Adele Einsle

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Willy, Julius und Adele Einsle

Adelheid Maria Theresie Einsle geborene Hauck (* 1864; † 1936) war die Ehefrau des Oberamtsrichters Julius Einsle (* 1860; † 1924) und die Mutter von Willy Einsle. Die Familie wohnte in München, Pilotystraße 4II.

Adele Einsle und Karl May

Briefwechsel (1): Erste Kontakte

Der erste bekannte Kontakt zwischen Adele Einsle und Karl May ist ein Brief Mays vom 11. April 1902, der vermutlich ein Antwortschreiben auf einen (nicht erhaltenen) Brief von ihr ist. In Karl Mays Brief heißt es:

Was ich bisher geschrieben habe, war nur Einleitung. Mein eigentliches Werk hat erst noch zu beginnen. Die Zeit ist kostbar. Darum habe ich mich zurückgezogen, bin Einsiedel geworden und empfange keine Besuche mehr.[1]
Klara Plöhns Antwortschreiben vom 15. Juli 1902 war eine Postkarte mit diesem Motiv.

Daraufhin schrieb Adele Einsle einen wiederum nicht erhaltenen Brief an May, in dem sie einen Besuch in Radebeul ankündigte. Karl Mays Sekretärin Klara Plöhn beantwortete diesen Brief am 15. Juli und unterschrieb mit dem Namen der Schriftstellersgattin Emma May:

Soeben erst öffne ich ihren lieben Brief und danke ich Ihnen für Ihre freundliche Gesinnung. Mein Mann ist Gott sei Dank gesund, er arbeitet am Schluß zum "Im Reiche des silb[ernen] Löwen". Donnerstag geht es für einige Zeit auf die Reise, Ihr lieber Besuch deshalb jetzt unmöglich. Vielleicht kommen wir aber (in 6 Wochen) nach München. Wir wohnen in Leinfelder, mein Mann liebt aber nicht erkannt zu werden und schreibt sich unter seinen beiden Vornamen ein ("Dr. Karl Friedrich") Ihr Sohn mag darauf achten und ihm event[uell] einen Besuch machen.[2]

Besuch in München

Während des erwähnten Aufenthalts in München besuchte Karl May am 27. August zusammen mit Klara Plöhn – die er als seine Schwester ausgab – die Familie Einsle in ihrer Wohnung. Mays Ehe war ihrem Ende nahe, weshalb Emma May, die die Reise mit unternommen hatte, an dem Besuch nicht teilnahm.[3]

Briefwechsel (2): Et in terra pax

Am 3. Dezember schrieb Adele Einsle einen Brief an Karl May. darin bat sie um Auskunft, wo man Mays Werke Et in terra pax und Ernste Klänge erwerben könne. Weiterhin heißt es:

Weil ich nun doch im Briefschreiben bin, darf ich wohl anfügen wie oft wir von Ihrem und Frau Plöhn's gütigem Besuche sprechen und wie sehr mein Mann bedauert nicht dabei gewesen zu sein. Wir hoffen wirklich daß es nicht das erste und letztemal zugleich war und sollten Sie es ein andermal schon anders finden. [...] Sollte uns Großen aber wirklich einmal etwas nicht sofort klar sein, Sie glauben nicht welchen Interpreten Sie, trotz seiner Jugend, an Willi haben, – der ist überhaupt Ihr Geschöpf und macht Ihnen keine Schande. Er möchte schon lange von der Erlaubniß Ihnen schreiben zu dürfen Gebrauch machen, aber Hausaufgaben, Extemporalen und Skriptionen regnets eben, so muß er noch ein wenig warten.[4]

Diesen Brief beantwortete May am 21. Dezember:

Wir sind Ihnen noch so unendlich dankbar für Ihre liebe Gastfreundlichkeit. Gott segne Sie und Alle, die bei Ihnen sind! Frau Plöhn läßt herzlichst grüßen!
"Et in terra pax" ist jetzt zu theuer – – 25 Mark. Weihnacht 1903 nur 4 Mark. Aber soeben erscheinen die ersten Hefte von Band IV "Im Reiche des silbernen Löwen". Wenn Sie diese Heftchen kaufen wollten! à 30 Pfennige.
Dieser Band ist hochinteressant, weil er meine einzige Antwort an meine Feinde enthält! Weiter existiren sie nicht für mich!
[...]
Daß man meine Werke aus verschiedenen Schulbibliotheken gestrichen hat, ist keine Blamage für mich, sondern für Die, welche dies gethan haben. Grad hierüber bekomme ich hunderte von Briefen aus Bayern. Jeder verständige Mann weiß, daß die sogenannte "Mayhetze" nicht gegen mich, sondern gegen den "reinen Christusglauben" gerichtet ist, den ich lehre. Wer sich an ihr betheiligt, richtet nicht mich, sondern sich selbst!
Uebrigens ist das nur ein vorübergehender Sport geistig und geistlich unmündiger "Tramps", die sich ganz so im Schmutze verlaufen werden, wie sie aus dem Schmutze aufgetaucht sind und sich in ihm wälzen. Sie sind mir der beste Beweis, daß ich mich auf dem richtigen Wege befinde. Weiter aber gehen sie mich nichts an! "Dies irae, dies illa"[5]![6]

Der nächste bekannte Brief Adele Einsles – dem vermutlich ein Blumenstrauß beigegeben war – an Karl May datiert auf den 29. Dezember 1902:

Was Willy Ihnen alles geschrieben und anvertraut hat weiß ich nicht, jedenfalls aber hat er seiner himmelhochjauchzenden Freude wie seinem Danke Ausdruck gegeben, und dabei möchten auch mein Mann und ich nicht fehlen. Wir waren schon auf ein etwas trübseliges Weihnachten gefaßt, es ist bitter wenn man ganz und gar nicht sparen will, und doch die liebsten Wünsche seines Kindes nicht erfüllen kann, das aber schien uns so zu werden. Die sehr bestimmte Nachricht der Augsburger Abendzeitung, Carl May habe seinen Landsitz bei Dresden verkauft und sei mit Familie dauernd nach Amerika übergesiedelt, gewann [?] an Wahrscheinlichkeit. Wir fürchteten es sei Ihnen am Ende der boshaften Gehässigkeit und Undankbarkeit herüben zu viel geworden. Ich versuchte durch Fehsenfeld etwa Auskunft zu erhalten und sicherte uns damit wirklich "Ave Maria" und "Et in terra pax". Kürschner's wirklich schönes Werk "China" war gekauft ehe Ihr lieber Brief ankam. Ahnen Sie wie glücklich ich war als ich Schrift und Poststempel sah? – Und welcher Jubel brach erst am Abend aus! Es war Weihnachten geworden bei uns – durch Sie Herr Doktor, durch und mit Carl May! Da Willy's Reichtümer entschieden uns mitgehören, so lassen wir ihm ungeschmälert das Vergnügen des Besitztitel's Ihrer Bücher und Ihres Bildes, das wir ja trotzdem mit derselben Freude stehen sehen wie er. Aber – Ihre gütigen Zeilen waren an mich, und ich bin so stolz darauf als ich mich dieser Ehre unwert fühle. Ich finde auch kein Wort das meiner unbegrenzten Dankbarkeit und Verehrung entspräche. So bleibt nichts als der fromme Wunsch: Vergelt es Gott![7]

Briefwechsel (3): Blumen

Klara Plöhn antwortete am 10. Januar 1903 auf dieses Schreiben:

