Die verwünschte Ziege

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Handelnde Personen in
Die verwünschte Ziege

Hahnemann (nur erwähnt)
Anna Hampel
Johannes Hampel
Franz Holfert
Koggelmann (nur erwähnt)
Doctor Lutze (nur erwähnt)
Schwanenwirth
Wiesenwirth


Handlungsorte

zwei Dörfer
Wiesenschenke
Gasthof "Drei Schwanen"

Die verwünschte Ziege. Ein Schwank aus dem wirklichen Leben von Karl May ist eine Humoreske Karl Mays.

Textgeschichte

"Karl May in Leipzig" Nr. 110 beschäftigte sich 2017 mit den möglichen Quellen und Varianten des Motivs

Der Schwank erschien erstmals 1878 in der Zeitschrift Weltspiegel und in der Parallelausgabe Deutsche Boten beim Verlag Adolph Wolf in Dresden.[1]

1879 gab es eine Veröffentlichung unter dem Titel Eine Wette. Humoreske von Karl May in den Zeitschriften All-Deutschland! und Für alle Welt![2]

In der Reihe Humoristische Volksbibliothek des Berliner Verlags Hugo Liebau erschien die Erzählung 1880 im V. Bändchen Weg mit den Grillen! unter der Überschrift Die verhexte Ziege. Humoreske von Karl May.[3]

In den Gesammelten Werken ist der Text seit 1927 in bearbeiteter Fassung unter dem Titel Die verhexte Ziege in Band 47 Professor Vitzliputzli zu finden.[4]

1974 veröffentlichte die Karl-May-Gesellschaft als Privatdruck den Band Weltspiegel in der Reihe Erstdrucke Karl Mays in Faksimile-Ausgaben, in dem auch ein Reprint der Erstveröffentlichung enthalten war.

1980 brachte die Karl-May-Gesellschaft den Reprintband Der Waldkönig heraus, der einen reprographischen Nachdruck der Fassung Eine Wette enthält. Eine zweite Auflage erschien 2011.

In den 1990er Jahren veröffentlichte der Weltbild Verlag in der Reihe Weltbild Sammler-Edition den Sammelband Die Fastnachtsnarren und andere Erzählungen 2, der u. a. Die verhexte Ziege in modernisierter Form beinhaltet.

2003 wurde der Erstdruck im Reprint-Band Old Firehand der Karl-May-Gesellschaft wiederveröffentlicht.

Seit 2010 ist Die verwünschte Ziege in der Historisch-Kritschen Karl-May-Ausgabe enthalten und zwar im Band Die Fastnachtsnarren.

Inhalt

Franz Holfert, ein armer Buchbinder, hält um die Hand von Anna Hampel an. Deren Vater kann jedoch Franz nicht ausstehen, da dieser ihn ständig lächerlich macht, und verbietet die Verlobung. Bei einem heftigen Wortgefecht kommt es zur Wette: Holfert setzt sein ganzes Hab und Gut gegen Anna. Gewonnen hat er, wenn es ihm gelingt, Stadtrat Hampel zum Narren zu halten.

Als Hampel am nächsten Tag im Nachbarort eine Ziege kauft, verwandelt sie sich wundersamerweise in einen Bock. Als Hampel reklamieren will, ist es wieder eine Ziege – daheim angekommen erneut ein Bock. Dahinter steckt natürlich Holfert, der – als sich die Sache aufklärt – die Lacher auf seiner Seite hat und die Hand Annas erhält.

Hörbuch

Eine kostenlose Hörbuchfassung dieses Textes wurde 2010 bei LibriVox veröffentlicht.

Sonstiges

Das Motiv der vertauschten Ziege wurde auch von dem Heimatdichter Heinrich Ruppel (1886-1974) in der Erzählung "Der milchgebende Ziegenbock" benutzt.

Anmerkungen

  1. Plaul/Klußmeier, S. 41, Nr. 61 und S. 48, Nr. 80.
  2. Plaul/Klußmeier, S. 54 f., Nr. 96/96P.
  3. Plaul/Klußmeier, S. 69, Nr. 120.
  4. Hermesmeier/Schmatz, S. 240–242, Nr. GW47.

Literatur

Weblinks