Dank (Gedicht)
Zur Navigation springen
Zur Suche springen
Dank ist ein Gedicht von Karl May.
Inhaltsverzeichnis
Text
- Dank.
- Es fiel ein Thau wohl über Nacht
- Rings auf die durstig matten Auen,
- Und früh war in der Sonne Pracht
- Des Schöpfers Lob und Preis zu schauen.
- Ein diamantnes Leuchten sprühte
- Von Strauch zu Strauch, von Halm zu Halm,
- Und von Milliarden Perlen glühte
- Zu ihm empor ein Dankespsalm.
- Nun aber sendet Tag und Nacht
- Der Vater seinen Segen nieder,
- Und hat der Segen Glück gebracht,
- Wo bleiben dann die Dankeslieder?
- Es hat der Mensch so viel zu sagen,
- Doch Dank an Gott, den sagt er nicht.
- O, möchte er den Thau doch fragen,
- Der lehrte ihm die Dankespflicht![1]
Textgeschichte
Am 18. Dezember 1900 erschien ein Gedichtband Mays mit dem Titel Himmelsgedanken im Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld.[2] In dieser Ausgabe ist das Gedicht auf Seiten 315 enthalten. Der auf der folgenden Seite abgedruckte Aphorismus lautet:
- Die Seele des Menschen ist nach ihrem Wesen nichts als Gottesliebe. Beginnt der Geist des Menschen, diese Liebe zu empfinden, so sagt er, weil er sie nicht begreift: "Ich glaube," anstatt: "Ich liebe!"[3]
aktuelle Ausgaben
- Karl May: Himmelsgedanken. Gedichte. Union Verlag Berlin [Ost] 1988, S. 152. ISBN 3-372-00103-6 [Neusatz]
- Karl May: Himmelsgedanken. In: Karl May: Lichte Höhen. Lyrik und Drama. Karl-May-Verlag Bamberg–Radebeul 1998, S. 229. ISBN 3-7802-0049-X [modernisierter Neusatz]
- Karl May: Himmelsgedanken. Gedichte. Books on Demand GmbH Norderstedt 2005, S. 315. ISBN 3-8334-2518-0 [Reprint]
Anmerkungen
- ↑ Karl May: Himmelsgedanken, S. 315.
- ↑ Hainer Plaul/Gerhard Klußmeier: Illustrierte Karl-May-Bibliographie, S. 244.
- ↑ Karl May: Himmelsgedanken, S. 316.
Weblinks
- Der Text auf den Seiten der Karl-May-Gesellschaft.
- Der Text bei zeno.org.
- Der Eintrag Himmelsgedanken in der Bücherdatenbank.
- Der Eintrag bei himmelsgedanken.npage.de.
