Julep

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Mintjulep-Cocktail

Der Julep, in seiner am häufigsten getrunkene Version Mintjulep genannt, stammt aus den US-amerikanischen Südstaaten, wurde von dort wahrscheinlich Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts in die Nordstaaten der USA eingeführt und ist rasch sehr beliebt geworden. Heute sind Julep-Cocktails in den Bars in aller Welt zu finden.

Der Begriff setzt sich zusammen aus dem englischen Wort mint für Minze und dem Wort julep, das vom persischen julab ("Rosenwasser") abstammt.

bei Karl May[Bearbeiten]

In Karl Mays Roman "Winnetou III" bekommen Old Shatterhand und seine Gefährten einen sprichwörtlich gewordenen "Basilikjulep" kredenzt.

Sennorita Alma sprang fort - fast möchte ich sagen, daß der Schmutz an ihren Füßen platzte - und kehrte in eben diesem Laufe mit einer großbauchigen Flasche und einem Glase von entsprechender Größe zurück. Wer da weiß, welche elenden Fusel die Yankees unter dem Titel Julep in jene Gegenden bringen, der wird sicher der Ueberzeugung sein, daß wir von dem Zeuge höchstens genippt, die Damen von demselben gar nicht getrunken haben. In Beziehung auf uns mußte ich ihm Recht geben; von den Damen aber trank jede ihr Glas mit einem Behagen aus, als ob sie Lunel vor sich hätten. Winnetou genoß nicht einen Tropfen, wie er überhaupt niemals >Feuerwasser< trank. Der Ranchero schenkte sich jedoch so lange ein, bis ihm seine resolute Wirtschafterin die Flasche entriß.[1]

Im Kolportageroman "Waldröschen" hat der Gastwirt Elias Pirnero aus Fort Guadeloupe sowohl Minz- als auch Kümmeljulep im Angebot. Der Preis beträgt einen Tlaco (acht Pfennige).

Er grüßte höflich, setzte sich auf einen der Stühle und verlangte ein Glas Julep, welcher in den Vereinigten Staaten und deren Grenzgebieten gern getrunken wird. [...]
"Was für Julep wollt Ihr?" fragte der Wirth rauh. "Minze oder Kümmel?"
"Ich bitte, Sennor, gebt mir Minze," lautete die Antwort.[2]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Karl May: Winnetou III, Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg 1893, S. 236.
  2. Capitain Ramon Diaz de la Escosura (Pseudonym von Karl May): Waldröschen. Verlag Heinrich Gotthold Münchmeyer, Dresden 1882/84, S. 1416.

Weblinks[Bearbeiten]