Sie haben dem guten Doctor eine sehr große Freude bereitet mit Ihrem sinnigen Blumengruß. [...]
Das neue Jahr hat eine Sturmflut von Arbeiten über unseren lieben Doctor geschüttet, daß er nicht einmal dazu kommt, den ihm liebsten Menschen schreiben zu können. Sie und sein junger Freund [Willy Einsle] sollten mit die Ersten sein denen er antwortet. Nun kommt morgen noch eine Reise dazwischen die der Doctor antritt, da wird es wieder mit dem Dank für Sie nichts, deshalb erlaube ich mir Ihnen einstweilen herzlichen Dank zu sagen.
Sie sind jetzt in den Kreis seiner ihm am nächsten stehenden Freunde getreten und werden nie mehr von ihm vergessen sein, wenn der gute, überlastete Mann, Ihnen auch nicht gleich jeden Ihrer lieben Briefe beantworten kann.[8]

Karl May selbst schrieb dann am 20. Januar an die Hochgeehrte Frau Oberamtsrichter:

Haben Sie vielleicht geahnt, was Blumen für mich sind? Ahnen können Sie es, denn in Ihnen lebt eine liebe, liebe Himmelsblumen-Seele, die auf den köstlichen Gedanken kam, mir duftende Erdenschwestern zuzusenden. Und Blumendüfte sind für die Seele mehr, viel mehr, als Mancher glaubt.
Ich mag nie ohne Blumen sein, selbst auch im strengsten Winter. Ich fühle, daß mein Herz mit ihnen duftet. [...]
Ich sage Ihnen das, damit sie erfahren, daß Sie das allein Richtige trafen, als Sie das Gleiche, mich zu erfreuen, wählten. Die Ihrigen haben vor mir auf Fenster und Schreibtisch gestanden und mir gesagt, daß ich mich nicht in Ihnen täuschte, als ich Sie für eine Dame hielt, die ich bitten möchte, sie liebbehalten zu dürfen!
Das Leben ist niemals zart mit mir umgegangen. Die Gegenwart noch viel weniger. Ich habe keinen andern Sonnenschein gehabt, als nur den, der mir vom Himmel in mir kam. An diesem aber bin ich reich, unendlich reich! In diesem duftet eine Blüthenwelt, gegen welche alle Schätze der Erde für mich wie nicht vorhanden sind. Könnte ich Ihnen doch von diesem Sonnenschein und von diesen Blüthen senden; wie gern würde ich es thun! Vielleicht wird dies geschehen, indem Sie meine nächsten Bände lesen und dabei fühlen, daß ich, indem ich schrieb, an warmen, sonnenhellen Stellen an Sie dachte.[9]

Am 6. Februar schrieb Adele Einsle an Klara Plöhn:

So glücklich ich über Herrn Doktors Güte bin, so bedrückt es mich unsagbar zu denken, der arme Vielgeplagte opfert auch für uns noch von seiner kostbaren Zeit, vielleicht gar ein Stückchen von der, die ihm zur Ruhe und Erholung dienen sollte. – Sie dürfen überzeugt sein, liebe gnädige Frau, daß wir trotz aller Verehrung für Herrn Doktor oder wahrscheinlich gerade deßhalb ihm damit nicht unbequem werden möchten, und es schon als eine Gunst betrachten wenn wir Herrn Doktor hie und da grüßen dürfen, sicherlich aber nicht verlangen oder erwarten daß jedes unserer Schreiben Erwiederung fände. [...]
[...] Wenn Sie und Herr Doktor eine kleine Freude an den Blumen hatten, so haben sie ihren Zweck erfüllt; leider daß die armen Wintertreibhauspflanzen nicht so duften wie ihre Schwestern zur Sommerszeit.
Heute bekamen wir die ersten zwei Lieferungen vom IV. Band des "Silbernen Löwen". [...]
Ich werde nun aber schleunigst das Studium des vierten Löwenbandes beginnen, auch nochmal den Dritten nach den Anweisen von Herrn Doktor durchgehen; [...] Ob ich dann etwas, oder was ich etwa von den Dingen die zwischen Himmel und Erde schweben herausklugieren kann, werde ich dann mir erlauben Herrn Doktor zu berichten – darf ich? [...] – Aber meine ganze Weltanschauung ist überhaupt eine andere geworden seit ich May lese – doch darüber vielleicht ein andermal.[10]

Briefwechsel (4): Geist und Seele

An Karl May schrieb Adele Einsle am 28. Mai, dass sie seine Ansichten bezüglich der "Seelenliebe" teile:

Was Sie da und dort in Ihren Büchern wiederholen von "Seelenliebe" habe ich gewiß nicht nur begriffen, sondern von je Ähnliches behauptet, freilich blos mit dem Effekt daß man mich für nicht normal hält. Herr Doktor schrieben daß das Leben Sie nie sanft angefaßt habe. Das verstehe ich vielleicht noch besser als Sie glauben; denn wenn mir pekuniäre Not auch nie nahe trat, war meine Jugend trotzdem so sonnenlos wie die des Ärmsten. Mir fehlte die Liebe die meistens doch auch dem ärmsten Kinde zu teil wird. [...] – Und jetzt – fragen Sie vielleicht? Jetzt bemühe ich mich vor allem meinem Kinde im reichsten Maß das zu geben was ich so schwer entbehrte, ohne dabei seine Fehler zu übersehen und ich glaube auch sonst, dank Ihrer Schriften, die rechte Liebe gefunden zu haben, die nämlich welche nicht verlangt und nicht rechnet und keinen Menschen ausnimmt, sondern gibt so weit es ihr irgend möglich ist. – Hat die Schülerin richtig gelesen? Die Ausübung ist freilich nicht immer leicht.
Frau Plöhn, die ich herzlichst zu grüßen bitte, war wohl so gütig Herrn Doktor unseren Dank für die letzten lieben Briefe zu übermitteln, sonst wüßte ich wirklich nicht wie entschuldigen daß ich nicht [...] selbst schon dankte. Zuerst wollte ich Sie nicht so schnell wieder stören, dann war ich abgehalten durch Muskel und Nervenschmerzen und jetzt noch komme ich vor lauter ärztlicher Be- und Mißhandlung, Massage, Salzbäder, Turnen und dergleichen kaum zu Atem. Trotzdem möchten wir Ihnen wenigstens einen Pfingstgruß senden und sagen daß wir vom IV. Band des Silbernen Löwenreiches bis heute leider noch nicht mehr als zwei Heftchen bekommen konnten.[11]

Mehr als zwei Teile der Lieferungsausgabe von Im Reiche des silbernen Löwen IV waren bis dahin nicht erschienen. Im Nachlass Willy Einsles hat sich ein Karton erhalten, der von May selbst an Frau Oberamtsrichter Einsle adressiert sowie als Drucksache deklariert und frankiert ist. Dieser wurde laut Poststempel am 31. Mai in Radebeul aufgegeben.[12] Sein Inhalt ist unbekannt.

Eine Bildkarte mit diesem Motiv sandten Mays Silvester 1904 an Adele Einsle. Auch die Karten vom 24. Dezember 1905 und vom 1. Januar 1906 zeigen dieses Bild.

