Ludwig von Ficker

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Ludwig (von) Ficker, 1885–1919: Ludwig Ficker von Feldhaus (* 13. April 1880 in München; † 20. März 1967 in Innsbruck) war Schriftsteller und Verleger.

Leben und Werk

Biographisches

Der Sohn von Julius von Ficker und Bruder von Rudolf und Heinrich von Ficker gründete 1910 die Kulturzeitschrift Der Brenner und förderte und publizierte das Werk seines Freundes Georg Trakl.

1960 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin und 1966 das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst.

Er ist am Friedhof Mühlau in Innsbruck begraben.

Bibliographisches

  • Studien über Karl Kraus. (1913)
  • Denkzettel und Danksagungen. Reden und Aufsätze. (1967)
  • Briefwechsel 1909-1914. Vier Bände. (1986)
  • Martin Heidegger/Ludwig von Ficker: Briefwechsel 1952 bis 1967. (2004)

Ludwig von Ficker, Robert Müller und Karl May

Das älteste bekannte Schreiben an Ludwig von Ficker mit Bezug zu Karl May ist ein Brief Herwarth Waldens vom 2. Juli 1910. Darin gestattete dieser, den im Sturm veröffentlichten Offenen Brief an Karl May von Rudolf Kurtz im Brenner nachzudrucken.[1] Dieser Nachdruck erschien am 15. Juli.[2]

Am 19. Januar 1912 schickte der Schriftsteller Robert Müller seinen Essay Das Drama Karl Mays an von Ficker.[3] Der Herausgeber gab seine Zusage, den Text zu veröffentlichen, wofür Müller sich am 27. Januar bedankte. Das Drama erschien dann tatsächlich am 1. Februar im Brenner.[4] Am 17. Februar bat Robert Müller Ludwig von Ficker schriftlich, ein Exemplar der Februar-Nummer Der Brenner an Karl May zu schicken.[5]

Spätestens am 1. März hatte Müller Karl Mays Zusage für Vorträge in Wien und in Innsbruck erhalten und sandte sie sofort an von Ficker weiter.[6] Nach einem weiteren Schreiben Mays informierte Robert Müller Ludwig von Ficker darüber, dass der Innsbrucker Vortrag erst im Herbst stattfinden könne.[7] Am 21. März, dem Tag vor Mays Wiener Vortrag, schrieb Müller in einem Brief an von Ficker über das Ergebnis der Karl-May-Umfrage Ludwig Ullmanns und über seine eigenen Sympathien für May, den er jetzt persönlich kennengelernt hatte.[8]

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 202.
  2. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 210.
  3. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 544.
  4. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 549.
  5. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 553.
  6. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 562 f.
  7. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 564.
  8. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 582.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.

Weblinks