Mount Lebanon, N.Y.

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Mount Lebanon war eine Gemeinde der Shaker im Bundesstaat New York der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie wurde im Jahre 1787 zugleich mit einer Gemeinde in Watervliet (ebenfalls New York) gegründet als eine der ersten Ansiedlungen der Shaker in Nordamerika. Im Jahre 2009 gab es nur mehr Sabbathday Lake in Maine, die letzte Shaker-Gemeinde mit drei Anhängern dieses Glaubens.

Shaker-Möbel in Mount Lebanon

Die Shaker (dt. "Zitterer") sind eine christliche Freikirche in den USA, die aus dem Quäkertum hervorgegangen ist. Ihr Name leitet sich von dem rituellen Schütteltanz her, der bei ihnen als eine Form der Verehrung Gottes gilt. Gegründet wurde die Glaubensgemeinschaft 1747 in England und seit 1758 von Ann Lee, genannt "Mother Anne", geleitet, die 1774 mit einigen ihrer Gläubigen in die USA übersiedelte. 1779 wuchs die Zahl der Anhänger besonders in der Nachbargemeinde New Lebanon, die ab diesem Zeitpunkt als die geistige Heimat der Shaker gilt. Die Shaker zeichnen sich durch eine strenge Arbeitsethik und ein weitgehend nach Geschlechtern getrenntes Gemeindeleben aus. Ihre weiteste Verbreitung fanden die Shaker-Gemeinden um die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Berühmt waren die "Shaker-Möbel", eine Vowegnahme des Möbeldesigns von Adolf Loos, Otto Gropius und dem Bauhaus-Stil.

bei Karl May

Aufnahme von Klara May am 21. September

Mount Lebanon wird am 21. September 1908 von Karl und seiner zweiten Gattin Klara May auf ihrer Amerikareise besucht. Sie reisen von New York mit dem Dampfer "New York" der "Hudson River Day Line (New York & Albany Day Boat)" nach Albany, wo sie im Hotel "New Kenmore" wohnen. Von dort aus machen sie eine Pferdekutschen-Rundfahrt in die Berkshire Hills und besuchen im "Shaker Village" Mount Lebanon aus Radebeul ausgewanderte Bekannte (Otto und Roseli Thümmel) in der "Shaker"-Sekte.

Eine Wagenfahrt durch schöne, bewaldete Berge in tiefer Einsamkeit brachte uns zur Siedlung der Shakers. Dahin hatte sich einer der Freunde meines Mannes zurückgezogen – eine Lebensgeschichte fand dort ihren friedlichen Ausklang.[1]

Das Ehepaar May war bei der Maisernte dabei, wo Klara, die auch allein einen Gottesdienst der Sekte besuchte, fotografierte. Mit der Familie Thümmel blieben sie auch nach ihrer Rückkehr in Briefkontakt.[2]

Anmerkungen

  1. Klara May: Mit Karl May durch Amerika, Radebeul 1931, S. 18.
  2. Lothar und Bernhard Schmid (Hrsg.): In fernen Zonen – Karl Mays Weltreisen. Gesammelte Werke Bd. 82, Karl-May-Verlag, BambergRadebeul 1999, ISBN 3-7802-0082-1, S. 278 f.

Weblinks