Vermutlich zum Weihnachtsfest grüßte Frau Einsle Karl und Klara May – von deren Heirat sie nichts wusste – brieflich, woraufhin diese am 29. Dezember 1903 eine auch von May unterzeichnete Grußkarte an sie sandte.[13] Ähnliche Grüße folgen zum Osterfest 1904 (Klara May an Adele Einsle, 12. Mai) und zum Neujahr 1905 (Ehepaar May an Adele Einsle, 31. Dezember 1904).[14]

Diese Ansichtskarte schickte Klara May am 7. März 1905 an Adele Einsle.

Am 7. März 1905 sandte Klara May eine weitere Bildpostkarte an Adele Einsle und legte dieser ein Prospekt mit einigen Zeichnungen von Prof. Schneider bei.[15]

In ihrem Brief vom 17. April erkundigte sich Adele Einsle bei Klara May:

Weil's Osterzeit – Beichtzeit ist, darf ich mein Gewissen erleichtern und lieben gnädigen Frau eingestehen in welch furchtbarem Verdacht wir Sie haben? Ist May's Schwester, Frau Plöhn, nicht doch eigentlich seine Frau? – Warum könnte die "Schwesterseele" die ihn treulich bis in's gelobte Land der Dschamikun begleitete nicht im Körper der Frau wohnen die die "lieblichste Stütze seiner Lebenstage" die "unvergleichliche Blume seines Frauenzeltes" ist? – Sollten unsere Gedanken Irrwege wandeln, so lachen Sie uns tüchtig aus. Herrn Dittrich zeihe ich aber dann sträflichster Nachlässigkeit daß er Frau Plöhn vergißt, gerade wie "Weihnacht" und "Am Jenseits" – Ehre wem Ehre gebührt! Trotzdem haben wir uns Dittrichs Schrift zum zweitenmal, zu fleißigem Ausleihen bestellt – leider kam heute der Bescheid sie sei vergriffen. Es wird doch wohl eine neue Auflage erscheinen? Ein Urteil über Professor Schneider abzugeben der auch hier rühmlichst bekannt ist scheint fast arrogant. Uns gefällt sehr daß diese Titelbilder so architektonisch gehalten sind und schon auf den symbolischen Inhalt der Schriften hinweisen.[16]

Auf diese doch etwas heikle Frage nach der Beziehung zwischen Karl und Klara antwortete der Schriftsteller am 19. April selbst:

Ja, Sie vermuthen ganz richtig. Das kam folgendermaßen.
Herr Plöhn war mein langjähriger, treuer Freund, der mich während meiner Reisen daheim vertrat. Seine Frau die besondere Freundin der meinigen. Die beiden Familien bildeten eine einzige, obgleich jede ihr eigenes Haus besaß. Was die eine brauchte, hatte die andere. Ein geradezu idiales [sic] Verhältniß. Wir nannten uns mit Plöhns "Bruder" und "Schwester". Wir waren das zwar nicht körperlich, aber geistig und seelisch unbedingt. [...]
Plöhns brachten mich mit zu Schiffe, wenn ich verreiste; sie kamen sogar mit meiner Frau nach dem Orient, durch den ich sie führte. Herr Plöhn suchte dort Heilung von einem gefährlichen Leiden; er fand sie nicht und starb kurz nach unserer Heimkehr. Die Beiden hatten sich so lieb, daß Frau Plöhn unbedingt vor Gram ihm nachgegangen wäre, wenn sie nicht in unserm geschwisterlichen Verhältnisse festen Halt gefunden hätte. Dadurch, daß wir sie veranlaßten, uns auf allen unsern Reisen zu begleiten, fand sie sich wieder in das Leben zurück.
Da traf mich derselbe Verlust: Ich verlor meine Frau.[17] Wir reisten nach dem Süden, um sie zu retten, doch vergeblich. Das war damals, als wir bei Ihnen waren, als Bruder und Schwester. Meine Frau mitzubringen, war unmöglich. Es war fürchterlich. Während wir bei Ihnen scheinbar heiter scherzten, war ich innerlich fast todt und auch äußerlich ein leidesmüder, beinahe zusammenbrechender Mann.
Dann kam die Pflicht. Mir ist ein unendlich schwer zu erreichendes Ziel gesteckt, und ich habe alles, alles zu thun, um es zu erreichen. Niemand außer mir hat dieses Ziel gekannt, als nur Frau Plöhn; die Andern waren zu schwach, es zu begreifen. Sie arbeitete und studirte mit mir; sie sorgte und kämpfte mit mir. Sie half mir, alles tragen, was meine Gegner mir auf die Schultern warfen. Unser Verhältniß wuchs sich innerlich fast wie zu einem Wunder aus, während wir äußerlich das Leben in getrennter Einsamkeit verbrachten. Ich war der forschende Geist und sie die berathende Seele. So gelang es mir, zu finden, was ich suchte, nämlich eben den Geist und die Seele, über die ich in meinen Werken einleitenden Anschauungsunterricht ertheile, um sie später in sichtbarer Gestalt vor die Augen der Menschen zu stellen.
[...]
Wir wollten Ihnen dies mündlich mittheilen, denn es stand ja fest, daß wir bei unserer nächsten Anwesenheit in München einmal auf fünf Minuten bei Ihnen anklopfen würden. Aber da Ihr seelisches Auge so scharf gewesen ist, es entdeckt zu haben, so beeile ich mich, Ihnen Frau Plöhn hiermit und schleunigst als meine Gattin vorzustellen und bitte Sie herzlichst, uns beiden alten Kindern ja nicht bös darüber zu sein. Alle übrigen Bekenntnisse und Geständnisse werde ich, ihrer Heimlichkeit wegen, in meinen nächsten Bänden drucken lassen.[18]

Am 26. Mai antwortete Frau Einsle auf dieses Schreiben mit einem Brief an Klara May:

Liebe, verehrte Frau Doktor!
Wie froh ich bin Sie so nennen zu dürfen! Warum – das könnte ich nicht sagen. Vielleicht weil ich schon seit Sie und Herr Doktor bei uns waren das Gefühl hatte Sie müßten zusammengehören, nicht nur als Bruder und Schwester, nicht im körperlichen Sinn – Herr Doktor hat ja wie immer das einzig richtige Wort gesprochen, wie eben Geist und Seele eins sein müssen. Da diese Zusammengehörigkeit aber doch ganz unabhängig von den Segenswünschen des Priesters oder des Standesbeamten ist, deren Kitt allein nach meiner Ansicht weder hält, noch glückselig, noch reputierlich macht, haftet dieser meiner Vorahnung gewiß auch nichts an was verletzen könnte. – "Bis daß der Tod Euch scheide" – so heißt wohl der Spruch und muß also nur den Ehen gelten die aus materiellen, aus körperlichen Gründen geschlossen sind. Es gibt nach May doch keinen Tod der Seelen scheiden kann. Und wir glauben an May; – das heißt an alles glauben, was gut, edel und erhaben ist wie – sein Geist und "seine Seele". – Irremachen gibt es nicht.
Aber unglücklich bin ich darüber daß ich so tappig war Sie an trübe Stunden zu erinnern, ich hatte mir die Lösung ja viel einfacher gedacht. Daß Herr Doktor trotzdem so lieb geschrieben, wofür ich Sie vielmals zu danken bitte, zeigt daß ich nicht erst mich entschuldigen muß. Aber um ein anderes bitte ich von ganzem Herzen. Sie kommen in absehbarer Zeit wieder hieher – tun Sie es nicht ohne daß wir Sie sehen dürfen.[19]

Briefwechsel (5): Blumen

Im Juli 1905 weile Adele Einsle in Bad Reichenhall, wohin Klara May eine Bildpostkarte sandte:

Von ganzem Herzen wünschen wir Ihnen guten Erfolg in R[eichenhall] – Wir kommen in diesem Jahre nicht nach München. Ich theile es Ihnen nur mit, damit Sie nicht auf uns warten.[20]
Klara Mays Postkarte vom 17. November 1905 zeigt dieses Motiv.

