Lorenz Krapp

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Lorenz Krapp

Lorenz Alexander Krapp (* 18. Dezember 1882 in Bamberg; † 21. Mai 1947) war ein Lyriker, der unter dem Pseudonym Arno v. Walden in jungen Jahren Gedichte veröffentlichte. Er war mit Euchar Albrecht Schmid seit der Schulzeit befreundet.

Leben und Werk

Krapp machte 1901 auf dem Neuen Gymnasium in Bamberg sein Abitur, erhielt dann ein Stipendium für das Studium der Rechtswissenschaft am Maximilianeum in München.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft trat er in den Auswärtigen Dienst und wurde Vertreter am deutsch-italienischen Schiedsgericht in Rom und Ersatzrichter am Deutschen Konsular-Obergericht in Kairo. Ab 1931 übernahm Krapp den Vorsitz des Landesgerichts Bamberg.

1933 trat er als Landgerichtspräsident in Bamberg zurück, nahm aber 1945 die richterliche Laufbahn wieder auf.

Lorenz Krapp schrieb vaterländische Fahnenhymnen und neuchristliche Gedichte (die Karl May gefielen).[1] 1911 schrieb er das Bundeslied des Rad- und Motorfahrer-Verbandes Concordia.

Lorenz Krapp und Karl May

Er hatte Karl May persönlich kennengelernt und war vom 4. bis zum 5. April 1909 Gast in der Villa "Shatterhand" in Radebeul. Ein Foto zeigt Krapp in Mays Jagdrock.[2]

Klara May schreibt in einem Brief:

"Über Herrn Dr. Krapp haben auch wir uns sehr gefreut. Dieser liebe, liebe edle Mensch. Ich erbitte Gottes reichsten Segen für ihn. Er wird sicher ein großer Mann werden. Möchte ihm der aufreibende Kampf erspart bleiben, der sich leider an solche Leute hängt."[3]

Die Bekanntschaft mit Klara May bestand über den Tod Mays im März 1912 hinaus.

Die Augsburger Postzeitung veröffentlichte von Krapp 1906 eine apologetische Aufsatzreihe mit dem Titel „Das Problem Karl May“.[4] Es gab auch weitere Aufsätze und Gedichte, die teilweise in den Karl-May-Jahrbüchern veröffentlicht wurden.

Krapp war offenbar 1908 zeitweise als Verleger im Gespräch,[5] da der Verlagsvertrag mit Friedrich Ernst Fehsenfeld 1907 gekündigt worden war. Da May und Fehsenfeld sich allerdings wieder versöhnten (und Krapp seine Verlobung mit einer Druckereibesitzertochter 1909 wieder löste), kam es nicht dazu.

Werke

  • Kreuzesblüten (1901)
  • Opernfeuer (1904)
  • An Karl May. Zum Pfingstmorgen 1909. In: Karl-May-Jahrbuch (KMJb.) 1934
  • Der Ruf in die Weite. Zur geschichtlichen Stellung des Lebenswerks Karl Mays. In: KMJb. 1934
  • Das Problem Karl May. In: Literarische Beilage zur "Augsburger Postzeitung", Nr. 52 (27.11.1906)

Anmerkungen

  1. Faksimile eines Briefes aus dem Jahre 1907 in 25 Jahre Karl-May-Verlag.
  2. Foto in Der geschliffene Diamant, S. 23.
  3. Brief an Babette Hohl im Dezember 1906
  4. Abgedruckt in „Karl May und Augsburg“ – Sonderheft der Karl-May-Gesellschaft, Nr. 82 / 1989.
  5. L. Schmid: 90 Jahre Verlagsarbeit für Karl May, S. 21.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.


Weblinks