Hobble-Frank

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Disambig-dark.png Begriffsklärung Diese Seite behandelt die Romanfigur, das Pseudonym von Karl May wird auf der Seite Hobble-Frank (Pseudonym) beschrieben.
Werke mit
Hobble-Frank
KBN2.jpg Bild2.jpg OS19.jpg

Der Sohn des Bärenjägers
Der Geist des Llano estakado
Der Schatz im Silbersee
Der Ölprinz
"Villa Bärenfett"
Der Schlangenmensch
Der schwarze Mustang

Hobble-Frank ist einer der kauzigen Westmänner, wie Karl May sie so gut beschreiben konnte.

Aussehen und Charakter

Hobble-Frank mit den Zügen Eberhard Cohrs' auf dem Beobachter an der Elbe Nr. 11/Dezember 2008

Seinen ersten Auftritt im Werk hat er im Roman Der Sohn des Bärenjägers, dort wird er wie folgt beschrieben: Er trug indianische Schuhe und Lederhosen, dazu einen einst dunkelblau gewesenen, jetzt aber sehr verschossenen Frack, mit Patten, hohen Achselpuffen und blank geputzten Messingknöpfen. Die langen Schöße hingen flügelartig rechts und links an den Seiten des Pferdes hernieder. Auf dem Kopfe saß ein riesiger, schwarzer Amazonenhut, welchen eine gelb gefärbte, unechte Straußenfeder schmückte. Bewaffnet war der kleine schmächtige Mann mit einer Doppelbüchse, welche ihm über die Schulter hing, mit einer Messer und zwei Revolvern, die er im Gürtel trug. An dem letzteren hingen mehrere Beutel, wohl zur Aufnahme der Munition und allerhand notwendiger Kleinigkeiten bestimmt; jetzt aber schienen sie ziemlich leer zu sein. Später allerdings (in Der Ölprinz) kleidet er sich aus Verehrung dem Helden gegenüber genauso wie Old Shatterhand.

Hobble-Frank wird er genannt, weil er aufgrund einer alten Verletzung hinkt. Sein bürgerlicher Name lautet Heliogabalus Morpheus Edeward Franke, gebürtig aus Moritzburg, Sachsen. Vor seiner Auswanderung nach Amerika war er dort Forstgehilfe. Er hält sich für besonders gebildet, wirft aber vieles durcheinander und reagiert sehr heftig, wenn man ihn auf diese Fehler aufmerksam macht oder gar verbessert.

Auch wenn ihm eine gewisse Selbstüberschätzung nicht abgesprochen werden kann, ist er doch eine ehrliche und zuverlässige Haut, mutig und listig.

Hobble-Frank ist der Vetter von Tante Droll, den er erst im Wilden Westen wiedertrifft (siehe auch Der Schatz im Silbersee). Da die beiden von Old Firehand an der Silbermine beteiligt werden, gelangen sie zu einem gewissen Wohlstand, und Hobble-Frank kauft sich in der Nähe von Moritzburg die Villa Bärenfett. Der Wilde Westen wird sie allerdings in Der Ölprinz noch einmal zurückziehen.

Schreibweise

Karl May verwendete ursprünglich (z.B. in Der Sohn des Bärenjägers) die Schreibweise Hobbel-Frank. Später wurde diese der korrekten englischen Schreibweise des Verbs "to hobble" angepasst.

Pseudonym

May verwendet die Figur in den Jugenderzählungen und als eigenes Autoren-Pseudonym für zwei kurze, an die Jugend gerichtete Aufsätze ("Villa Bärenfett" und Der Schlangenmensch). Auch in der Rubrik "Allerlei" des Guten Kameraden beantwortet May unter diesem Pseudonym Leserbriefe. Hobble-Frank vertritt zum einen das unterhaltende Element, zum anderen werden über seine Tiraden Fremdworte und sonstige Bildungsinhalte transportiert.

Leserbriefe u.ä. von "Hobble Frank"

Sonstiges

Tante Droll und Hobble-Frank gehören zu den wenigen Westmännern, die tatsächlich einmal die großen Drei des Westens – Old Firehand, Old Shatterhand und Winnetou – miteinander aus feindlichen Indianerhänden befreien können, wenn sie nicht überhaupt die einzigen sind, die sich dessen rühmen dürfen.

In dem kurzen Text Der Schlangenmensch kehrt Hobble-Frank gerade aus Ostafrika, von Sansibar, zurück.

im Hörspiel

u.v.a.

Alle Sprecher des Hobble-Frank in einer Übersicht in der Hörspieldatenbank.

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.