Otto Eicke

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Max Eduard Otto Eicke (* 7. April 1889 in Plauen bei Dresden; † Dezember 1945 nach einer Beinamputation im Lazarett) war ein Mitarbeiter des Karl-May-Verlags.

Leben und Werk

Leben

Otto Eicke war Lektor im Dresdner Münchmeyer-Verlag und wechselte 1918 zum Karl-May-Verlag in Radebeul, wo er an der Herausgabe der Werke Karl Mays mitwirkte und Beiträge zu den Karl-May-Jahrbüchern lieferte. Eicke lebte in Dresden, später in Klotzsche-Königswald.

Während der 1920er Jahre verfasste Otto Eicke eine große Zahl von erzählerischen Werken, vor allem Kriminal- und Sittenromane, die meist in Heftform erschienen. Von 1920 bis 1922 fungierte er auch als Herausgeber zahlreicher Lieferungen des im Dresdner Mignon-Verlag erscheinenden Kolportage-Werks Der neue Excentric Club um den Abenteurer Percy Stuart.

Werke

  • Das alte Lied, Dresden 1920
  • Alte Schuld, Dresden 1920
  • Die Erbin, Dresden 1920
  • Das Geheimnis der Mühle, Heidenau-Nord 1920
  • Hannele, Dresden 1920
  • Hinter den Diamant-Boys, Dresden 1920
  • Im Lande der Azteken, Dresden 1920
  • Old King, der Trapper, Dresden 1920
  • Das verlorene Ich, Dresden 1920
  • Das bunte Land, Dresden-A. 1921
  • Dunkle Pläne, Dresden 1921
  • Eberhard Kraffts Jugend, Dresden 1921
  • Der Einsiedler von Santa Maria, Dresden 1921
  • Die Geschwister, Dresden 1921
  • Heimatlos, Dresden 1921
  • Die Juwelen von St. Hubertus, Dresden 1921
  • Die Million des Grafen von Zehlen, Heidenau-Nord 1921
  • Der Mord in der Villa Irene, Dresden 1921
  • Nur ein Spinnwebfaden, Dresden 1921
  • Salome, Dresden 1921
  • Sein Meisterstück, Dresden 1921
  • Um ein Blatt Papier, Dresden 1921
  • Die Welt des Scheins, Dresden 1921
  • Wie er sie wiederfand, Dresden 1921
  • Die Blumenlore, Dresden 1922
  • Das Geheimnis der Tänzerin, Dresden 1922
  • Das große Los, Dresden 1922
  • Ihr rätselhafter Tod, Dresden 1922
  • Li-Tai-Tse, Dresden 1922
  • Die Tigerschlange, Dresden 1922
  • Die Todesgöttin von Gangotri, Dresden 1922
  • Das Gespenst vom Tollenstein, Dresden 1923
  • Rätsel der Sphinx, Dresden 1923
  • Ans Vaterland, ans teure ...!, Dresden-Niedersedlitz 1924
  • ... daß du ein Deutscher bist!, Dresden-Niedersedlitz 1924
  • Der Ndjaro, Dresden 1924
  • Was du ererbt von deinen Vätern hast ...!, Dresden-Niedersedlitz 1924
  • Fürchte die Toten, Berlin 1925
  • Der Einbruch auf Ulmenried, Heidenau 1926
  • Gräfin Gisela, Heidenau 1926
  • Hathor, die Liebesprinzessin der Pharaonenzeit, Heidenau 1926
  • Jacobe von Baden, die unglückliche Herzogin von Jülich, Heidenau 1926
  • Die schöne Sünderin, Heidenau 1926
  • Christine Wilhelmine von Grävenitz, die Geliebte des Herzogs Eberhard Ludwig von Württemberg, Heidenau b. Dresden 1927
  • Frau de Marbouty, der Page Balzacs, Heidenau b. Dresden 1927
  • In argem Verdacht, Heidenau b. Dresden 1927
  • Der Mann ohne Gedächtnis, Heidenau b. Dresden 1927
  • Moderne Strauchdiebe, Heidenau b. Dresden 1927
  • Der Schatzgräber, Heidenau b. Dresden 1927
  • Um eine Tänzerin, Heidenau bei Dresden 1927
  • Der verlorene Sohn, Heidenau b. Dresden 1927
  • Ein Wunder, Heidenau b. Dresden 1927
  • Der Brandstifter, Heidenau bei Dresden 1928
  • Gift!, Heidenau b. Dresden 1929
  • Die Höllenmaschine, Heidenau b. Dresden 1929
  • Meister gegen Meister, Heidenau b. Dresden 1929
  • Spionage, Heidenau b. Dresden 1929
  • Das Wunder, Heidenau b. Dresden 1929
  • Die Juwelen des Maharadscha, Heidenau bei Dresden 1930
  • Die Jungen der Zwillingsgasse, Berlin 1935
  • Die Tochter vom Finkhof, Berlin 1935
  • Wie Heini das Glück fand, Berlin 1935
  • Weiße Rosen, Berlin 1939

Otto Eicke und Karl May

als Sachautor

Zwischen 1930 und 1933 erschien Eickes Artikelserie Der verschüttete Quell, Der Bruch im Bau, Des Baues Vollendung, Des Baues Krönung, Des Baues Kuppel. Er vertrat darin die These, dass Karl May nur durch äußere Umstände gezwungen vom Verfassen von Abenteuerromanen abgerückt war. Er stand zu jener Zeit mit dieser Ansicht wohl auch nicht allein, ebenso wenig mit der Einschätzung, eigentlich seien diese Abenteuerromane dem Spätwerk Mays bei weitem vorzuziehen. Besonders der Titel des zweiten Artikels aus der Serie wurde in der Karl-May-Literatur zum Begriff.

Veröffentlichungen

als Bearbeiter

Eicke wirkte mit an der Bearbeitung folgender Bände des Radebeuler Karl-May-Verlages:

Da Otto Eicke im Dritten Reich in der NSDAP aktiv war, schlug sich diese Haltung auch in der Bearbeitung der Werke Winnetou's Erben sowie Der Fremde aus Indien tendenziös unerfreulich nieder.[1]

als Fortsetzer

Von Eicke stammt eine 1933 verfasste alternative Fortsetzung zu den ersten beiden Bänden des Vierteilers Im Reiche des silbernen Löwen mit dem Titel Die Verschwörung der Schatten. Diese Erzählung wurde von einigen Verlagsautoren umgeschrieben und bearbeitet, hat aber jahrzehntelang das Licht der Öffentlichkeit nicht erblickt, obwohl es mehrere Anläufe gab. Im Oktober 2015 erschien der Band im Karl-May-Verlag.

Literatur

Weblinks

Anmerkungen

  1. Lothar und Bernhard Schmid (Hrsg.): Der geschliffene Diamant, S. 332.