Weimar

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Herzogtum Sachsen-Weimar

Weimar im heutigen Thüringen war seit 1547 Residenzstadt des Herzogtums Sachsen-Weimar und zeitweise ein kultureller Brennpunkt Europas.[1]

Kulturelles Zentrum der deutschen Klassik

Wappen der
Stadt Weimar

Ab etwa 1780 riefen die regierende Herzogin Anna Amalia und ihr Sohn Karl August Dichter wie Johann Wolfgang von Goethe oder Friedrich Schiller an ihren Hof, so dass sich dort die Weimarer Klassik etablierte. An der Universität Jena bildete sich in dieser Zeit ein Zentrum der deutschen Philosophie, das sich durch das Wirken von Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und Georg Wilhelm Friedrich Hegel begründete. Auch die Romantik um Dichter wie Novalis, Clemens Brentano oder Friedrich Schlegel war zu dieser Zeit deutschlandweit stilprägend.

Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft und den Ergebnissen des Wiener Kongresses formierte sich 1815 in Jena die Urburschenschaft, die 1817 das Wartburgfest in Eisenach veranstaltete und nationale wie liberale Bewegungen in sich vereinte.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte Weimar eine Renaissance, Musiker wie Franz Liszt kamen an den Hof und die Weimarer Malerschule etablierte sich seit 1860 in der deutschen Malerei.

Karl May und Weimar

Karl Mays Aufenthalte

Briefkopf des Hotels "Erbprinz"

Karl May, der die Klassiker – besonders Friedrich Schiller – sehr verehrte, hat natürlich auch Weimar besucht. Am 21. September 1900 beispielsweise war er im Hotel "Erbprinz" und schrieb seinem tschechischen Verleger Josef Vilímek. Auch auf der großen Rundreise 1901 machte er mit Emma in Weimar Station.

Auf ihrer Rundreise 1904 besuchten Klara und Karl May am 31. Oktober Sascha Schneider in Weimar, der als Professor an die Kunstschule berufen worden war.

Emma May und Weimar

In Weimar lebte auch Emma Pollmer gesch. May nach der Scheidung im Jahr 1903. Emma Mays Wohnung hat aber vermutlich nur Klara Plöhn/May betreten. Selma vom Scheidt, Emma Mays Freundin in dieser Zeit, war hier am großherzoglichen Hof engagiert und trat teilweise als Vermittlerin zwischen Karl und Klara May einerseits und Emma Pollmer andererseits auf. Als die rechtlichen Auseinandersetzungen um May eskalierten, reiste Rudolf Lebius mehrfach nach Weimar, um Emma Pollmer aufzusuchen.

Karl-May-Stätten

  • Hotel "Erbprinz" (später Parkhotel; abgerissen)
  • Wohnung von Selma vom Scheidt in der Lassenstraße 31 (Fuldaer Straße 73)
  • Wohnung von Emma Pollmer in der Lassenstraße 3 und der Wildenbruchstraße 2, Jahnstraße 2 bzw. Wallendorfer Str. 2

Anmerkungen

  1. Siehe zum Beispiel den Artikel Weimarer Klassik in Wikipedia.

Literatur

Weblinks