Karl Mays Bibliothek

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Karl May nutzte seine selbst angelegte Bibliothek intensiv.

Bibliothek als Bücher- und Quellensammlung

Nach Hans Wollschläger soll Mays handschriftlicher Katalog zwischen 1903 und 1905 entstanden sein. (Dieses Verzeichnis erschien auch als Faksimile.) Mays Witwe Klara hat die Bibliothek vermutlich nach seinem Tod "bereinigt".

Die Bedeutung der vorhandenen Bibliothek ist unbestritten, trotzdem muss berücksichtigt werden, dass das von May selbst angelegte Verzeichnis nicht vollständig ist und dass May auch nicht alles besessen haben muss, was er benutzte.

Einrichtung

Grundriss Obergeschoss

Die Bibliothek befand sich zu Mays Lebzeiten im ersten Obergeschoss. Laut einer Hausskizze in dem Eckzimmer zur Straße hin.

Offenbar hat aber in der ersten Zeit (nach 1896) der später als Schlafzimmer benutzte Raum als Bibliothek gedient: Karl May schreibt nämlich 1896 in "Freuden und Leiden eines Vielgelesenen", er trete "aus dem nach der Straße gelegenen Studierzimmer in die Bibliothek, aus welcher ein zweiter Balkon nach dem Garten geht". Damit ist eindeutig das mit einem Balkon ausgestattete, dem Garten zugewandte Zimmer gemeint. Wann die Bibliothek in das zur Straße hin gelegene Zimmer geräumt wurde, ist unbekannt.

Adolf Droop, der am 13. Juli 1910 die Villa "Shatterhand." besuchte, erwähnt die Ecknischen in den Wandregalen, in denen "arabische Lampen und türkische Wasserpfeifen" hingen, "und die Fenster sind drapiert mit Vorhängen, von denen sich in blau und rot gehaltene Koransprüche abheben"[1]

Heinrich Zerkaulen beschreibt in den "Leipziger Neuesten Nachrichten" vom 13. April 1927 die Bibliothek so: "Und die Treppe hinauf zu den ehemaligen Arbeitsräumen Karl Mays ist ein Weg durch sagenhafte Kulturen Indiens und Chinas. Wir stehen in der Bibliothek des Dichters. Riesige Büchergestelle füllen den saalartigen Raum bis zur Decke. Da ist von seiner Hand alles katalogisiert und numeriert. Kulturgeschichten aller Völker, Geografie und Religionsgeschichte. Der Koran liegt auf einem Taburett neben dem Diwan..."[2]

1960 wurde die Bibliothek vom Karl-May-Verlag (KMV) mit nach Bamberg genommen; seit 1995 befindet sie sich wieder im Karl-May-Museum in Radebeul.

Die Bibliothek steht auf Antrag Forschern zur Verfügung.

Anmerkungen

  1. Droop: Die Villa "Shatterhand.", KMJb. 1921, S. 86.
  2. Zitiert nach KMJb. 1928, S. 185 ff.

Literatur

  • Karl Mays Bücherei. Aufgezeichnet von Franz Kandolf und Adalbert Stütz. Nachgeprüft und ergänzt von Max Baumann. In: Karl-May-Jahrbuch (KMJb) 1931, S. 212-291.
  • KATALOG DER BIBLIOTHEK. VERZEICHNIS von KARL MAY. Faksimile der Handschrift. Bücherhaus Bargfeld, Karl-May-Verlag Bamberg · Radebeul, 1995 (mit einem Beitrag »Karl May als Leser« von Hans Wollschläger).
  • Bernhard Fabian (Hrsg.): Handbuch der historischen Buchbestände in Deutschland. Hildesheim: Olms Neue Medien 2003. (Onlinefassung)
  • Adolf Droop: Die Villa "Shatterhand.". In: Karl-May-Jahrbuch 1921.
  • Hans-Dieter Steinmetz: Die Villa "Shatterhand" in Radebeul. JbKMG 1981. (Onlinefassung)