Thüringen

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Thüringische Staaten um 1890

Thüringen war um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert das Land zwischen Werra und Saale, zwischen dem Harz und dem Thüringer Wald.

Allgemeines

Unter dem Namen thüringische Staaten versteht man alle damaligen Länder des Deutschen Kaiserreichs zwischen den preußischen Provinzen Sachsen und Hessen-Nassau sowie den Königreichen Bayern und Sachsen.

Zur Napoleonischen Zeit kam es zwischen Franzosen und Preußen zu den Schlachten bei Schleiz, Saalfeld und der entscheidenden Schlacht bei Jena und Auerstedt, die mit einer preußischen Niederlage endete. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft und den Ergebnissen des Wiener Kongresses formierte sich 1815 in Jena die Urburschenschaft, die 1817 das Wartburgfest veranstaltete und nationale wie liberale Bewegungen in sich vereinte.

Wappen des Freistaates

Joseph Meyer gründete 1826 in Gotha das Bibliographische Institut, den Herausgeber von Meyers Konversations-Lexikon. Auch das Bibliographische Institut F.A. Brockhaus, Herausgeber der Brockhaus Enzyklopädie, hatte seinen Sitz zwischen 1811 und 1818 in Altenburg im Osten Thüringens. Der erste Duden erschien 1872 in Schleiz.

Die Revolution von 1848 verlief in Thüringen eher unspektakulär. Im Preußisch-Österreichischen Krieg von 1866 standen die meisten Thüringer Staaten auf Seiten Preußens, lediglich Sachsen-Meiningen und Reuß älterer Linie waren mit Österreich verbündet.

Als Folge der Industrialisierung wurde Thüringen zur Wiege der Sozialdemokratie. 1869 gründeten August Bebel und Wilhelm Liebknecht in Eisenach die Sozialdemokratische Arbeiterpartei.

Erst 1920 wurde der Freistaat Thüringen gegründet.

bei Karl May

im Werk

Thüringen
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

nur erwähnt in:
Wanda
Durch die Wüste
Von Bagdad nach Stambul
Am Rio de la Plata

Thüringen ist kein Handlungsort eines Werkes von Karl May, wohl aber die Heimat zweier Nebenfiguren:

In Thüringen sind sich außerdem die damals zwölfjährige Wanda von Chlowicki und der fünf Jahre ältere Emil Winter das erste Mal begegnet (Wanda).

im Leben

Heinrich Lißner war ein Puppenspieler aus Frankenberg, der mit seinem "Marionetten-, Welt- und Metamorphosentheater" auch in Ernstthal gastierte. Vermutlich 1851 trat er im Ernstthaler Webermeisterhaus auf. Karl May schrieb später, dass er die Vorstellung mit seiner Großmutter besucht hätte.

Es gab Theater. Zwar nur ein ganz gewöhnliches, armseliges Puppentheater, aber doch Theater. Das war im Webermeisterhause. Erster Platz drei Groschen, zweiter Platz zwei Groschen, dritter Platz einen Groschen, Kinder die Hälfte. Ich bekam die Erlaubnis, mit Großmutter hinzugehen. Das kostete fünfzehn Pfennige für uns beide. Es wurde gegeben: "Das Müllerröschen oder die Schlacht bei Jena."[1]

Emma Pollmer und auch Sascha Schneider lebten einige Jahre in Weimar.

Anmerkungen

  1. Karl May: Mein Leben und Streben, S. 55 (ohne genaue Datierung).

Weblinks