Kirchheim unter Teck

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Kirchheim unter Teck ist eine Stadt in der Nähe von Stuttgart. Hier lebten Emma und Max Weise, die mit Karl und Emma May bekannt waren. Die beiden Frauen waren Freundinnen seit Jugendzeiten.

Emma Weise geb. Brehmer (1854-1940) wohnte in 1880 Hohenstein in unmittelbarer Nachbarschaft (Obwohl Mays Mutter eine geborene Weise war, gibt es keine Verwandtschaft). Am 31. Juli 1880 führte Carl Max Weise (1855-1931) Emma Brehmer zum Standesamt in Hohenstein und am 17. August 1880 Karl May Emma Pollmer zum Standesamt in Ernstthal.

Aufenthalte

Ein erster (?) Besuch in Kirchheim fand vermutlich im November des Jahres 1890 statt.[1] Anlass der Reise ist ein Besuch des Ehepaares Max und Emma Weise in deren Villa.

Nach früheren Forschungen von Martin Lowsky soll Karl May Mitte September 1898 mit seiner Frau Emma nach Kirchheim unter Teck im damaligen Königreich Württemberg gereist sein. Hier soll May in Ruhe an "Am Jenseits" gearbeitet und Anfangspartien erstellt haben.

Wie Sie aus meinen Karten ersehen haben, war ich nicht daheim sondern wegen den lästigen, täglichen Leserbesuchen nach dem einsamen Orte geflohen, um ungestört am Band 25 "Am Jenseits" arbeiten zu können.[2]

Ende September 1898 sollen die Mays die Rückreise angetreten haben. Nach neueren Forschungsergebnissen von Hartmut Wörner ist der Aufenthalt in Kirchheim im September 1898 eher unwahrscheinlich und May hielt sich in dieser Zeit in der Sommerfrische im sächsischen Mulda auf.

Sehr wahrscheinlich ist hingegen, dass May mit Emma und seiner späteren Frau Klara Plöhn im Herbst 1901 in Kirchheim weilte.

Zwischen dem 17. und 20. Mai 1899 besucht Emma May allein wieder ihre Freundin in Kirchheim unter Teck, denn Karl May befindet sich inzwischen auf seiner Orientreise.

Ein weiterer Besuch im November 1907 von Emma Pollmer – den Namen May darf sie nach der Scheidung nicht mehr tragen – bei ihrer Freundin und deren Ehemann ist nachgewiesen. Im Jahr 1909 werden die Weises Emma Pollmer sogar 1.500 Mark leihen, damit ihre Existenz für die nächste Zeit gesichert ist.

Karl May jedoch war seit der Scheidung von Emma 1903 bei der Familie Weise zur Unperson geworden. Noch im Jahre 1979 hatte Fritz Maschke Mühe bei einer Recherche über Karl May bei den Enkeln Weises Entgegenkommen zu finden.

Anmerkungen

  1. undatiertes Notizbuch - zitiert in der Karl-May-Chronik I, S. 391
  2. Brief von Karl May an Friedrich Ernst Fehsenfeld 1. Oktober 1898; zitiert nach Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld I, S. 260f.

Literatur

Weblinks