1899

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Sejd Hassan taucht später als Sejjid Omar in Karl Mays Et in terra pax auf.
  • Eine jugendliche Diebesbande wird in Aschaffenburg gefasst. Angeblich sind die Jünger Karl May's durch May-Bücher verdorben worden.
  • Pauline Münchmeyer verkauft im März den Verlag für 175.000 Mark an Adalbert Fischer. Karl May erfährt davon und warnt Pauline Münchmeyer. Sie hat – seines Erachtens – kein Recht, seine Romane mitzuverkaufen. Fischer nimmt erst nach dem Kauf Kontakt zu May auf. Dieser besteht darauf, dass alle Rechte an ihn zurückgefallen sind, und weist auf die Einhaltung der Pseudonyme hin. Fischer sieht das nicht ein.
  • Karl May beginnt Ende März seine große Orientreise. 50.000 Mark stehen ihm zur Verfügung. Anfangs wird er von Emma und Klara Plöhn begleitet.
  • Bei dem Besuch bei Friedrich Ernst Fehsenfeld (Durchreise) stellt May Klara Plöhn als seine Schwester vor. Auf Nachfragen präzisiert er: Schwester im Geiste.
  • In Genua stößt Richard Plöhn zu der kleinen Gruppe; May reist allein weiter. Familie Plöhn und Emma Pollmer kehren langsam und mit einigen Zwischenstationen (u. a. Paris) zurück. Emma besucht während Mays Abwesenheit Familie Seyler und andere Freunde. Mays Post beantwortet sie nur sporadisch. Kontakt mit der Heimat hält er hauptsächlich über Familie Plöhn.
  • Karl May beginnt einen Gedichtzyklus mit dem Titel Eine Pilgerreise in das Morgenland. Bereits in Suez ist nach nur acht Gedichten Schluss. Dafür schreibt er zahlreiche religiöse Gedichte, die dann in die Himmelsgedanken aufgenommen werden.
  • Karl May engagiert am 23. Mai in Kairo einen arabischen Diener namens Sejd Hassan.
  • Im Mai ist Emma wieder in Radebeul. Angeblich vertreibt sie sich die Zeit mit spiritistischen Sitzungen, einem Liebhaber (Max Welte) und dem Verbrennen wichtiger Dokumente.
  • In bayrischen Mittelschulen werden May-Bücher aus den Bibliotheken aussortiert. Dr. Fedor Mamroth kommentiert die Aussonderung Anfang Juni in der Frankfurter Zeitung und wirft May schablonenhaftes Schreiben und Verherrlichung des bigotten Christentums vor. Er äußert auch die Vermutung, dass May die fremden Länder nie betreten habe. Weitere und schärfere Angriffe Mamroths folgen, nachdem May-Freunde Widerspruch einlegen. Andere Zeitschriften verfolgen den Streit aufmerksam, übernehmen und kommentieren. Gleichzeitig taucht die Vermutung auf, May sei nicht im Orient, sondern auf Kur. Klara und Richard Plöhn sowie Emma May fahren nach Bad Tölz und können die Fälschung beweisen. Offenbar besucht Klara Plöhn auch Fedor Mamroth, um ihn auszuhorchen.
  • Hermann Cardauns greift May in der Presse an.
  • Karl May schreibt im August von Jerusalem aus eine erste lange Erwiderung, die Ende September in mehreren Folgen in der Tremonia unter dem Pseudonym Richard Plöhn erscheint. Auch diese Erwiderung wird nachgedruckt.
  • Gerüchte über die Vorstrafen und die Kolportageromane tauchen auf, bleiben aber noch unbeachtet.
  • Vom 6. bis zum 29. November erscheint Karl Lessels Aufsatz Karl May. Litterarische Studie in 18 Fortsetzungen im Luxemburger Wort.
  • Während einiger Tage im November, über die keinerlei Aufzeichnungen existieren, erleidet Karl May in Sumatra (vermutlich) einen Nervenzusammenbruch.
  • Karl May beordert Emma nach Port Said. Klara und Richard Plöhn begleiten sie. Richard Plöhn erkrankt, und die drei müssen in Arenzano die Reise unterbrechen. May trifft sie dort im Dezember.
  • Sascha Schneider vollendet sein Fresko Der Triumph des Kreuzes im Weltgericht.

geboren

gestorben

Primärliteratur

Übersetzungen

Sekundärliteratur

  • Fedor Mamroth: Karl May's Reisen. (in: Frankfurter Zeitung, 7. Juni)
  • Fedor Mamroth: Der "Freund der Haddedihn". (in: Frankfurter Zeitung, 9. Juni)
  • Fedor Mamroth: Karl May im Urtheil der Zeitgenossen. (in: Frankfurter Zeitung, 17. Juni)
  • Fedor Mamroth: Bei den bayerischen Haddedihn. (in: Frankfurter Zeitung, 1. Juli)