Im Jahr 2000 hatte die Stadt 31.247 Einwohner.

bei Karl May

Auf ihrer Amerikareise 1908 machen Klara und Karl May während ihres Aufenthalts in Lawrence bei Ferdinand und Therese Pfefferkorn einige Ausflüge. Einer davon führte sie am 22. Oktober nach Andover, wo sie das Haus und das Grab von Harriet Beecher-Stowe besuchten.

Von wunderbarer Schönheit ist dieses Stück Erde, wir konnten uns schwer trennen, wol [sic!] eine Stunde saßen wir auf ihrem Grabe, an das schlichte Kreuz gelehnt Karl May.[1]

Nach Klaras Erinnerung schrieb Karl May am Grab einige Zeilen auf einen Zettel, den er im Efeu des Grabes versteckte.[2]

Anmerkungen

  1. Klara May: Erinnerungen an Amerika, Handschrift 1914/15 (aus dem Nachlass).
  2. Lothar und Bernhard Schmid (Hrsg.): In fernen Zonen – Karl Mays Weltreisen. Gesammelte Werke Bd. 82, Karl-May-Verlag, BambergRadebeul 1999, ISBN 3-7802-0082-1, S. 386 f.

Weblinks