Karl Heinrich Christian Emmerich-Eiben

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Karl Heinrich Christian Emmerich-Eiben (*1853; † 1917) war ein theosophischer Schriftsteller in Radebeul. Er schrieb für den Verlag H. G. Münchmeyer unter dem Pseudonym Victor Strahl. Er war verheiratet mit Ida († nach 1930).

Emmerich Eiben und Karl May

Am 5. Mai 1901 erschien in der Zeitung Lößnitzer Erzähler seine Rezension zu Karl Mays Himmelsgedanken.[1]

Am 20. Januar 1905 erschien im Radebeuler Tageblatt unter dem Pseudonym Ernst Roland seine Selbstrezension des Dramas Das Lebenswunder. In dem Beitrag stellt er sich über Goethe. In einem weiteren Beitrag vom 25. Januar kritisiert er einen ungenannten Lehrer, woraufhin Ernst Friedrich Bruno Weis reagiert und antwortet:

Empfiehlst du mir etwa für die letzte Schulzeit E. Eibens "Lebenswunder" oder "Karl May's kühne Streifzüge durch den Erdball und die umliegenden Ortschaften"?[2]

Beides brachte May dazu, sich beim Redakteur Richard Klagemann nach Eiben und Weis zu erkundigen.

Am 20. Februar 1905 schreibt er an Klagemann und bittet ihn um Zusendung von Mays Roman Und Friede auf Erden!, um eine Kritik nach theosophischer Auffassung zu schreiben.[3] Klagemann lehnt das ab.

Er schrieb am 17. März 1905 an den Deutschen Hausschatz und bat dringend um eine Nr. mit dem vielbesprochenen Mayschen Artikel "Ein Tag a. d. Leben e. Vielgel."[4] Er wolle damit für eine geplante wichtige, psychologische Studie nachweisen, dass May nicht an einem Tage dieses Lebens, sondern in einem früheren Leben (= einem Tage) erlebt hat.[5] Er erhält die gewünschte Zeitschrift mit Datum vom 18. März.

Karl May erfährt von dieser Anfrage erst im Dezember 1907.[6] Otto Denk, Redakteur beim Deutschen Hausschatz, schickt ihm die Information sowie erbetenes Zeitungsmaterial in diesem Zusammenhang zu.[7]

Eine undatierte Notiz Mays (vermutlich aus dem Jahr 1911 im Zusammenhang mit dem Prozess gegen Münchmeyer) besagt, dass

Herr Schriftsteller Emmerich-Eiben in Radebeul, Schildenstraße, bereit [ist], eidlich auszusagen, daß er alle Colportageromame, welche er für den Sachverständigen Dietrich geschrieben hat, weiter verwerthet und also nicht mit allen Rechten abgetreten hat.[8]

Werke

Verlagsanzeige zu Käthchen Schneider
  • Unschuldig zum Tode verurtheilt.
  • Im Schatten des Todes.
  • Das Opfer der Stiefmutter.
  • Käthchen Schneider. Die Geliebte des Fabrikanten oder Ein echtes Weib aus dem Volke.
  • Die Braut.
  • Wer ist der Schuldige?
  • Deutsche Treue und deutsche Lieb'.
  • In letzter Stunde.
  • Um eine Million.
  • Um ein Augenpaar.
  • Hypnotisiert.
  • Geheimnisse eines Fürstenhauses.

Anmerkungen

  1. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik II, S. 457.
  2. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik III, S. 455 f.
  3. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik III, S. 462 f.
  4. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik III, S. 482.
  5. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik III, S. 483.
  6. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 326.
  7. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik IV, S. 334.
  8. Sudhoff/Steinmetz: Karl-May-Chronik V, S. 501.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.

Weblinks