Teufelsschlucht

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Teufelsschlucht
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Der Schut

Osko stürzt Barud in die Teufelsschlucht

Die Teufelsschlucht im "Teufelsfelsen" (Scheïtan kajaji )ist in Karl Mays Orientzyklus ein enger Felsenpass in einer unbesteigbaren Bergwand.

Das war eine erschreckliche kompakte Felsenmasse, ein ungeheurer, mehrere hundert Fuß hoher Würfel plutonischen Gesteines, in welchen eine unterirdische Gewalt diesen Spalt mitten hindurch gerissen hatte. Wenn man emporblickte, schien es, als ob die Wände sich mit ihren oberen Rändern vereinigten. Es war weder rechts, noch links unmöglich, an ihnen empor zu kommen. Sie waren nackt, und nur hier und da gab es eine Stelle, an welcher ein Strauch oder ein einzelner Baum ein Plätzchen für die Bedürfnisse seines Fortkommens gefunden hatte[1]

Auf der Suche nach dem Schut sollen dort Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar zusammen mit ihren Gefährten vom verräterischen Konakdschi des Treska-Konaks mit Hilfe des Kohlenhändlers Junak in eine Falle gelockt werden. Kara Ben Nemsi durchschaut die beiden und kann die ihnen auflauernden Verbrecher Suef, die beiden Aladschy, Manach el Barscha und Barud el Amasat überraschen. Manach stürzt, versehentlich von Barud gestoßen, in die Schlucht und stirbt, die anderen werden gefesselt. Nachdem sie auch den Köhler Scharka Visosch entdeckt haben, kehrt Osko zurück und tötet Barud el Amasat, den Entführer seiner Tochter Senitza, indem er ihn im Zweikampf ebenfalls über die Felskante schleudert. Die Überlebenden werden von Scharka befreit und zum Schut geschickt, er selbst und Suef werden in der "Juwelenhöhle" eingesperrt.

Anmerkungen

  1. Karl May: Der Schut, Gesammelte Reiseerzählungen, Band  6, Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1892, S. 167.