Der Schut (GR6)

Aus Karl-May-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche


Orientzyklus

OrientZyklus.jpg


Handelnde Personen in
Der Schut (GR6)

Ahmed Azad
Die beiden Aladschy
Ali Manach
Amad el Ghandur
Barud el Amasat
Kaufmann Galingré
Frau Galingré
Henri Galingré
Tochter Galingré
Gasahl Gaboya
Gibrail Mamrahsch
Guszka
Hadschi Halef Omar
Hamd el Amasat
Hanneh
Junak
Kara Ben Halef
Kara Ben Nemsi
Konakdschi
Sir David Lindsay
Manach el Barscha
Marki
Mübarek
Nizar Hared
Omar Ben Sadek
Osko
Ranko
Hadschi Schukar
Schut
Suef
Scharka Visosch
Stojko Wites
nur erwähnt:
Emilie Galingré
Paul Galingré
Ljubinko
Mahmud Khansur


Handlungsorte

Albanien
Treska-Konak
Teufelsschlucht
Juwelenhöhle
Rugova
Karaul von Rugova
Newera-Khan
Verräterspalte
Damaskus
Tigris

Die Buchausgabe der gesammelten Reiseromane Karl Mays begann 1892 mit einer sechsbändigen Ausgabe des Orientzyklus.

Der Schut ist der sechste und letzte Band dieser Buchausgabe. Vermutlich weil die zugrunde gelegte Zeitschriftenfassung den letzten Band der Reihe nicht ganz füllte, fügte Karl May diesem noch einen 93-seitigen Anhang in Novellen-Form über den Tod seines Pferdes Rih hinzu.

1908 erschien eine illustrierte Ausgabe mit Bildern von Claus Bergen.

Inhalt

  • Erstes Kapitel: Halef in Gefahr
  • Zweites Kapitel: Eine Bärenjagd
  • Drittes Kapitel: In der Teufelsschlucht
  • Viertes Kapitel: In der Juwelenhöhle
  • Fünftes Kapitel: Ein Ueberfall
  • Sechstes Kapitel: Unter der Erde
  • Siebentes Kapitel: An der Verräter-Spalte
  • Anhang

Handlung

Kurzfassung

Nach Abenteuern in der Teufelsschlucht und bei der Juwelenhöhle treffen Kara Ben Nemsi und seine Begleiter erst wieder den bereits bekannten Sir David Lindsay und danach endlich auf das Oberhaupt der Verbrecher, den „Schut“. Manche gefährliche Situation wird heraufbeschworen, ehe die Jagd, die in der tunesischen Wüste begann, in Albanien zu Ende geht. Ergänzt wurde die Buchausgabe von May noch um ein Zusatzkapitel, das den Tod des Rappen Rih schildert.

Langfassung

Barud el Amasat, Manach el Barscha, Suef, der verletzte Mübarek und die beiden Aladschy sind am Ziel angekommen. Durch eine Unvorsichtigkeit Halefs können sie ihn im Treska-Konak gefangen nehmen; zwar kann Kara Ben Nemsi ihn befreien, aber dabei entkommen die Schurken erneut. Bei der Verfolgung finden die Gefährten in der Hütte des Kohlenhändlers Jonak den schwerverletzten Mübarak, der zurückgelassen worden ist. Als bei der Hütte ein Bär auftaucht, wird der Mübarak von dem Tier getötet, bevor Kara Ben Nemsi es erlegen kann. Weiter geht es zu der sogenannten „Teufelsschlucht“, wo Kara Ben Nemsi eine ihnen gestellte Falle vermeiden kann und die Schurken endlich überwältigt werden können. Dabei stürzt Manach el Barscha in die Tiefe. Barud el Amasat stirbt wenig später im Zweikampf mit Osko, welcher gegen ihn Blutrache hat.