Im Herbst des gleichen Jahres sandte Frau Einsle Rosen an Karl und Klara May, wofür letztere sich am 17. November auf einer auch von May unterschriebenen Postkarte bedankte. Am gleichen Tag schrieb Karl May einen diesbezüglichen Brief an Adele Einsle:

Das "Herzle" ist so beschäftigt, daß es Ihnen nur durch Karte antworten konnte. Und was da steht, das ist so nüchtern gerathen, so ganz und gar nicht, wie ich es für meine Frau Oberamtsrichter wünsche, und darum "greife ich" zu der bekannten, sprüchwörtlichen Feder, um Ihnen selbst zu danken und selbst zu sagen, daß die Rosen zwar noch lebend, aber doch ganz kurz vor ihrem Tode angekommen sind. Es blieb uns nur noch Zeit, sie sterben zu sehen und zu begraben. Und das, das thut mir wehe, denn die "Blumenseele" ist für mich eine ausgemachte, nicht anzuzweifelnde Sache.
Zu einer so verständigen Freundin, wie Sie mir sind, darf ich doch aufrichtig sein, nicht wahr?
Wenn Sie einen Damenkaffee von 12 Personen bei sich haben, so müssen Sie sich allen widmen und können keine recht genießen. Ist aber eine dabei, die Sie lieb haben, die lassen Sie sich mal einzeln kommen, und da, da können Sie der Stimme Ihres Herzens folgen und haben Freude dran. Grad so mit mir und mit den Blumen.
Meine Leser wissen, wie gern ich Blumen habe, und darum bekomme ich sehr oft welche geschickt. Aber meist ist die Sorte falsch gewählt, oder die Verpackung reichte nicht aus, oder die Rosen sind gar bereits zum zweiten Male verpackt. In allen diesen, meisten Fällen verwandelt sich die Freude, die man mir machen will, ins Gegentheil – – in ein Begräbniß. Das Schlimmste dabei ist, daß ich das verschweigen muß, um ja nicht zu kränken oder gar zu beleidigen. Die Folge davon ist bei nächster Gelegenheit eine neue Sendung, die genau so ankommt wie die vorige. Diese Herrschaften berücksichtigen nicht, daß auch die Blumen beseelt sind und daß es ihnen bei Massentransport, wenn man sie nicht zu behandeln versteht, genau so ergeht wie uns Menschen: Je mehr man sie beim Transport zusammenpreßt, desto mehr haben sie zu leiden.
Hierzu kommt, daß ich in Allem individualisire, besonders die Seele. Die Seele einer Rose ist etwas geradezu Herrliches. Bitte, suchen Sie nach ihr! Aber, in einer Kaffeegevatterschaft bleibt sie unentdeckt. Die steckt man in eine Vase und behandelt sie in Kompagnie, also überhaupt. Aber denken Sie sich eine einzelne, etwa so in Form, Farbe und Duft wie Marschall Niel, apart, hell, ungequält und unberührt, gesund, von ächtem Adel. Das ist für mich eine Blumenfürstin, der ich mich tagelang hingebend widme. So eine Fürstin fährt natürlich nur erster Klasse, ein Coupee für sich allein, wo nicht dran steht "40 Mann oder 6 Pferde". Man hilft ihr ein- und aussteigen. Man breitet ihr Decken, Tücher und Shawls unter. Kurz, man behandelt sie mit ganz derselben Auszeichnung, als ob sie, die zu mir reisende Rose, niemand Anders wäre, als meine liebe Frau Oberamtsrichter Einsle in eigener Person! Und kommt sie bei mir an, so gebe ich ihr meine Lieblingsrose und stelle sie nicht zu den Dutzendblumen, sondern auf meinen Arbeitstisch, grad vor mich hin und freue mich so still, so still, aber doch von ganzem Herzen, wenn dann der Kelch sich unter meinen Augen leise öffnet und hierauf das duftende, heilige Zwiegespräch beginnt zwischen meiner Seele und der wie eine Gottesoffenbarung hervortretenden Seele dieser hochgeborenen unter Allen, die da beten, ohne Worte zu machen.[21]

Am 22. Dezember 1905 schickte Adele Einsle eine Weihnachtskarte an das Ehepaar May,[22] worauf Karl May am 24. Dezember antwortete:

Draußen klares Wetter, nirgends Schnee; bei mir aber schneit es Weihnachtsbriefe. Die guten, guten Menschen!
Ich nehme eine Zwischenminute wahr, um Ihnen zu danken.
Auch ich habe Verwandte. Diese Gattung ist überall dieselbe – – Gewicht für Jeden, der sich befreien und erheben will. Früher klagte ich über sie, jetzt nicht mehr. Warum? [...]
Meine Seele entwickelte sich erst nach meiner Geburt, mein Geist noch viel später. Und mein Körper wurde durch den Stoffwechsel ein so vollständig anderer, daß ich sowohl körperlich als auch geistig und seelisch schon längst nicht mehr zu denen gehöre, die noch heut so fälschlich behaupten, ich sei mit ihnen verwandt. Den Eltern war ich es, die aber sind todt. Den Kindern wäre ich es; ich habe aber keine; für die Uebrigen bin ich ein nachsichtiger, gütiger Bekannter, weiter nichts! – – –[23]

Am 1. Januar 1906 dankte Klara May Adele Einsle für eine Sendung mit Nelken und wünschte alles Gute zum neuen Jahr.[24] Karl May selbst dankte am 11. Januar ebenfalls dafür:

Sehen Sie, das war eine Freude, eine schöne, reine, große Freude, als die Nelken hier ankamen. Herzle, welches Blumen fast noch mehr liebt als ich, war ganz begeistert über dieses duftende Geschenk, und Jeder, der da kam, mußte es sehen. Wir waren besonders von den herrlichen blauen entzückt, und ich bitte, mir gelegentlich mitzutheilen, ob und wo man von dieser Sorte Samen oder Fechser bekommen kann. Wenn in einer dortigen Gärtnerei, so werde ich sofort eine Bestellung machen.
Vielleicht freut es Sie, zu hören, daß einige von diesen Ihren Nelken zu Professor Sascha Schneider gegangen sind, um Herz und Auge dieses großen, unübertrefflichen Künstlers zu erquicken. Er beherrscht das Gewaltige wie kein Anderer und hat doch auch für das Liebliche ein so tiefes, sinniges Empfinden, daß ihn eine solche Blume in kindlich rührendes Entzücken versetzen kann. Sie sehen, meine liebe, liebe Freundin, daß Ihre Güte weiter reicht, als Sie selbst gedacht haben.[25]

Der nächste Brief Adele Einsles an Karl May datiert auf den 9. Februar:

