Frankfurt am Main

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Frankfurt am Main ist heute mit über 664.000 Einwohnern die größte Stadt Hessens und nach Berlin, Hamburg, München und Köln die fünftgrößte Deutschlands.
Stadtwappen

Geschichte

Urkundlich zuerst 793 genannt, wurde Frankfurt 843 Hauptstadt des Ostfränkischen Reichs, nach Beseitigung der kaiserlichen Vögte 1220 unmittelbare Reichstadt, 1356 Stadt der deutschen Königswahl, 1372 mit dem kaiserlichen Schultheißenamt beliehen, seit 1562 Krönungsstadt der deutschen Kaiser.

Nachdem Napoleon I. die reichsstädtische Verfassung 1806 aufgehoben hatte, bildete er 1810 aus Frankfurt mit Hanau, Fulda, Wetzlar und Aschaffenburg für den Fürst-Primas des Rheinbundes, Karl von Dalberg, ein Großherzogtum Frankfurt (5.230 km², mit 302.000 Einwohnern).

1815 zur Freien Stadt erklärt, war Frankfurt seit 1816 Sitz des Deutschen Bundes, 1848/49 der Deutschen Nationalversammlung, infolge seiner antipreußischen Haltung am 16. Juli 1866 von Preußen besetzt und am 18. Oktober 1866 Preußen einverleibt.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich wurde der Deutsch-Französische Krieg beendigt.

19. Jahrhundert

Frankfurt war ein Stadtkreis im preußischen Regierungsbezirk Wiesbaden und bis 1866 eine der vier freien Städte des Deutschen Bundes, rechts am Main. Im Jahre 1900 hatte Frankfurt 288.989 Einwohner.

Die Stadt verfügte über Garnison, Oberlandes-, Land-, Amtsgericht, Oberpost-, königliche Eisenbahndirektion, Reichsbankhauptstelle, Handelskammer, Kommando des 18. Armeekorps, Akademie für Sozialwissenschaften, drei Gymnasien, ein Mädchengymnasium, zwei Realgymnasien, eine Oberreal-, fünf Real-, sieben höhere Mädchenschulen, ein Lehrerinnenseminar, eine höhere Handelslehranstalt und zwei Konservatorien für Musik.

Der Römer in Frankfurt

Sehenswürdigkeiten sind der Römer (Rathaus) mit dem Kaisersaal, bis 1866 Sitz des Frankfurter Senats, der 852 gestiftete katholische Dom, in dem seit 1562 die deutschen Kaiser gekrönt wurden, die evangelische Paulskirche, 1848/49 Sitz der Nationalversammlung, der Thurn-und-Taxis'sche Palast in der Eschenheimer Gasse, 1816-66 Sitz des Bundestags, Opernhaus, Börse, Stadtbibliothek, Goethes Geburtshaus (Sitz des Freien Deutschen Hochstifts) mit Goethemuseum, Hauptbahnhof, das Städelsche Kunstinstitut in Sachsenhausen, Deutsch-Ordenshaus, Senckenbergsches Stift (naturhistorische Sammlungen), Bethmannscher Antikensaal (Ariadne von Dannecker), Eschenheimer Turm (1428), Mainbrücke (1342).

Zu Frankfurt gehören der Handel, besonders Bankgeschäfte, und die Industrie (Frankfurter Schwarz, Wachstuch, Gold-, Silberdraht), zwei Messen und der Schiffsverkehr auf dem kanalisierten Main (1886).

Karl May in Frankfurt am Main

Ende des Jahres 1890 unternehmen Emma und Karl May eine Reise und sind u. a. in Regensburg, Kirchheim unter Teck, Stuttgart, Nürnberg, Heidelberg, Darmstadt, Mainz, Koblenz, Köln, Rüdesheim, Wiesbaden, Frankfurt am Main und Fulda.

Karl Mays Orientreise begann am 26. März 1899 mit einer Bahnfahrt nach Frankfurt am Main in Begleitung von Emma und Klara Plöhn. Der Zug fuhr in Dresden früh um 8.50 Uhr ab und traf abends 8.20 Uhr in Frankfurt ein. Quartier wird im Hotel Continental genommen. Zwei Tage später besuchen die drei den Palmengarten, und am 29. März geht um 9.45 Uhr die Bahnfahrt weiter nach Freiburg zu Friedrich Ernst Fehsenfeld.

Am 26. Oktober 1904 ist Frankfurt Zwischenstation auf der Reise Karl und Klara Mays von Nürnberg nach Bad Nauheim.

Weblinks