Friedrich Wilhelm Kahl

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Friedrich Wilhelm Kahl (* 10. Mai 1887 in Basel; † 19. März 1963 in Konstanz) war Maschinenschlosser, Redakteur und (teils unfreiwillig) ein Handlanger von Rudolf Lebius.

1907 kam Kahl nach Berlin und arbeitete dort als Redakteur beim Technischen Magazin. Er reagierte auf das Inserat von Rudolf Lebius und wurde von diesem beauftragt, eine wissenschaftliche Arbeit über May zu schreiben. Das Material stammt von Lebius.

Auf das versprochene Geld angewiesen schrieb er diese – später Kahl-Broschüre genannte – Arbeit mit dem Titel Karl May, ein Verderber der deutschen Jugend. Als er herausfand, dass sein Auftraggeber Rudolf Lebius die Schrift für eigene Zwecke missbraucht und stark bearbeitet hatte, zog er seinen Namen und sein Einverständnis zurück. Lebius veröffentlichte sie trotzdem unter Kahls Namen.

Daraufhin stellte Kahl sich Karl May sofort als Mitstreiter zur Verfügung und wurde ein wichtiger Zeuge in den Prozessen gegen Lebius. Um als Zeuge diskreditiert zu werden, wurde er von Lebius und dessen Verbündeten als sittlich verkommener Bursche dargestellt.

Am 15. September 1911 wurde er vernommen und sagte zu Mays Gunsten aus.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.