Zudem kam ich mit den blauen Nelken leider nicht zu dem gewünschten Resultat. Das einzige was ich trotz aller aufgebotenen Liebenswürdigkeit und List erfahren konnte ist, daß die Blumen in Frankfurt gezüchtet werden. Angeblich wurde auch dorthin – mit negativem Erfolg – um Samen oder Ableger geschrieben und dann hier auf eigne Hand Züchtungsversuche vorgenommen. Sie ergaben aber noch negativeres Resultat obwohl man eingestand daß man's sogar mit Farben probiert habe. So viel stehe fest daß die blauen Nelken aus einer weißen Sorte gezogen seien, daß wohl der Erde verschiedene Chemikalien zugesetzt würden, wahrscheinlich die Blume auch im Gewächshaus unter einem bestimmten Lichte stehe.
Ich wäre wirklich glücklich gewesen lieben Herrn und Frau Doktor einmal einen Wunsch erfüllen zu können und doch, nachdem ich den ärgsten Ärger über meinen Mißerfolg überwunden, bin ich so schlecht, im dunkelsten Herzenswinkel etwas wie Freude zu fühlen, daß ich zum 25. d[es] M[onats][26] wenigstens ein paar Blumen schicken kann die Sie nicht haben und die Ihnen Freude machen und für uns sprechen sollen. –

Außerdem äußerte sie darin ihre Gedanken bezüglich der Zukunft ihres Sohnes Willy.[27]

Karl May tröstete sie in seiner kurzen Antwort vom 11. Februar und merkte an, dass die Welt [...] doch nur das aus ihm machen [kann], was er aus sich machen läßt![28]

Briefwechsel (6): Geburtstags- und andere Grüße

Als Dank für (nicht überlieferte) Geburtstagsgrüße sandte Karl May am 25. Februar 1906 ein Exemplar des gedruckten Dankschreibens An meine lieben Gratulanten! an Adele Einsle, das er mit der Aufschrift versah:

Für Sie, meine liebe Freundin, noch extra herzlichen Gruß und Dank. Mehr ist mir selbst heut noch nicht möglich.[29]

Ein Jahr später, am 3. März 1907, dankte Klara May im Namen ihres Mannes der Familie Einsle für eine Sendung zu dessen 65. Geburtstag:

Herzlichsten Dank! Die lieben Blumen kamen frisch und duftig hier an. Der ganze Zauber ihrer Seele lag noch über sie ausgebreitet.

Karl May selbst ergänzte:

Leider nur kurz, weil Allzuviele warten.[30]

Von ihrer Kurreise aus, die das Ehepaar May nach Schlesien führte, sandte Klara May am 23. Mai 1907 eine Bildpostkarte aus Bad Salzbrunn an Adele Einsle.[31]

Am 1. Oktober 1907 dankte Klara May für Blumen, die sie von Frau Einsle zugesandt bekam.[32]

Briefwechsel (7): Kein Besuch in München

Bereits am 11. September 1907 reisten Karl und Klara May, die in Regensburg Zwischenstation gemacht hatten, weiter nach München und stiegen dort im Grand Hotel Leinefelder ab.[33] Es kam zu Begegnungen mit Carl Muth, Franz Joseph Völler, Georg M. Jochner, Adolf Emil Knecht und Otto Denk.[34]

Während dieses Aufenthalts in München, möglicherweise am 18. September,[35] schrieb Karl May auf eine seiner Visitenkarten folgenden Text an Willy Einsle:

Du hast keine Zeit für uns, haben wir auch keine Zeit für Dich. Wir wissen ja gar nicht, ob Du uns noch willst.
Onkel Klara.
Tante Karl.[36]

Vermutlich am Tag darauf fuhren Mays nach Radebeul zurück.[37]

Auch wenn bereits die Unterschriften auf einen Scherz hindeuten könnten, Familie Einsle war mit diesem Schreiben schwer getroffen. Willy Einsle schrieb am 5. Oktober einen Brief an Klara May, er sei sich keiner Schuld bewusst, und bat um Aufklärung.[38] Einen Tag später schrieb auch seine Mutter an Frau May und nahm ebenfalls Bezug auf die ominöse Visitenkarte:

Ja wenn ich nur wüßte wie man es fertig bringt, in dieser Villa ["Shatterhand"], für 1/4 Stündchen, nicht nur Frau sondern auch Herrn Dr. May zu Gesicht zu bekommen? – [...] Und da fahren Sie durch München, – ohne uns wenigstens an die Bahn zu bestellen, wenn Ihre Zeit wirklich nicht zu längerem Verweilen reichte! Das ist grausam, – marterpfahlig! Wenn Willy gesündigt hat, – bin nicht ich furchtbar mitgestraft? Ob ich mein Gewissen auch vor und rückwärts durchforsche – ich finde höchstens einige Briefe die Sie nicht erreichten, – aber ich wollte Sie eben nicht belästigen.[39]
Karl Mays Dankeskarte für Geburtstagsgrüße 1908.

Klara May beantwortete diese Anfragen Mitte Oktober 1907 in einem Brief an Willy:

Daß wir Dir zürnen, glaubst Du doch selbst nicht. Du schreibst solche Gedanken jedenfalls nur, um etwas zu schreiben, was uns zum Schreiben veranlassen soll? Du hast in Deinem jungen Leben Alles gethan, um Dir unsere Liebe zu erringen, und Du weißt, das Errungene hat Ewigkeitswerth.
Offen gestanden, wir hätten Dich und Deine gute Mama in München gern gesehen. Wir erwarteten Dich bestimmt. Wie man Dir bei Leinfelder sagen konnte, daß wir nicht da sind, verstehe ich nicht. Wir hatten viel Besuch; keinem begegnete Dein Mißgeschick.[40]
Die Bildkarte Karl und Klara Mays vom 1. Januar 1908.

Briefwechsel (8): Grüße und Glückwünsche

Das nächste bekannte Schreiben Klara Mays an Adele Einsle ist ein Neujahrsgruß vom 27. Dezember, in dem sie sich für Weihnachtsgrüße bedankte.[41] Diese Karte wurde von Willy am 31. Dezember 1907 im Namen der Familie Einsle mit einer Neujahrskarte beantwortet.[42] Mays antworteten bereits am 1. Januar 1908 mit einer weiteren Neujahrskarte darauf.[43]

Auch 1908 gratulierten Einsles – vermutlich wieder mit Blumen – Karl May zum Geburtstag, wofür dieser sich am 1. März mit einer Porträtpostkarte bedankte.[44] Klara May schrieb im Frühjahr (wohl im März oder April) 1908 einen nicht datierten Brief an Adele Einsle. Darin dankte sie für die Blumen und bedauerte, dass es in München nicht zu einem Treffen gekommen war. Außerdem lud sie die Familie Einsle nach Radebeul ein:

Nun aber zu Ihren Besuchsgedanken. Ja, liebste gnädige Frau, hierher kommen doch alle Jahre Hunderte von May-Lesern, warum sollen Sie da nicht auch einmal kommen? Heute und gleich hier, lade ich Sie und Willy – falls Ihr Herr Gemahl Sie begleitet, selbstverständlich auch ihn – ein, uns an einem schönen Sommersonntag Nachmittag 4 Uhr zu besuchen. Wir nehmen dann den Kaffee zusammen im Garten ein und bleiben zum einfachen Abendessen beisammen. Dann plaudern wir über alles, was uns tief im Herzen bewegt, und lassen uns von Karl May in sein schönes, warmes Sonnenland führen, wo wir den Hauch der Ewigkeit spüren und wo Himmelsblumen blühn und duften. Solch ein Ausflug in sein liebes Reich giebt neue Lebenskraft und neuen Lebensmuth.[45]
Eine solche Karte sandte Klara May aus London an Adele Einsle.

