Innsbruck

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Innsbruck ist die Hauptstadt von Tirol, in schöner Lage, 574 m ü. M., zu beiden Seiten des Inn, unweit der Mündung der Sill, an den Linien Kufstein-Ala der Südbahn und Innsbruck-Bregenz der Staatsbahnen, im Mittelpunkt einer weiten Ebene, die im Norden von den schroffen Felswänden der Nordtiroler Kalkalpen, im Süden von den Ausläufern der Stubaier und Zillertaler Alpen begrenzt wird.

Innsbruck um 1900

Geschichte

Innsbruck ist zwar eine mittelalterliche Schöpfung, steht aber auf einem Boden, der als Ausgangspunkt der Brennerstraße schon in der Römerzeit besiedelt war. Zunächst gehörte Innsbruck, zum ersten Mal 1028 urkundlich genannt, zum Kloster Wilten, dann bildete sich unter den Andechs-Meranern an der Fähre über den Inn eine Ansiedelung, und aus der Innüberfahrt wurde eine Innbrücke, woraus Name und Wappen des Ortes entstanden. Als 1363 Tirol an Österreich kam, wurde Innsbruck Landeshauptstadt. In der Folge erhielt Innsbruck besonderen Glanz durch den häufigen Aufenthalt Maximilians I. daselbst und der tirolisch-habsburgischen Fürsten.

19. Jahrhundert

Ein neuer Aufschwung der Stadt erfolgte im 19. Jahrhundert. In nationaler Hinsicht zeigte sich in den letzten Jahrzehnten ein stetes Anwachsen der italienischen Bevölkerung in Innsbruck, das begünstigt wurde durch zahlreiche italienische Studenten an der Universität.

Innsbruck zählt im Jahre 1900 26.866 meist deutsche, katholische Einwohner (darunter 2.475 Mann Militär); seit der 1903 erfolgten Vereinigung von Wilten und Pradl mit Innsbruck ist die Bewohnerzahl auf 41.108 gestiegen.

Die Industrie erstreckt sich auf Baumwollspinnerei und -weberei, Tuchfabrikation, Samtweberei, Fabrikation von Leibwäsche, Strohhüten, Möbeln, Maschinen, Metallwaren, Glocken, Teigwaren, Kaffeesurrogaten, Essig, Seifen und Kerzen, Bierbrauerei, Glasmalerei, Buchdruckerei u. a. Von Bedeutung ist auch der Handel und während der Sommermonate der Fremdenverkehr.

Innsbruck ist Stadt mit eigenem Gemeindestatut und Sitz der Statthalterei, einer Bezirkshauptmannschaft (für die Umgebung), des Oberlandesgerichts, eines Landesgerichts, der Finanzlandes- und Bezirksdirektion, der Post- und Telegraphendirektion, der Staatsbahndirektion, der Forst- und Domänendirektion, einer Handels- und Gewerbekammer, des Landeskulturrates, des 14. Korpskommandos, des Tiroler Landtags etc. sowie eines deutschen Konsuls.

Als Unterrichtsanstalten sind hervorzuheben: die Leopold Franzens-Universität mit (1901) 123 Lehrenden und 1.019 Studierenden, einer Bibliothek von 160.000 Bänden, einem anatomischen, pathologischen und physiologischen Institut, einem chemischen Laboratorium, einem wegen seiner Alpenflora bekannten botanischen Garten etc.; ein Obergymnasium, eine Oberrealschule, eine Lehrer- und eine Lehrerinnenbildungsanstalt, eine Staatsgewerbeschule und eine Handelsakademie. Klöster gibt es 10, darunter das älteste Kapuzinerkloster in Deutschland (von 1594), ein Kloster der Ursulinerinnen mit höherer Töchterschule, das Prämonstratenser- und das Karmeliterinnenkloster in Wilten.

Karl May in Innsbruck

Karl May hielt sich nachweislich zweimal in Innsbruck auf.

Auf der Rundreise 1897 war May mit seiner Frau Emma am 26. Juni 1897 in Innsbruck, wo er seinen Leser Clemens von der Kettenburg besuchte.

Fünf Jahre später ist Karl May mit der Eisenbahn auf dem Weg von Linz nach Riva am 11. Oktober 1902 von Salzburg nach Innsbruck und am 12. Oktober von Innsbruck nach Bozen unterwegs. Während der Fahrt schreibt er Gedichte.

Zwischen Oktober 1906 und Mai 1907 wurden in der in Innsbruck erscheinenden Zeitschrift Der Kunstfreund (verantwortlicher Redakteur: Leopold Gheri) fünf der zwölf geplanten und sechs geschriebenen Briefe über Kunst Karl Mays veröffentlicht.

Literatur

Weblinks