Arabien

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Satellitenfoto der Halbinsel Arabien

Arabien, auch Arabische Halbinsel (arabisch: جزيرة العرب, Ǧazīrat al-ʿArab), ist mit 2,73 Mio. km² Fläche die größte Halbinsel der Welt und gehört geographisch zu Asien, geologisch zu Afrika.

Geografie

Die Arabische Halbinsel wird begrenzt vom Golf von Akaba und dem Roten Meer im Westen und Südwesten, vom Arabischen Meer im Süden und Südosten sowie vom Persischen Golf im Nordosten. Im Norden gehen die Wüsten der Arabischen Halbinsel in die Syrische Wüste über. Zusammen mit mehreren angrenzenden Staaten bildet sie den Nahen Osten. Die Halbinsel ist mit der Großen Nefud im Norden und der Rub al-Chali im Süden fast vollständig ein Wüstengebiet.

Auf der Arabischen Halbinsel und auf den vorgelagerten Inseln liegen die heutigen Staaten Bahrain, Jemen, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate. Im Norden haben der Irak und Jordanien einen Anteil an der Halbinsel. Von diesen Staaten ist Saudi-Arabien, das heute umgangssprachlich oft mit der Bezeichnung Arabien gemeint ist, das bei weitem größte Land. An die Region grenzen außerdem Ägypten im Westen, Syrien, der Libanon und Israel im Norden und der Iran im Osten. Die Bevölkerung der Arabischen Halbinsel wurde 2008 auf 71.983.936 Einwohner geschätzt.

Geschichte

Ein frühes Reich auf der in weiten Teilen unbewohnbaren Arabischen Halbinsel war im Süden das sagenumwobene Saba, das zeitweise ganz Südwestarabien beherrschte. Im 3. Jahrhundert v. Chr. gewann das Reich Himyar, das an der südwestlichen Spitze lag, die Vorherrschaft über Alt-Südarabien, es eroberte auch das Weihrauch-Exportland Hadramaut. Im Norden bestand zunächst einige kleinere Reiche, die am Ende von den Persern erobert wurden. Im Südosten stand Oman (zeitgleich mit Jemen) auch unter persischer Kontrolle.

Vor dem Auftreten des Propheten Mohammed war Arabien von Beduinenstämmen bevölkert, die Land- und Karawanenwirtschaft betrieben und durch den Weihrauchhandel Bedeutung erlangten. Mit der Begründung des Islam durch den Propheten Mohammed gelang diesem zwischen 622 und 632 die Vereinigung der Stämme Arabiens. Nach seinem Tod setzten seine Nachfolger (Kalifen) die Verbreitung des Islam fort. Schon im 8. Jahrhundert reichte das Kalifat von Andalusien bis nach Indien und Mittelasien sowie vom Kaukasus bis weit in die Sahara hinein. Schon bald nach der Entstehung des Kalifats verlor Arabien seine politische Bedeutung, als die Hauptstadt nach Damaskus bzw. Bagdad verlegt wurde. Nur wegen der Heiligen Stätten Mekka und Medina behielt zumindest der Hedschas seine Bedeutung für die islamische Welt. 1517 wurde nahezu die gesamte arabische Halbinsel von den Osmanen unterworfen.

Mit der Entdeckung des Seewegs nach Indien von Portugal über Afrika verlor Arabien auch seine Funktion als Durchgangsland für den Handel zwischen Indien und dem Mittelmeerraum.

Arabien bei Karl May

Werk

Arabien
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Durch die Wüste
Am Jenseits
Reisetagebücher

Im Kapitel "Abu Seïf" von Durch die Wüste aus dem "Orientzyklus" reisen Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar von Ägypten über das Rote Meer nach Arabien. Nachdem sie Abu Seïf entkommen sind und ihn bei Mekka unschädlich machen können, ziehen sie mit den Ateïbeh quer durch die Wüste Arabiens.

Im Band Am Jenseits reitet Kara Ben Nemsi mit Hadschi Halef Omar, dessen Gattin Hanneh, dem Sohn Kara Ben Halef und einer Schar Haddedihn von deren Weidegründen nach Mekka. In Arabien erleben sie Abenteuer mit El Ghani und dem Münedschi, ehe sie weiterziehen können. Das Werk blieb von Karl May unvollendet.

Fortsetzung von Franz Kandolf
Franz Kandolf, Mitarbeiter des Karl-May-Verlages, schrieb den Schluss des Werkes Am Jenseits unter dem Titel In Mekka. Hier werden im alten Stil der Reiseerzählungen die Abenteuer fortgesetzt und zu einem befriedigenden Ende gebracht.

Leben

Bei seiner großen Orientreise 1899 bis 1900 fuhr Karl May mit dem Schiff durch das Rote Meer nach Aden, wo er nicht ganz fünf Tage blieb, um dann nach Ceylon weiterzureisen. Ob er auf der Rückfahrt wieder in Arabien an Land ging, steht nicht in den Reisetagebüchern.

Weblinks

  • Der vollständige Eintrag in der großen Wikipedia.