Briefwechsel (9): Grüße aus Amerika

Von der Amerikareise, die die Eheleute May im Herbst 1908 unternahmen, sandten sie am 28. September aus dem kanadischen Niagara Falls eine Grußkarte an Adele Einsle.[46]

Eine weitere Bildpostkarte, die Karl May am Grab des Indianerhäuptlings Sa-go-ye-wat-ha zeigt, schickte Karl Mays Frau an Frau Einsle am 1. Dezember von London aus.[47]

Am 22. Dezember dankte Adele Einsle mit einem Weihnachtsgruß für die Post der Mays aus Amerika:

Weihnachtsarbeit in Hülle und Fülle für die eigne Familie und sonstige einsame Menschenkinder die mir das Christkind als Gäste bringt. So ist es mir leider nur möglich, lieber gnädigen Frau und verehrten Herrn Gemahl, für das freundliche Gedenken während Ihrer schönen, großen Reise zu danken und recht, recht frohe Feiertage in der Heimat zu wünschen. Wie gerne würde ich von all dem Schönen hören und Intressanten, das Sie erlebt haben, aber eine Reise jetzt, das gehört zu den Unmöglichkeiten.[48]

Aus Prag sandte Karl May am zweiten Weihnachtsfeiertag 1908 einen Herzlichsten Gruß auf einer Postkarte an Frau Einsle.[49]

Briefwechsel (10): Bitten um Blumen und Besuch

Vermutlich Ende Januar 1909 schrieb Klara May einen undatierten Brief an Adele Einsle:

Ich erlaube mir Ihnen anbei 10 Mk. zu senden mit der Bitte, dafür in einem Münchner Blumengeschäft einen Korb mit eingepflanzten Blumen zu kaufen. Am liebsten sind mir weiße Hyazinthen und Maiblumen. Am Mittag des 29. d[es] M[onats] möchte ich diese Blumen, mit den [sic] beifolgenden Brief an die angegebene Adresse befördert haben, vom Blumengeschäft aus.
Die Dame ist die Gattin eines Schriftstellers. Eine langjährige warme Verehrerin meines guten Mannes. Sie war schon zwei mal hier. Ich habe sie sehr in's Herz geschlossen; es ist ein feines, liebes Wesen. [...]
Ich wage es, Sie zu belästigen, weil ich fühle, Sie thun mir den Gefallen gern. Ich möchte der lieben jungen Frau nicht Blumenleichen in's Haus senden, wie wir sie fast ausschließlich erhalten. Ich bedaure es immer so sehr, wenn die lieblichen Kinder Floras sich uns sterbend, oder als Leichen präsentieren. Mit der Wurzel in einer Rinde, die ja ganz billig sein kann, kommen sie wenigstens lebend an. Ich danke Ihnen im Voraus vielmals herzlichst für Ihre Bemühungen und hoffe, es im Sommer noch mündlich thun zu können.

Mit dieser Dame ist vermutlich Hetty Heide gemeint. Über eine Verwundung, die sich Karl May in Amerika geholt hatte – vermutlich ein Abszess –, schrieb Klara im gleichen Brief:

Meinem Herzensmanne geht es, Gott sei Dank, gut. Die Bandagen sind gefallen. Die Wunde heilt vorzüglich.[50]

Vermutlich im Mai, kurz vor Pfingsten 1909, sandte Klara May einen weiteren Brief an Frau Einsle, in dem sie für Ihre lieben Grüße dankte und darum bat, den Besuch in Radebeul zu verschieben:

viel Abhaltung, Arbeit und ein ernstes Unwohlsein hinderten mich, früher zu schreiben. Letzteres ist auch jetzt noch nicht gehoben und liegt wie ein dunkler Schatten auf mir. Es ist dies auch der Hauptanlaß, daß ich nicht über Pfingsten bestimmen kann. Wenn Sie einmal hier sind, möchten wir doch die Zeit Ihres Aufenthaltes in frohem Beisammensein ausnützen, und damit schaut es momentan schlecht aus.
Es ist den Herrschaften vielleicht gleich, wann Sie kommen. Paßt es Ihnen im Herbst auch?[51]

Treffen in Radebeul, Augsburg und München

Zu einem Besuch Adele und Willy Einsles bei Karl und Klara May kam es dann endlich Anfang September 1909. Am 2. September besuchten Mutter und Sohn, die in einem Hotel in Dresden Quartier genommen hatten, Mays in der Villa "Shatterhand".

Am Tag darauf unternahmen die vier einen Ausflug in die Sächsische Schweiz und besuchten den Teufelsturm und das Polenztal.[52] Von dort aus sandte Adele Einsle eine Postkarte an ihren Mann Julius.[53]

Am 8. Dezember hielt Karl May beim Katholischen kaufmännischen Verein "Laetitia" in Augsburg einen Vortrag, der mit Sitara, das Land der Menschheitsseele überschrieben war.[54] Für Adele Einsle, die diesem Vortrag beiwohnen wollte, besorgte Karl May beim Vereinsvorsitzenden Georg Martin ein Billet für die erste Reihe, direkt neben Klara May.[55] Auch Willy Einsle und seine Freundin Olga Heumann waren bei dem Vortrag zugegen.[56] Ob es außerhalb des Saales noch zu einem Treffen der Mays mit den Einsles kam, ist ungewiss.

Von Augsburg aus fuhren Karl und Klara May am Abend des 9. Dezember nach München und quartierten sich wiederum im Hotel Leinefelder ein.[57] Vor ihrer Abreise aus München, die vermutlich am 11. Dezember 1909 statt fand, besuchten die Eheleute noch die Familie Einsle, wie in Klara Mays Tagebuch vermerkt ist:

Wir hatten nur Einsles und Hetty Heide noch schnell besucht, dann reisten wir schleunigst ab [...][58]

Briefwechsel (11): Ansgar Pöllmann und Rudolf Lebius

Zu Karl Mays 68. Geburtstag sandte Adele Einsle am 23. Februar 1910 Blumen und einen Brief an den Schriftsteller:

[...] erlauben Sie daß ich in unser aller Namen unsere innigsten, herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstage mitsende. Möchte Ihnen das neue Lebensjahr mehr von der wohlverdienten Freude und Ruhe bringen als die letzten Monate des Alten! [...] Das wollen Priester der Religion der Liebe sein! Welcher Mensch, und wär's der Höchste und Beste, hätte nie in seinem Leben einen Fehler begangen? Seit wann muß ein Schriftsteller ein Heiliger sein. Was gehen diese Pfaffen Ihre Familienverhältnisse an? Welcher Protestant kann nur eine rechtmäßige Frau haben? Wir kennen diesen Pater Dr. Expedit Schmidt, – er ist so vorsichtig keine Streiche zu machen, aber als Geistlichen und Pater nimmt ihn hier niemand ernst. Er ist Sachse, kam auf der Walze nach Landshut und konvertierte dort "aus Not" und sprang bei den Franziskanern ein, um der lieben Versorgung willen. Ein gescheiter Kopf ist er, aber ein Filou. Der schreiende Held Ansgar [Pöllmann] wird wohl was Ähnliches sein.
Doch genug von der Meute, sie sinds nicht wert Ihren Geburtstag zu verderben![59]

Am 1. März sandte Hetty Heide, die inzwischen mit den Einsles bekannt geworden war, einen Brief an Adele:

