Syrien

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Syrien
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Von Bagdad nach Stambul
Der Schut
Bei den Aussätzigen
Reisetagebücher

Die Arabische Republik Syrien (arabisch: al-Dschumhūriyya al-ʿarabiyya as-sūriyya) ist ein Staat in Vorderasien und Teil des Maschrek[1]. Syrien grenzt im Süden an Israel und Jordanien, im Westen an den Libanon und das Mittelmeer, im Norden an die Türkei und im Osten an den Irak.

Der Name Syrien kommt aus dem Griechischen, das den alten Namen Assur übernommen hat. Die traditionelle arabische Bezeichnung des Gebietes war bis in die Neuzeit "bilad (= Land) asch-scham".

Geographische Lage

Syrien liegt an der Ostküste des Mittelmeeres. Entlang der Küste erstreckt sich eine schmale Ebene, parallel zu ihr verläuft - in etwa 20 km Abstand zur Küste - das Alawitengebirge. Eine von Norden nach Süden verlaufende Gebirgskette trennt das Orontes-Tal von der syrischen Hochebene. Diese wird weiter südlich vom Antilibanon-Gebirge mit dem 2.814 Meter hohen schneebedeckten Gipfel des Hermon (arabisch: Dschabal asch-Schaich) gegen Westen abgeschirmt. Hier entspringen kleinere Flüsse, die das ganze Jahr über Wasser führen und Oasenbildung ermöglichen; darunter der Barada, der die Damaskus umgebende Oase Ghuta bewässert.

Auf der Hochebene im Osten und Südosten Syriens dehnt sich die Syrische Wüste, die allmählich gegen die Euphratsenke abfällt. Im Nordosten Syriens durchschneidet der Euphrat die Nordausläufer der Wüste Schamiya; an sie schließt sich eine fruchtbare Ebene, die Dschazira, an. Im Südosten erhebt sich das vulkanische Massiv des Hauran und die westlich gelegene Hauran-Ebene. Die bedeutendsten Flüsse Syriens sind der Euphrat (676 Kilometer) und der Orontes (325 Kilometer).

Geschichte

Am 10. Oktober 1840 übernahmen die Osmanen nach Muhammad Ali Pascha wieder die Herrschaft über Syrien. Grund dafür war eine Intervention der europäischen Mächte, denen Muhammad Ali zu mächtig geworden war. 1860 kam es zu blutigen Unruhen zwischen Christen und Drusen bzw. auch Sunniten in Syrien und dem Libanon, die in einem Christenmassaker in Damaskus gipfelten. Auf Druck Frankreichs wurde der Libanon nun auch organisatorisch von Syrien getrennt und direkt dem Sultan in Istanbul unterstellt. Das Land wurde unter anderem an das osmanische Eisenbahnnetz angeschlossen und die Hedjas-Bahn von Damaskus nach Medina gebaut (19001909). Während des Ersten Weltkrieges (19141918) standen die Araber auf der Seite der Entente und vertrieben unter Führung der Haschemiten und Thomas Edward Lawrence "von Arabien" 1918 die Osmanen aus Damaskus. 1920 errichtete Faisal I. ein unabhängiges arabisches Königreich Syrien unter Einschluss von Libanon, Palästina und Jordanien. Nach wenigen Monaten wurde er von Frankreich gestürzt, dessen Truppen besetzten das Land und der Völkerbund stellte Syrien und Libanon gemäß der Konferenz von San Remo unter französisches Mandat.

Die Syrische Arabische Republik wurde am 17. April 1946 ausgerufen.

bei Karl May

im Leben

Während seiner großen Orientreise besuchte Karl May selbst auch Syrien und Damaskus. Er kommt am 5. Juni 1900 zusammen mit Ehefrau Emma und dem befreundeten Ehepaar Plöhn dort an und reist am 12. Juni 1900 weiter nach Beirut (Libanon).

im Werk

In der syrischen Hauptstadt Damaskus wohnt der Kaufmann Jacub Afarah, ein Onkel Isla Ben Mafleis, bei dem Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar in "Von Bagdad nach Stambul" zu Gast sind.

In "Bei den Aussätzigen" bereitet Kara Ben Nemsi mit Hilfe von Jacub Afarah den Aussätzigen, die vor den Toren Damaskus' leben, ein christliches Weihnachtsfest.

In "Im Reiche des silbernen Löwen I" lernt Kara Ben Nemsi in Bagdad den Polen Dozorca kennen, der vor Jahren als Christ zusammen mit seinem Freund und Diener Kepek aus Damaskus fliehen musste und die Seinen verloren glaubt. In "Im Reiche des silbernen Löwen IV" gelingt es dem Deutschen, Dozorca und seine Familie wieder zu vereinen.

Anmerkungen

  1. Eintrag in der Wikipedia

Weblinks