Paul Ziller

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Paul Ziller (l. mit Mantel) beim Bau von Mays Grabmal

Paul Friedrich Ziller (* 30. Mai 1846 in Oberlößnitz [heute Radebeul]; † 11. März 1931 in Radebeul) war ein deutscher neoklassizistischer Architekt, der etwa 25 Jahre lang in Griechenland bei seinem ältesten Bruder Ernst Ziller entworfen hat. Er war der jüngste von vier Brüdern und entstammte wie diese aus einer sächsischen Baumeisterfamilie.

Leben

Ziller wurde als eines von zehn Kindern des Radebeuler Baumeisters Christian Gottlieb Ziller (* 1807; † 1873) geboren. Nach einer Steinmetzlehre 186062 studierte er, vermutlich in Dresden, Architektur.

Nach seinem Militärdienst 1868 ging er zu seinem ältesten Bruder Ernst Ziller nach Athen, wo er als dessen Assistent in den folgenden 25 Jahren Wohnhäuser und Inneneinrichtungen entwarf.

Mitte der 1890er Jahre kehrte Ziller nach Sachsen zurück und ließ sich 1897 in Kötzschenbroda nieder. 1901 übernahm er kurzzeitig die Leitung der Baufirma Gebrüder Ziller seiner inzwischen verstorbenen älteren Brüder Moritz und Gustav, überließ sie nach kurzer Zeit bereits wieder seiner Schwägerin, der Witwe von Gustav. Paul Ziller eröffnete im Oktober 1901 in Serkowitz ein "Bureau für Architektur", das er bis mindestens 1912 aktiv betrieb.

1910 erhielt Paul Ziller wegen seiner Verdienste für den griechischen Staat den Erlöser-Orden.

Paul lebte die letzten Jahre seines Lebens in relativer Armut bei seiner Schwester Pauline in der Rosenstraße 20. Er wurde auf dem Friedhof Radebeul-Ost beerdigt.

Paul Ziller und Karl May

Karl May und Paul Ziller lernten sich durch den Bau des Grabmals kennen. In der Folgezeit hielten sie lose Kontakt. Klara Plöhn notierte 1902 in ihr Tagebuch:

Der Mann ist gutmüthig. Seine Schwester möchte ich soll ihn heiraten. Diese Närrin.[1]

Anmerkungen

  1. Zitiert nach Karl-May-Chronik III, S. 13.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.