Ich habe gestern früh einen Brief aus Radebeul erhalten und die niedergedrückte Stimmung, die daraus spricht, ist mir so zu Herzen gegangen, daß ich gerne gleich mit Ihnen davon gesprochen hätte. Auch Karl May schreibt ein paar Worte, die mit der lakonischen Mitteilung enden "bin krank –", das will mir gar nicht gefallen. Wenn die ganzen Aufregungen ihm gesundheitlich in schlimmer Weise schaden, so kann sich der Pater Pöllmann gefaßt machen: ich werde ihn erschießen oder vergiften! [...]
Ich habe mir gestern aus der Leihbibliothek das "Waldröschen" holen lassen. Denken Sie sich mein Erstaunen, als ich das Buch aufschlage und auf der ersten Seite lese: "Das Waldröschen, oder die Verfolgung rund um die Erde. Enthüllungsroman über die Geheimnisse der menschlichen Gesellschaft von Karl May. – Dresden-Niedersedlitz. Druck und Verlag von H. G. Münchmeyer." Auf der 2. Seite kommt folgendes: "Die Tochter des Granden" Roman von Karl May. I. Band des Romans "Das Waldröschen" – und dann geht es los, mit Illustrationen - aber wie! Mir sträubten sich alle Haare. Es ist ein Hintertreppenroman vielleicht nicht schlimmster aber doch schlimmer Sorte und ich würde drauf schwören, daß er gar nicht von unserm Karl May sein kann, wenn – ja wenn nicht im 15. Kapitel das Gedicht: "Die fürchterlichste Nacht", (c[on]f[er][60] Winnetou, Band II. William Ohlert!!) und dann Kapitel 22. das Gedicht: "ich verkünde große Freude, die uns wiederfahren ist etc." prangte. Also – muß es doch wohl von Karl May sein! Was sagen Sie nun dazu? Warum denn diese Bücher nicht vom Weltenrund verschwunden sind, als der Münchmeyer S[p]ruch kam, verstehe ich nicht. Die sind mal bestimmt kein Glanzpunkt in des Autors Leben! Die ihm vorgeworfene "Unsittlichkeit" habe ich zwar darin nicht entdeckt, obwohl an "üppigen Körperformen" u[nd] d[er]gl[eichen] kein Mangel ist – auch ein ziemlich unmotiviertes Kind kommt einmal darin vor, das ist aber auch alles.[61]

Am 24. März berichtete Hetty Heide in einem Brief an Klara May von einem Besuch Adele Einsles bei ihr[62] und am 3. April über ihren Besuch bei Familie Einsle.[63] Beide Male waren die Angriffe Ansgar Pöllmanns auf Karl May Gesprächsthema.

Der nächste Brief Adele Einsles an Karl May datiert auf den 31. Mai. Darin berichtete sie über Neuigkeiten in der Familie (Verlobung von Willy und Olga u. a.) und äußerte sich über Ansgar Pöllmann und Rudolf Lebius:

Selbst May Gegner verurteilen die Art und Weise wie diese scheinheiligen Kuttenbrüder gegen Sie vorgehen - auf den Lippen Salbung und den Schrei nach Wahrheit, – ihr Herz ist eine Mördergrube und voll Lüge!
Ist der famose Amtsrichter, der im Lebius Prozeß [Berlin-Charlottenburg, 12. April 1910, "geborener Verbrecher"] den Vorsitz führte nicht pensioniert worden? In Bayern hätte er seine Nase erhalten und wäre unmöglich! Wann ist endlich Berufsverhandlung?
Wie viel wir diese letzten 6 Monate an Sie dachten! Was mögen Sie beide gelitten haben! Ja unsere "gute" Gesellschaft, – sie duldet, und vertuscht oder fördert sogar jede Unmoral und Schlechtigkeit, so lange sie Vergnügen oder Nutzen davon hat und kommt sich dabei sehr edel und christlich vor. Aber wehe dem Ärmsten der sich erwischen läßt und seine Strafe tragen muß, er findet lauter Pharisäer statt der Zöllner die wir doch alle sind.[64]

Im Sommer 1910, vermutlich im August,[65] sandte Klara May eine Kopie des Begleitworts zu Karl Mays Schriftsatz An die 4. Strafkammer des Königl. Landgerichts III in Berlin an Adele Einsle und schrieb dazu:

Unser "gewichtiger" Gegner [Expeditus Schmidt] und sein Freund P[ater] Pöllmann setzen Alles daran, den hier schwebenden Prozeß nach Bayern zu ziehen. Unser Gericht soll nicht zuständig sein, weil nur mein Mann die Zeitungen hier erhalten hat und noch dazu extra unter x Band[66]. Der Richter, der offenbar meinem Manne freundlich gesinnt ist, hat mit ihm Rücksprache genommen und ihm gesagt, daß die Gegner die Zuständigkeit unter allen Umständen wegbringen werden. Leider hat hier kein Mensch jene, hier in Frage kommenden Zeitungen gelesen.[67]

Adele Einsle hatte im Herbst 1910 durch Hetty Heide erfahren, dass Mays im Zusammenhang mit einer Zeugenvernehmung durch München kommen würden. Daraufhin schrieb sie am 21. November an Klara May:

Da erhalte ich von Frau Hetty die Kunde, daß Sie und der liebe Herr Doktor nachtschlafenderweise durch München reisen wollen und die Aufforderung dagegen zu protestieren. Das möchte ich ja nun wohl recht gerne und recht nachdrücklich tun, – aber ich fürchte Ihnen sehr unvernünftig und sehr egoistisch vorzukommen wenn ich's täte. Ich kann mir so lebhaft vorstellen wie gänzlich fertig Sie mit Ihrer Nervenkraft sind, daß ich vollkommen begreife daß Sie momentan Ruhe und nur Ruhe brauchen und auch gute und treue Freunde kein Recht haben sie Ihnen zu stören. Sie wissen, wenn Sie rufen kommen wir - und wie gerne; - aber zu bitten Sie sollen uns rufen, daß wag ich nicht. Vielleicht ist es eher möglich wenn Sie erholter zurück kommen aus dem Süden, daß wir wenigstens Sie auf einige Minuten sprechen dürfen, - wann wird die Heimkehr sein?
[...] Die Stimmung hier, selbst bei Geistlichen, ist allgemein gegen Expedit u[nd] Ansgar. Man würde den hochmütigen u[nd] sehr unchristlichen Herrn von Herzen gönnen, daß sie verknurrt würden. Wir hoffen es auch immer noch. Expedit ist hier überhaupt höchst unbeliebt. Mit sämtlichen kathol[ischen] Redakteuren soll er überkreuz sein ob seines Eigensinns u[nd] Hochmuts.[68]

Klara May antwortete am 28. November auf diesen Brief[69] und berichtete über den Aufenthalt in Bozen:

Gestern Abend kamen wir sehr kaput heim. Die Zeugenvernehmungen in Bozen waren noch glänzender für uns als wir erhofft hatten. Lebius kochte vor Wut und wird nun sicher auf neue Schandtaten sinnen.[70]

Eine Postkarte folgte am 7. Dezember, ebenfalls von Frau May an Frau Einsle.[71]

Adele Einsle sandte ihrerseits am letzten Tag des Jahres 1910 einen Brief an Klara May:

