Baadri

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Baadri
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Durch die Wüste
Durchs wilde Kurdistan

Baadri (richtig Baadhra) ist ein Ort bei Lalisch, dem religiöse Zentrum der Jesiden in der Nähe von Mossul. In Baadhra residiert ihr weltliches und geistliches Oberhaupt, der Mir, der auch Schaichan Mire Schaichan genannt wird. Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Religion ist der Nordirak, in dem auch Baadhra liegt; hier sollen nach Schätzungen von Amnesty International (2009) noch zwischen 160.000 bis 350.000 Jesiden leben. Unter den mehrheitlich muslimischen Kurden sind die Jesiden eine Minderheit.

bei Karl May[Bearbeiten]

Baadri ist in Karl Mays ersten beiden Romanen des Orientzyklus der Hauptort der Jesiden. Hier wohnen der Mir Scheik Khan, das geistliche, und Ali Bey, das weltliche Oberhaupt sowie Pir Kamek, der weiseste Mann des Stammes.

Wir waren nun beinahe zehn Stunden lang im Sattel gewesen und also ziemlich müde, als wir die Hügelreihe erreichten, an deren Fuß das Dorf lag, welches der Wohnplatz des geistlichen Oberhauptes der Teufelsanbeter, sowie des weltlichen Oberhauptes des Stammes war.[1]

Baadri wird den anrückenden türkischen Soldaten kampflos überlassen, um sie in die Falle von Scheik Adi zu locken.

»Hast Du Deine Vorbereitungen für Baadri getroffen?« frug ich den Bey.
»Ja. Bis Dscherajah stehen Posten, welche mir das Nahen des Feindes sofort melden.« 
»Baadri wirst Du den Türken ohne Vertheidigung lassen?« 
»Natürlich. Sie werden still hindurchziehen, um uns nicht vor der Zeit aufmerksam zu machen.«[2]

Tatsächlich bleibt Baadri von Zerstörung und Plünderung verschont.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Karl May: Durch die Wüste. Band 1 der Gesammelten Reiseromane, Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1892, 11. Kap., S. 140.
  2. Durch die Wüste. 11. Kap., S. 140.

Weblinks[Bearbeiten]