Alois Schießer

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Alois Schießer

Alois Schießer (* 6. März 1866 in Linz; † 20. Januar 1945 in Linz) war Rechnungspraktikant und Amateurfotograf aus Linz.

Karl May und Alois Schießer

Im Frühjahr 1896 machte Schießer bei einem Besuch in Radebeul in mehreren Sitzungen 101 Aufnahmen von Karl May, die anschließend zu Werbezwecken verwendet wurden (die Negative erwarb der mit Schießer befreundete Adolf Nunwarz, der sie ausarbeitete, vervielfältigte und kräftig vermarktete). Dazu bot Karl May dem damaligen Jurastudenten eine Wohnung in der Villa "Shatterhand" an – Bedingung war, dass Schießer seine fotografischen Apparate mitbrächte. Im April 1896 bot May ihm finanzielle Unterstützung für eine Fortsetzung seines Studiums in Dresden an und vermittelte ihm ein "Logis" in Radebeul[1]. Nebenbei wirkte Schießer als Bibliothekar und Sekretär und arbeitete – ohne sein Studium fortzusetzen – als Stenograph am sächsischen Landtag. Er blieb etwa ein Jahr.

Mit Schießer blieb May weiterhin freundlich verbunden. 1899 bekam auch Schießer Postkarten von der Orientreise, z. B. aus Colombo – allerdings steht darin kein Wort davon, dass May die entdeckten Goldfelder mit ihm teilen wolle. 1904 bat May Schießer um Mithilfe bei der Recherche nach u. a. Willibrord Beßler.[2]

Später wurde Schießer Landesrechnungsdirektor und Leiter des Landes-Stenographenamtes.

Anmerkungen

  1. Karl-May-Chronik I, S. 524.
  2. Karl-May-Chronik III, S. 356.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.


Weblinks