Und nun die üblichen Neujahrswünsche die aber gewiß nichts weniger als conventionell sind. Wir freuen uns riesig daß der liebe Herr Doktor wieder gesund werden will, – an der Gemeinheit und Gehässigkeit der Menschen darf er nicht zu Grunde gehen. Karl May's Leben muß ein anderes Schlußkapitel haben und ich bin überzeugt der Wendepunkt dazu ist da. Seine Lebensbeichte [die Autobiographie Mein Leben und Streben] muß doch jeden der etwas Grütze im Gehirn und Gefühl im Herzen hat, mindestens zum Nachdenken veranlaßen, dann kommt das Prüfen von selbst, ob das alles wahr sein kann, was die Leute so gedankenlos nachschwätzen und glauben. Ich kenne doch Einige die jetzt, gerade jetzt weit Mayfreundlicher sind als sie es je in May's Ruhmestagen waren. Nun aber wirklich Ihnen und dem lieben Herrn Gemahl die innigsten und besten Wünsche für das neue Jahr, – es möge das gerade entgegengesetzt dem alten verlaufen, dann muß es gut werden. Schlimmeres als war, kann es nicht mehr bringen, also muß es besser kommen. Das erhoffen und erbitten wir vom lieben Gott. Damit und noch mit 1000 Genesungswünschen will ich schließen.[72]

Briefwechsel (12): Blumen und letzte Grüße

Zu Karl Mays 69. Geburtstag (1911) hatte Adele Einsle wiederum Blumen nach Radebeul geschickt. Klara May antwortete am Vorabend des Wiegenfests mit einer Postkarte darauf.[73]

Von ihrer Kurreise aus sandten Karl und Klara May am 30. Mai 1911 eine Ansichtskarte von St. Joachimsthal an die Familie Oberamtsrichter Einsle.[74]

Der nächste bekannte Brief Klara Mays an Adele Einsle datiert auf den 22. November. Darin berichtet sie über den Termin der Berufungsverhandlung Karl May ./. Rudolf Lebius betreffs "geborener Verbrecher":

Am 18. December früh 9 Uhr soll nun jener harte Kampf zum Austrag kommen in Berlin, gegen Lebius, und hier in Dresden soll auch noch in diesem Jahre die erste Instanz, im zweiten Teil, der Münchmeyersache zum Schluß kommen. Dieser Prozeß hier, ist ja die Quelle aller übrigen Prozesse.
Die Presse ist natürlich in geeigneter Weise von Lebius vorbereitet, und der Ausgang der Sache mag kommen, wie immer er will, man wird K[arl] M[ay] zu verletzen wissen.
Ruhig und mit Gottvertrauen sehen wir dem Kommenden entgegen.

Karl May ergänzte voller Hoffnung:

Bitte, warten Sie nur, es wird![75]

Tatsächlich wurde dieser Prozess zu Mays Gunsten entschieden.

Am 25. Februar 1912 gratulierten Einsles Karl May mit Blumen und einem Telegramm zum 70. Geburtstag:

telegrafisch herzinnige glückwünsche u[nd] grüsse damit sie sicher frisch u. wohlerhalten ankommen
familie einsle[76]

Mays dankten am 7. März mit einer Postkarte:

[Klara May:] Vielen Dank für Ihre Depesche mit den »frischen« Grüßen. Unsere sind etwas älter, aber nicht minder herzlich
[Karl May:] Gott segne Sie alle!
Ihr alter
Karl May.[77]

Dies ist der letzte Kontakt zwischen den Ehepaaren Einsle und May. Karl May verstarb am 30. März 1912 in Radebeul, wovon seine Witwe die Familie Einsle noch am gleichen Abend durch ein Schreiben an Willy Einsle in Kenntnis setzt.[78]

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik III, S. 46 f.
  2. Jb-KMG 1991, S. 11.
  3. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik III, S. 98.
  4. Jb-KMG 1991, S. 13.
  5. Lateinisch: "Der Tag des Zorns [Gottes], jener Tag". Anfangszeile der berühmten Sequenz aus der Totenliturgie der katholischen Kirche, dem Requiem.
  6. Jb-KMG 1991, S. 15.
  7. Jb-KMG 1991, S. 16 f.
  8. Jb-KMG 1991, S. 20.
  9. Jb-KMG 1991, S. 20 f.
  10. Jb-KMG 1991, S. 23 f.
  11. Jb-KMG 1991, S. 25 f.
  12. Jb-KMG 1991, S. 26.
  13. Jb-KMG 1991, S. 26.
  14. Jb-KMG 1991, S. 27.
  15. Jb-KMG 1991, S. 27.
  16. Jb-KMG 1991, S. 36.
  17. May verlor seine erste Frau allerdings nicht durch den Tod, sondern durch die Scheidung.
  18. Jb-KMG 1991, S. 37 f.
  19. Jb-KMG 1991, S. 42.
  20. Jb-KMG 1991, S. 43.
  21. Jb-KMG 1991, S. 53 f.
  22. Jb-KMG 1991, S. 53 f.
  23. Jb-KMG 1991, S. 55 f.
  24. Jb-KMG 1991, S. 56.
  25. Jb-KMG 1991, S. 61 f.
  26. Am 25. Februar 1906 feierte Karl May seinen 64. Geburtstag.
  27. Jb-KMG 1991, S. 62 f.
  28. Jb-KMG 1991, S. 64.
  29. Jb-KMG 1991, S. 64.
  30. Jb-KMG 1991, S. 72.
  31. Jb-KMG 1991, S. 78.
  32. Jb-KMG 1991, S. 78.
  33. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 273.
  34. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 275.
  35. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 279.
  36. Jb-KMG 1991, S. 78 f.
  37. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 279.
  38. Jb-KMG 1991, S. 79 f.
  39. Jb-KMG 1991, S. 81 f.
  40. Jb-KMG 1991, S. 82.
  41. Jb-KMG 1991, S. 86.
  42. Jb-KMG 1991, S. 86.
  43. Jb-KMG 1991, S. 86.
  44. Jb-KMG 1991, S. 87.
  45. Jb-KMG 1991, S. 87 f.
  46. Jb-KMG 1991, S. 93.
  47. Jb-KMG 1991, S. 93.
  48. Jb-KMG 1991, S. 95.
  49. Jb-KMG 1991, S. 96.
  50. Jb-KMG 1992, S. 35 f.
  51. Jb-KMG 1992, S. 37.
  52. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 557.
  53. Jb-KMG 1992, S. 41.
  54. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 597–599.
  55. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 593.
  56. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 597.
  57. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 600.
  58. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 602.
  59. Jb-KMG 1992, S. 58.
  60. Lateinisch: vergleiche.
  61. Jb-KMG 1992, S. 63 f.
  62. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 63.
  63. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 72.
  64. Jb-KMG 1992, S. 76.
  65. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 265.
  66. Gemeint ist: unter Kreuzband.
  67. Jb-KMG 1992, S. 77.
  68. Jb-KMG 1992, S. 82 f.
  69. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 365.
  70. Jb-KMG 1992, S. 83.
  71. Jb-KMG 1992, S. 84.
  72. Jb-KMG 1992, S. 88 f.
  73. Jb-KMG 1992, S. 94.
  74. Jb-KMG 1992, S. 99.
  75. Jb-KMG 1992, S. 100 f.
  76. Jb-KMG 1992, S. 104.
  77. Jb-KMG 1992, S. 104.
  78. Jb-KMG 1992, S. 106.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.

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