Ustad

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Werke mit
Ustad
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Im Reiche des silbernen Löwen III
Im Reiche des silbernen Löwen IV

Ustādh (arabisch ‏أستاذ‎, ustāḏ) ist ein Ehrentitel, der seit frühislamischer Zeit für Personen verwendet wird, die ihr Fach besonders gut beherrschen. Der Begriff geht auf das mittelpersische Wort awestād zurück. In der neupersischen Form lautet er Ustād (‏استاد‎) bzw. verkürzt Ustā (‏استا‎). Daneben ist er in zahlreiche andere orientalische Sprachen exportiert worden, beispielsweise in das Türkische (usta).

In Ägypten bezeichnet der Begriff Ustādh heute einen Universitätsprofessor, im Maghreb dagegen einen gewöhnlichen Lehrer. Im modernen Arabisch wird der Begriff auch häufig lediglich höflichkeitshalber für gebildete Personen verwendet.

bei Karl May

Der Ustad ist eine allegorische Figur im dritten und vierten Band von Karl Mays Tetralogie Im Reiche des silbernen Löwen. Er ist der geistige Führer der Dschamikun, der weltliche ist der Pedehr. Der Ustad heilt die beiden an Typhus tödlich erkrankten Freunde Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar. Er gibt ihnen eine Wohnung in seinem Haus.

Da hörte ich ein Geräusch. Ich schaute mich um und sah den Ustad, welcher bei mir eingetreten war. Er bemerkte, daß ich mich auf dem Vorplatze befand, und kam heraus. Ich lehnte an der Brüstung. Er sagte nichts. Die Hände auf die Steine vor uns legend, schaute er still auf den See hinab.[1]

Der Ustad ist in diesem symbolhaften Spätwerk Werk eine Spiegelung des Guten in Karl May.

Anmerkungen

  1. Karl May: Im Reiche des silbernen Löwen, Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1903, S. 7.

Sonstiges

Am 30. März 1920 wurde die USTAD-FILM und am 1. Januar 1952 der Ustad-Verlag gegründet.

Weblinks

Literatur

Informationen zu Figuren in Karl Mays Werken finden Sie auch im Karl May Figurenlexikon.
Die zweite Auflage dieses Werkes finden Sie online auf den Seiten der KMG.

  • F. Sanagustin, W. Floor: Artikel Ustādh in The Encyclopaedia of Islam; New Edition Band X, S 925b-926b.