Napoleon Bonaparte

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Napoléon Bonaparte (* 15. August 1769 in Ajaccio, Korsika [damals von Frankreich besetzt]; † 5. Mai 1821 in Longwood House, St. Helena, Süd-Atlantik) war General in der französischen Revolutionsarmee. Von 1799 bis 1804 Erster Konsul der Französischen Republik (durch Selbsternennung), von 1804 bis 1815 (ebenfalls durch Selbsternennung) mit kurzer Unterbrechung Kaiser der Franzosen, 1805 König von Italien, 1806 Protektor des Rheinbundes.

Bedeutung

Napoléon Bonaparte gilt als einer der fähigsten militärischen Führer aller Zeiten. Es gelang ihm in kurzer Zeit, fast ganz Europa unter seine direkte oder indirekte Kontrolle zu bringen. Er selbst machte sich zum Kaiser von Frankreich und Verwandte und Vertraute zu Königen und Fürsten der eroberten Länder. Nicht minder bedeutsam ist Napoléons staatsmännische Aufbauleistung in der Zeit nach der Französischen Revolution. Sein Gesetzbuch Code Civil gilt in Frankreich bis heute und hatte seit seiner Veröffentlichung im Jahre 1804 einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung des bürgerlichen Rechts.

Die von Napoléon erzwungene Abdankung des deutschen Kaisers Franz II. und die Beendigung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, die Neuordnung deutscher Fürstentümer zu größeren Territorien wie auch der spätere Befreiungskampf gegen Napoléon förderten das deutsche Nationalgefühl und den Aufstieg Preußens bis hin zum Deutschen Reich.

bei Karl May

Werke mit
Napoleon Bonaparte
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Robert Surcouf
Die Liebe des Ulanen
Waldröschen (nur erwähnt)
Die Kriegskasse (nur erwähnt)

in Robert Surcouf/Ein Kaper

Napoleon ist zu Beginn der Erzählung noch Colonel. Er "war von kleiner, schmächtiger Gestalt; sein hageres, scharf geschnittenes Gesicht zeigte eine bronzene Färbung; die breite Stirn bedeckte ein Tressenhut, und die Gestalt war in einen weiten Regenrock gehüllt ... Er mochte vierundzwanzig Jahre zählen; sein bartloses Gesicht blieb vollständig regungslos, aber sein mächtiges Auge blitzte im Kreise umher". Robert Surcouf trifft bei Beausset zum ersten Mal auf Napoleon; kurze Zeit später in Toulon bittet Surcouf Napoleon um ein Schiff, damit er für Frankreich kämpfen kann. Napoleon lehnt ab. Daraufhin entführt Surcouf aus dem von den Engländern belagerten Toulon ein englisches Schiff unter den Augen Napoleons, so dass dieser zugeben muss, sich in Surcouf getäuscht zu haben. Jahre später, Napoleon ist inzwischen Kaiser geworden, trifft er mit dem amerikanischen Erfinder Robert Fulton zusammen, der ihm seine Erfindung, das Dampfboot, anbietet. Napoleon lehnt auch hier ab. Mit Surcouf, der ein berühmter Kaper wurde, trifft Napoleon in Paris noch einmal zusammen. Dieses Mal bietet Napoleon ihm an, eine Escadre zu führen. Surcouf lehnt jedoch ab, da er lieber weiter als Kaper für Frankreich kämpfen will.

Napoleon und Margot

in Die Liebe des Ulanen

Napoleon ist "ein kleiner, nicht allzu schmächtiger Mann, trug ein kleines Hütchen auf dem Kopf, und einen grauen Ueberrock. Die Beine staken in hohen Schaftstiefeln". Er wird mit seiner Begleitung, den Marschällen Ney, Grouchy und Gourgaud, in den Überfall auf die Kutsche der Baronin de Sainte-Marie im Argonner Wald verwickelt. Dabei lernt er Margot Richemonte kennen und begehrt sie. Er setzt die Reise zusammen mit den Damen fort und gerät in einen Hinterhalt von Wegelagerern. Nur durch die Hilfe von Hugo von Königsau und Florian Rupprechtsberger können die Räuber geschlagen werden. Margot wird von einem Schuss getroffen, der dem Kaiser galt. Anlässlich der Versorgung der Wunde Margots kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem eifersüchtigen Napoleon und Hugo, der als Seekapitän de Sainte-Marie dem Kaiser als Verlobter Margots vorgestellt worden war. Napoleon weist Hugo aus seinem Gefolge, ungeachtet, dass dieser ihm gerade erst das Leben gerettet hat. Auf dem Schloss der Sainte-Marie richtet Napoleon sein Hauptquartier ein, um in Margots Nähe zu sein, macht ihr den Hof und versucht, sie zu überreden, ihre Verlobung zu lösen, was Margot ablehnt. Von Albin Richemonte, den Napoleon in seine Dienste nimmt, erfährt er, dass Hugo ein preußischer Offizier ist. Er gibt Richemonte die Vollmacht, Margot gegen ihren Willen mit dem Baron de Reillac zu verheiraten, da er sich dadurch verspricht, Zugang zu ihr zu haben, und trägt ihm auf, Hugo zu fangen. Dieser belauscht all diese Gespräche und erfährt so auch Napoleons Kriegspläne, die er an Gebhard Leberecht von Blücher weitermeldet. Napoleon wird dadurch in der Schlacht bei Waterloo (1815) geschlagen. Danach wird Napoleon nach St. Helena verbannt.

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.

Weblinks