Karl-May-Museum Radebeul

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Das Karl-May-Museum ist ein Museum über Leben und Wirken des Schriftstellers Karl May. Es befindet sich an seinem letzten Wohnort in der Karl-May-Straße 5 in Radebeul.

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Museumskomplex

Denkmalpflegerisch handelt es sich bei dem Museum um ein Werk der Garten- und Landschaftsgestaltung. In diesem befinden sich auf dem ursprünglichen Wohngrundstück Mays sein Wohnhaus Villa "Shatterhand." und hinten in der Gartenanlage die Villa Bärenfett, das Blockhaus von Patty Frank.

Am 30. März 2012 wurde mit der "Villa Nscho-tschi" auf dem Gelände ein Neubau eröffnet, der vor allem museumspädagogischen Zwecken dient.

Auf dem der Villa "Shatterhand." zur Karl-May-Straße hin gegenüberliegenden Grundstück, dem ehemaligen Obstgarten Mays, befindet sich heute der Karl-May-Hain.

Ausstellungen

Das Karl-May-Museum beherbergt gleich zwei ständige Ausstellungen: eine Ausstellung über das Leben der Indianer Nordamerikas in der "Villa Bärenfett" und eine Ausstellung zum Leben Karl Mays in der Villa "Shatterhand.", dem ehemaligen Wohnhaus des Schriftstellers. Dazu kommen wechselnde Sonderausstellungen.

Zusätzlich finden im Kaminzimmer der Villa Bärenfett regelmäßig Veranstaltungen wie Lesungen und Vorträge statt.

Geschichte des Museums

Am 1. Dezember 1928 wurde in dem 1926 erbauten Blockhaus "Villa Bärenfett" unter der Leitung von Patty Frank das Karl-May-Museum eröffnet. Hier konnte der Wiener Artist endlich seine vielen Exponate, welche er von allen möglichen Erdteilen gesammtelt hatte, ausstellen. Zusammen mit den von Karl und Klara May zusammengetragenen Exponaten umfasst die Sammlung ca. 1900 Stücke. Das besondere Interesse der Ausstellung galt aber den Indianern Nordamerikas. In der Öffentlichkeit fand das neue Museum regen Zuspruch.

1936 musste das Museum durch einen Anbau um zwei Räume erweitert werden. Dort wurde auch ein Karl-May-Gedächtnisraum eingerichtet. 1956 erfolgte, aufgrund der DDR-Politik, eine Umbennenung von "Karl-May-Museum" in "Indianermuseum der Karl-May-Stiftung".

Seit 1985 wird auch das ehemalige Wohnhaus Karl und Klara Mays, die Villa "Shatterhand.", als Sitz der biographischen Museumsabteilung sowie für Studien- und Austellungszwecke des Museums genutzt.

Kurz vor der Wende (am 13. September 1988) wurde ein Förderverein gegründet, der seither das Museum unterstützt.

1992 wurde der Gedächtnishain zu einer öffentlichen Parkanlage umgestaltet.

Im Frühjahr 1995 konnten die drei wichtigsten Räume des denkmalgeschützten Hauses originalgetreu wiederhergestellt werden: der Empfangssalon (das sogenannte Sascha-Schneider-Zimmer) im Erdgeschoss sowie die Bibliothek und das Arbeitszimmer Karl Mays in der ersten Etage. Einige Monate später wurde in der Veranda noch ein Klara-May-Zimmer eingerichtet.

Leiter des Museums

Gegenwart

Geschäftsführende Direktorin ist Claudia Kaulfuß, Sammlungsleiter Robin Leipold. Die Villa "Shatterhand." - das angrenzende Wohnhaus und ehemalige Wirkungsstätte von Karl May - beherbergt jetzt die Exposition "Karl May - Leben und Werk".

Literatur

  • Peter Neumann: Indianermuseum Radebeul. Karl-May-Stiftung, Dresden 1978.
  • Peter Neumann: 50 Jahre Indianermuseum Radebeul. In: Abh. und Ber. des Staatlichen Museums für Völkerkunde Dresden, Bd. 38, Berlin 1980.
  • Lothar Dräger/Rolf Krusche/Klaus Hoffmann: Indianer Nordamerikas. Ausstellung im Blockhaus "Villa Bärenfett" des Karl-May-Museums, Radebeul 1992.
  • Andrea Stiegler: Der Geist Karl Mays ist zurück. In: Karl May & Co. Nr. 61/1995.
  • Ulrich Neumann: Winnetou im Aquarium. Die Villa Shatterhand beherbt endlich ein "echtes" Karl-May-Museum. In: Karl May & Co. Nr. 61/1995.
  • Hans-Dieter Steinmetz: Die Erweiterung des Karl-May-Museums Radebeul (1984/85). Unbekannte Dokumente aus SED-Parteiarchiven. In: Karl-May-Haus Information Nummer 15/2002, S. 28–66.
  • 80 Jahre Karl-May-Museum. In: Karl May & Co. Nr. 114/2008.
  • Henning Franke: "Es wäre schön, wenn die Karl-May-Szene uns vertraut. Claudia Kaulfuß, Robin Leipold und Anne Barnitzke vom Karl-May-Museum Radebeul (Lagerfeuergespräche 30). In: Karl May & Co. Nr. 139, 2015.

Weblinks