Als er den Köhler Scharka belauscht, erfährt Kara Ben Nemsi, dass der Schut tatsächlich ein Mann namens Kara Nirwan ist und sich gewöhnlich in Rugowa aufhält. Und er hört von Gefangenen, die Lösegeld zahlen sollen, und natürlich befreit werden müssen. Einer der Gefangenen ist Henri Galingré, der Vater des Toten aus dem Wadi Tarfaui, ein weiterer Sir David Lindsay und der dritte ein reicher Skipetar namens Stojko, dessen Rüstung und Wertgegenstände Kara Ben Nemsi nach der Befreiung Lindsays bei dem Köhler entdeckt. Aber nur Lindsay befindet sich mit seinem Dolmetscher hier in der "Juwelenhöhle" und kann sofort befreit werden; die beiden anderen sind in Rugowa.

Dort treffen sie endlich auf den Schut. Dieser „erlaubt“ Kara Ben Nemsi den Stollen zu untersuchen, in dem dieser die Gefangenen vermutet. Glücklicherweise entdeckt Kara Ben Nemsi die gestellte Falle und kann Galingré und Stojko tatsächlich befreien. Der Schut wird überwältigt, kann aber bald darauf fliehen. Im Newera-Khan trifft er sich mit Hamd el Amasat, der dort die Familie Galingrés töten will. Beide müssen aber fliehen. Während Hamd el Amasat gefangen wird, stürzt der Schut bei der Flucht in die „Verräterspalte“. Bei einem Zweikampf zwischen Omar Ben Sadek und Hamd el Amasat wird letzterer geblendet. Der Blutrache ist somit Genüge getan und Omar begleitet Halef zu den Haddedihn. Osko kehrt ebenfalls in seine Heimat zurück. Kara Ben Nemsi und Sir David Lindsay verlassen den Orient und kehren zurück in ihre Heimat.

Anhang: Für die Buchausgabe hing Karl May noch einen umfangreichen Teil an, in dem die Umstände von Rihs Tod geschildert werden. Diese Erzählung ist völlig unabhängig von der restlichen Geschichte.

Acht Jahre später treffen in Damaskus Lindsay und Kara Ben Nemsi zufällig wieder aufeinander. Gemeinsam reiten sie zu den Haddedihn. Unterwegs begegnen ihnen Männer, die die berühmte Schimmelstute Mohammed Emins und Rih am Zügel führen; diese also offensichtlich gestohlen haben. Sie nehmen ihnen die Beute wieder ab und werden im Lager der Haddedihn natürlich dafür gefeiert.

Die Haddedihn bereiten sich gerade vor, zum Grabmal Mohammed Emins zu reisen, um ihm am Jahrestag seines Todes Ehre zu erweisen. Allerdings liegt das Grabmal im Gebiet der Bebbeh-Kurden, die gegen Halef eine Blutrache haben (siehe Von Bagdad nach Stambul). Als die Gruppe dort eintrifft, werden sie auch – nach einer Unvorsichtigkeit Amad el Ghandurs – prompt von den Bebbeh überfallen. Der Sohn des getöteten Scheiks, Ahmed Azad, ist der Anführer der Angreifer. Im allgemeinen Getümmel wird Rih angeschossen und stirbt. Kara Ben Nemsi gelingt es, Ahmed Azad gefangen zu nehmen. Mit ihm als Geisel können Verhandlungen aufgenommen werden. Amad el Ghandur legt nach der Heimkehr aus Reue freiwillig seine Scheikwürde nieder und Malek wird neuer Scheik der Haddedihn. Nach dessen Tod soll sein Schwiegerenkel Halef diese Würde übernehmen.

Vertonungen (Auswahl)

Cover der Europa-Hörspielfassung
  • Der Schut/Im Lande der Skipetaren von Philips
  • Der Schut von Kurt Stephan
  • Der Schut Produktion: Kurt Vethake - Regie: Joseph Offenbach (1964)
  • Der Schut (Europa, 1972)

Verfilmungen

Dramatisierungen

  • Motive des Romans wurden 1956 in dem Stück In den Schluchten des Balkan (in Bad Segeberg) benutzt.
  • Die erste eigenständige Dramatisierung stammt von Klaus-Hagen Latwesen (1980).

Literatur

Weblinks