Amadijah

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Amadijah (Amediye) heute

Amadijah, heute Amediye (kurdisch: Amêdî, arabisch: ‏العمادية‎ al-'Amādiyya), ist eine kleine Stadt im Gouvernement Dahuk der Autonomen Region Kurdistan im Irak.

Die Stadt liegt 10 km von der türkischen Grenze entfernt. Die Geschichte der Stadt ist sehr alt und reicht bis 3000 v.u.Z. zurück. Den Kern der Stadt bildet eine alte Festung, die der Stadt auch den Namen gab. Der alte Name der Festung war Djabal. Nach der Eroberung des Gebietes 1142 durch Imad al-Din Zangi erhielt sie den Namen Imadiye bzw. Amediye. Vom 13. bis zum 19. Jahrhundert war Amediye Sitz des kurdischen Fürstentums Badinan und Teil des Osmanischen Reiches. Die Höhe der Stadt beträgt 1400 m über Meeresspiegel. In der Stadt befindet sich eine der ältesten Moscheen mit einem Minarett, das 30 m hoch ist.

bei Karl May

Amadijah
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Durch die Wüste (nur erwähnt)
Durchs wilde Kurdistan

Amadijah ist im Orientzyklus von Karl May eine heruntergekommene türkische Grenzfestung.

Nun hatten wir den kegelförmigen Berg vor uns, auf welchem Amadijah liegt. Wir erreichten es sehr bald. Zur Rechten und zur Linken des Weges, der uns emporführte, bemerkten wir Fruchtgärten, welche eine leidliche Pflege zu genießen schienen; der Ort selbst aber machte schon von außen keinen sehr imponirenden Eindruck auf uns. Wir ritten durch ein Thor, welches jedenfalls einmal ganz verfallen und dann nur nothdürftig ausgebessert worden war. Einige zerlumpte Arnauten standen da, um Sorge zu tragen, daß kein Feind die Stadt überfalle. Einer von ihnen ergriff mein Pferd, und ein Anderer das des Haddedihn beim Zügel.[1]

Kara Ben Nemsi will dort mit Hilfe von Mohammed Emin, dem Scheik der Haddedihn, Sir David Lindsay und Hadschi Halef Omar den Sohn Mohammed Emins, Amad el Ghandur, aus dem Gefängnis befreien. Der Kommandant der Festung, der erpresserische Mutesselim, und sein schwadronierender Offizier Selim Agha können die Freunde nicht hindern, dies zu tun und auch noch den verbrecherischen Makredsch von Mossul verhaften zu lassen. Kara trifft in der Festung auch zum ersten Mal mit Marah Durimeh zusammen. Nur Selim Agha und seine Haushälterin Mersinah sind betrübt, sich von den großzügigen Gästen bald wieder verabschieden zu müssen.

Anmerkungen

  1. Karl May: Durchs wilde Kurdistan, Band 2 der Gesammelten Reiseromane, Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1892, S. 202.

Weblinks