Düsseldorf

Aus Karl-May-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Düsseldorf ist heute die Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen und mit 598.686 Einwohnern (31. Dezember 2013) nach Köln die zweitgrößte Stadt des Landes sowie Behördensitz des Regierungsbezirks Düsseldorf mit rund fünf Millionen Einwohnern. Die Stadt liegt an der Mündung der Düssel in den Rhein.

im 19. Jahrhundert

Düsseldorf war die Hauptstadt des Regierungsbezirks Düsseldorf (5473 km², 2.599.806 Einwohner, 26 Kreise, darunter 10 Stadtkreise) der preußischen Rheinprovinz. Im Jahr 1900 hatte die Stadt 213.711 Einwohner, eine Garnison, ein Oberlandes-, ein Land- und ein Amtsgericht, eine Reichsbankstelle, eine Oberpostdirektion, eine Handels- und eine Handwerkerkammer, eine königliche Kunstakademie, zwei Gymnasien, ein Realgymnasium, eine Oberreal- und vier höhere Mädchenschulen sowie ein Lehrerinnenseminar. Weiterhin gab es in Düsseldorf eine städtische Bildergalerie, ein Kupferstich- und ein Antikenkabinett, ein historisches Museum und eine Sternwarte. Düsseldorf war bedeutend in Industrie (Walzwerke, Eisenbahnwagen, Dampfkessel, Gießerei, Weberei, Spinnerei, Gerberei, Färberei, Mostrich-, Likör- und Punschfabriken) und Handel sowie in der Schiffahrt.

Karl May und Düsseldorf

im Leben

Hotel Breidenbacher Hof

In Düsseldorf war Karl May am 5. November 1901 in Begleitung seiner Frau Emma und der befreundeten Witwe Klara Plöhn. Sie logierten im Hotel Breidenbacher Hof und besuchten die Familie Gustav Meyer. (Rundreise 1901)

1902 hielt sich Karl May für drei Tage in Düsseldorf auf. Er bereitete dort den Vertrieb der Schrift Karl May als Erzieher vor und besuchte einen Vortrag von Hermann Cardauns (in Elberfeld) incognito.

Er logierte am 25./26. April 1910 im "Breidenbacher Hof" und traf sich mit seinem ehemaligen Schulkameraden Hermann Waldemar Otto.

Die Rheinische Post berichtete am 13. Juli 1949, Karl May sei zwei Mal in Düsseldorf gewesen: 1875 und 1912. Etwa 1875 (auf seiner Werberundreise) habe

in den Direktionen der großen Düsseldorfer Werke ein jüngerer Mann vor[gesprochen], der sich als Schriftleiter aus Dresden vorstellte und auf einer Rundreise durch das westdeutsche Industriegebiet begriffen war, um für ein neues, von ihm begründetes Blatt "Schacht und Hütte" zu werben [...]. Die Industrieleute horchten auf, denn das war etwas Neues.

1912 sei May nach Essen gefahren und habe dabei die Gelegenheit wahrgenommen, im Kloster an der Osterstraße einen befreundeten Franziskanerpater zu besuchen, nach Recherchen der Rheinischen Post habe es sich hierbei um P. Matthäus Schneiderwirt gehandelt.

in der Rezeption

Als 1949 in Ratingen bei Düsseldorf auf der Naturbühne Blauer See erstmals Karl-May-Spiele stattfanden, kam es zur Gründung eines Vereins, dessen Mitglieder sich Karl May verbunden fühlten und sich für den Erhalt der Festspiele in Ratingen einsetzten. Dieser Verein nannte sich Gesellschaft der Freunde Karl Mays e. V. oder Karl-May-Gesellschaft e. V. und steht nicht in Zusammenhang mit der heutigen Karl-May-Gesellschaft.

Literatur

Weblinks