Saiwa tjalem

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Handelnde Personen in
Saiwa tjalem

Knecht Anda
Ich-Erzähler
Diener Keira
Sohn Neete
Tochter Marja
Knecht Pawek
Vater Pent
Onkel Sätte
Mutter Snjära
Nachbar Stalo


Handlungsorte

Lappland

Samische Kåta um 1900

Saiwa tjalem. Von Karl May ist eine Reiseerzählung Karl Mays.

Textgeschichte

Die Erzählung wurde 1883 geschrieben und im selben Jahr erstmals in der Zeitschrift Vom Fels zum Meer veröffentlicht.[1]

1897 wurde der Text dann in den Band Auf fremden Pfaden der Gesammelten Reiseerzählungen übernommen.

In den Gesammelten Werken ist der Text nach 1945 unter dem Titel Der Talisman in Band 23 Auf fremden Pfaden zu finden.

Der Braunschweiger Verlag A. Graff veröffentlichte 1976 in der Reihe Werkdruck-Reprints den Vom Fels zum Meer-Band Christi Blut und Gerechtigkeit/Saiwa tjalem mit einem Faksimile des Erstsatzes.

1984 gab Siegfried Augustin im Südwest Verlag Stuttgart den von Gustav Krum illustrierten Anthologieband Die schönsten Abenteuergeschichten heraus, der u. a. eine bearbeitete Fassung der Erzählung mit dem Titel Old Shatterhands Abenteuer in Lappland beinhaltet. 1997 wurde der gleiche Band bei Cormoran veröffentlicht.

1985 erschien die Wiedergabe des Erstdrucks in Der Krumir, einem Reprintband der Karl-May-Gesellschaft.

Bei Langen-Müller erschien 2001 der von Siegfried Augustin und Walter Hansen herausgegebene Karl-May-Band Abenteuergeschichten, der wiederum eine Bearbeitung mit dem Titel Saiwa tjalem – Als Skiläufer in Lappland enthält.

Unter dem Titel Der Rentiermörder erschien 2007 eine bearbeitete Fassung der Geschichte im Sonderband zu den Gesammelten Werken An der Quelle des Löwen.

2011 gab German Neundorfer in der Reihe Fischer Klassik die Anthologie Die schönsten Jagdgeschichten. Ein Lesebuch heraus, das einen unbearbeiteten Neusatz der Geschichte unter dem Titel Bärenjagd in Lappland enthält.

Die Fassung Der Talisman ist im 2012 im Karl-May-Verlag erschienenen Sonderband Ein Lesebuch enthalten, von dem auch eine Lizenzausgabe bei Weltbild erschienen ist.

Inhalt

In Mays einziger in Lappland spielenden Erzählung ist der Ich-Erzähler auf Besuch bei einer Lappen-(Samen-)Familie in deren Kåta (Kohte). Bei der Jagd auf einen Bären, der ein Rentierkalb gerissen hat, sehen die Verfolger einen Mann, der offenbar aus schlechtem Gewissen vor ihnen flieht. Vater Pent, der darauf besteht, ihn allein zu verfolgen, stürzt in eine Eisspalte und wird vom Erzähler gerettet. Vorher war er vom Dieb seiner versteckten Ersparnisse niedergeschlagen und beraubt worden. Sein Saiwa tjalem (wörtlich: "heiliges Schriftstück" = Talisman, Amulett) soll ihm bei der Wiederbeschaffung helfen. Der Erzähler kann durch seine Fährtenlesekunst und List den Knecht Pawek des Nachbarn Stalo als Räuber überführen.

"Härra, hier thue ich, was ich dir gelobt habe. Du hast mir bewiesen, daß dieses Saiwa tjalem kein heiliges Schreiben ist; das Feuer mag es fressen. Du aber bleibe bei uns, so lange es dir gefällt, denn wir haben dich lieb und du bist so klug und freundlich, als ob du unser Sohn und Bruder seist – – mon kalkap wuortnot ... ich werde es beschwören!"[2]

Sonstiges

Die Erzählung wurde 1888 in die Welthilfssprache Volapük übersetzt und veröffentlicht.

Anmerkungen

  1. Plaul/Klußmeier, S. 101, Nr. 166.
  2. Karl May: Saiwa tjalem, S. 48.

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.

Weblinks