Im Traum (Gedicht)
Zur Navigation springen
Zur Suche springen
Im Traum ist ein Gedicht von Karl May.
Inhaltsverzeichnis
Text[Bearbeiten]
- Im Traum.
- Ich ging im Traum zum Himmel ein
- Und blieb dort an der Thüre stehen.
- Ich sah so viele Engelein
- Hinaus und wieder einwärts gehen.
- Sie schwebten leuchtend hin und her,
- Der Himmel hier und dort die Erde,
- Auf letzterer zu fragen, wer
- Sich ihnen anvertrauen werde.
- Doch ob ich ohne Unterlaß
- Auf ihr Bemühn, ihr Sorgen schaute,
- Es war so wunderselten, daß
- Sich ihnen Jemand anvertraute.
- Das that mir so unendlich leid,
- Daß ich von meinem Traum erwachte
- Und nun seitdem und allezeit
- Den Engeln zu gehorchen trachte.
- O, könnte Jeder so, wie ich
- Einmal im Traum zum Himmel gehen,
- Es würde dieser sicherlich
- Nicht mehr vergeblich offen stehen![1]
Textgeschichte[Bearbeiten]
Am 18. Dezember 1900 erschien ein Gedichtband Mays mit dem Titel Himmelsgedanken im Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld.[2] In dieser Ausgabe ist das Gedicht auf den Seiten 147 und 148 enthalten. Der auf der gegenüberliegenden Seite abgedruckte Aphorismus lautet:
- Nirgends zeigt sich der Mensch mehr als Mensch, als wenn und wo er Mensch sein soll.[3]
aktuelle Ausgaben[Bearbeiten]
- Karl May: Himmelsgedanken. Gedichte. Union Verlag Berlin [Ost] 1988, S. 84. ISBN 3-372-00103-6 [Neusatz]
- Karl May: Himmelsgedanken. In: Karl May: Lichte Höhen. Lyrik und Drama. Karl-May-Verlag Bamberg–Radebeul 1998, S. 118 f. ISBN 3-7802-0049-X [modernisierter Neusatz]
- Karl May: Himmelsgedanken. Gedichte. Books on Demand GmbH Norderstedt 2005, S. 147 f. ISBN 3-8334-2518-0 [Reprint]
Anmerkungen[Bearbeiten]
- ↑ Karl May: Himmelsgedanken, S. 147 f.
- ↑ Hainer Plaul/Gerhard Klußmeier: Illustrierte Karl-May-Bibliographie, S. 244.
- ↑ Karl May: Himmelsgedanken, S. 149.
Weblinks[Bearbeiten]
- Der Text auf den Seiten der Karl-May-Gesellschaft.
- Der Text bei zeno.org.
- Der Eintrag Himmelsgedanken in der Bücherdatenbank.
- Der Eintrag bei himmelsgedanken.npage.de.
