Algerien

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Algerien (arabisch al-Ğazā’ir - "die Inseln") ist ein Staat im Nordwesten Afrikas. Algerien ist das mittlere der Maghrebländer und grenzt im Norden an das Mittelmeer, im Westen an Mauretanien, Marokko und die von Marokko beanspruchte Westsahara, im Süden an Mali und Niger und im Osten an Libyen sowie Tunesien.

Karte von Algerien

Geographie

Algerien wird im Norden vom Atlasgebirge, im weitaus größeren Südteil von der Wüste Sahara eingenommen. Hinter dem nur schmalen, buchtenreichen Saum der Mittelmeerküste erhebt sich der steil ansteigende Tellatlas. Der durch Becken, Längs- und Quertäler gegliederte Gebirgszug erreicht östlich von Algier in der wildzerschluchteten Kabylei 2.308 m Höhe. Auf seiner Südseite fällt der Tellatlas zu einem Hochland ab, das im Inneren zahlreiche abflusslose, versumpfte Salzseen, die sogenannten Schotts, aufweist. Der im Süden anschließende, parallel zur Küste und zum Tellatlas verlaufende Sahara-Atlas erhebt sich auf bis zu 2.328 m. Südlich des markanten Gebirgsabfalls breitet sich die algerische Sahara aus; sie nimmt 85&nbsp:% der Landesfläche ein.

Mit Ausnahme der meist kurzen Flüsse in der Küstenregion sind die Flusstäler Algeriens trocken (Wadis); durch heftige Regenfälle - auch in entfernteren Gebieten - können sie sich jedoch in reißende Ströme verwandeln.

Geschichte

Staatswappen

Ursprünglich war das Gebiet des heutigen Algerien von berberischen Volksstämmen bewohnt, im Osten von Tuareg. Heute wird Algerien vorwiegend von Arabern (70 %) und verschiedenen Berberstämmen (30 %) bevölkert. Die Zahl der Europäer sank nach Erlangung der Unabhängigkeit bis auf etwa 20.000.

Anfang des 16. Jahrhundert versuchten die Spanier, an der algerischen Küste Fuß zu fassen. Daraufhin unterstellte sich das Land 1519 der Oberhoheit des Osmanischen Reiches und wurde Vasall; seit 1711 war das Gebiet aber wieder faktisch unabhängig. Bis ins 19. Jahrhundert hinein konnte sich Algerien gegen die Versuche der Spanier, Niederländer, Briten und Franzosen zur Eindämmung der Seeräuberei erfolgreich zur Wehr setzen.

1830 begannen die Franzosen mit der Eroberung des Landes und der Bekämpfung der Piraterie. Die Versuche des Berber-Führers Abd el-Kader (1808 bis 1883), die Franzosen zu vertreiben und ein großarabisches Reich zu schaffen, konnte Frankreich erst nach langen Kämpfen 1847 beenden. Um die Jahrhundertwende eroberten die Franzosen auch die Saharagebiete Algeriens und das Land wurde ein Département Frankreichs.

Erst 1962 wurde offiziell die Unabhängigkeit proklamiert.

bei Karl May

Algerien
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Die Liebe des Ulanen
Orientzyklus (nur erwähnt)

Der Kolportageroman Die Liebe des Ulanen von Karl May spielt (teilweise) in Algerien. Als Gebhardt von Königsau auf der Durchreise nach Afrika in Paris Station macht, führt Kunz von Goldberg ihn bei den de Rallions ein, wo dieser sich in Hedwigs Schwester Ida verliebt. Da die Tante der beiden Mädchen eine begeisterte Verehrerin des Löwenjägers Jules Gérard ist, folgt Kunz von Goldberg seinem Freund nach Algerien, um einen Löwen zu schießen, was auch gelingt. Dem Löwen entfernt er die beiden Reißzähne, die er später seinen Zwillingssöhnen Bernhard und Friedrich an einem Kettchen um den Hals hängt.

Zwei Jahre später trifft Gebhardt von Königsau in der Sahara auf Kunz von Goldberg, der ihn vor einem Raubüberfall warnt. Gebhardt kann sich mit der Ausbeute seiner Expedition, die ihn bis nach Timbuktu geführt hatte, in Sicherheit bringen; seine Treiber aber werden von Tuareg ermordet.

Auch die Nebenhandlungen um Saadi Ben Hassan, seinen Bruder Abu Hassan, Liama, den Mord am Marabut Hadschi Omanah und dessen Sohn Arthur durch Albin und Henri Richemonte spielen in Algerien.

Das Land wird in den Reiserzählungen Karl Mays mehrfach erwähnt, ist aber nicht Schauplatz der Handlung. Im ersten Teil des Orientzyklus, Durch die Wüste, wird erzählt, dass Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar von Algerien kommend nach Tunesien geritten sind.

Weblinks

  • Den vollständigen Artikel finden Sie in der großen Wikipedia.