Beduinen

Aus Karl-May-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Lebensraum der Beduinen

Beduinen (arabisch ‏بدوي‎ badawī, Mz. badw, "Beduine", "Nomade") sind nomadische Wüstenbewohner, z. B. der arabischen Wüsten, der Sahara, des Sinai und des israelischen Negev. Sie sind Araber, folgen dem Islam und betrachten Ismael als ihren Stammvater. Die Arabisch sprechenden Beduinen sind nicht mit dem berbersprachigen Volk der Tuareg oder den saharanischen Tibbu in Nordafrika zu verwechseln.

Allgemeines

Nach Afrika (Ägypten, Nord-Sudan und Maghreb) gelangten arabische Beduinen nachweislich bereits während des ersten vorchristlichen Jahrhunderts. Rund 400 Jahre später bildeten berittene Kamelnomaden eine ständige, ernstzunehmende Bedrohung für die römischen Afrika-Provinzen.

Beduinen leben hauptsächlich von der Viehzucht. Unter anderem züchten sie Dromedare, Schafe, Ziegen und die berühmte Pferderasse der Araber, für die sie vor allem in den Randzonen der Wüsten Weideplätze suchen. Auch sind Beduinen zuverlässige und unterhaltsame Führer für Studienreisen oder Wüstentrips. In der neueren Zeit hat sich allerdings auch das Leben der Nomaden gewandelt.

Syrische Beduinenfamilie

Beduinen sind bis heute eng verknüpft mit ihrem jeweiligen Stamm, dessen Patriarchen und Scheichs sie oft bis in lang zurückliegende Jahrhunderte hinein nennen können. Einige führen ihren Stammbaum bis auf den Propheten Mohammed zurück. Zwistigkeiten betreffen nicht nur die Streitenden, sondern den gesamten Stamm und werden notfalls bei einem Gericht geklärt, dem die Scheichs des jeweiligen Stammes vorsitzen (siehe Dschemma). Auch für eine Hochzeit ist wichtig, dass die Brautleute aus dem gleichen oder zumindest aus einem befreundeten Stamm kommen. Bei den meisten Beduinen ist bis heute die Heirat mit der bint 'amm, der Cousine, sehr verbreitet.

Beduinen schlachten ihre Dromedare nur zu seltenen Anlässen. Es verbindet sie Respekt und Liebe mit diesen für sie so wichtigen Tieren. Sie leben meist von Brot, Milch, Käse, Gemüse, Datteln, Hülsenfrüchten und Oliven. Leben sie am Meer, gehören auch Fisch und Meeresfrüchte zur Tafel. Ihre Tiere (Ziegen, Schafe usw.) werden meist nur zum Festmahl geschlachtet.

Sie benutzen nur ihre rechte Hand zum Essen. Ihre linke Hand gilt, wie bei den meisten islamischen Völkern, als unrein, weil diese Hand zur Reinigung benutzt wird. Die Kleiderordnung ist klar geregelt. Männer und Frauen tragen ihre Kleider und Tücher in traditionell vorgegebenen Farben. Es ist für Männer und Frauen unschicklich, nackte Haut zu zeigen.

bei Karl May

Beduinen
Elbsandsteingebirge.jpg

Die Rose von Sokna
Die Gum
Unter Würgern/Die Gum
Scepter und Hammer
Orientzyklus
Die Liebe des Ulanen
Deutsche Herzen - Deutsche Helden
Ibn el 'amm
Maghreb-el-aksa
Die Sklavenkarawane
Christus oder Muhammed
Im Lande des Mahdi I / II / III
Eine Ghasuah
Nûr es Semâ - Himmelslicht
Blutrache
Er Raml el Helahk
Satan und Ischariot II
Im Reiche des silbernen Löwen I
Am Jenseits
Gleichnis von den Zeitun-Beduinen
Babel und Bibel
Ardistan und Dschinnistan I / II

Karl May lässt in seinen im Orient, Arabien und Nordafrika spielenden Erzählungen (schon bei den Kolportageromanen) viele existente und auch fiktive Beduinenstämme auftreten.

Titelblatt für den Orientzyklus von D. Douglas

Weblinks

  • Der vollständige Eintrag in der großen Wikipedia.