Cowboy

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Cowboy mit Lasso
Cowboy aus Arizona

Ein Cowboy (engl. für Kuhjunge) war die im Wilden Westen gebräuchliche Bezeichnung für einen Viehhirten. Die Hauptzeit der Cowboys begann nach 1865, als riesige, verwilderte Rinderherden in Texas zusammengetrieben werden mussten, und endete um 1880. Bis zu einem Drittel der Viehtreiber waren Afroamerikaner, die nach einer Verfassungserweiterung 1865 zwar frei von der Sklaverei waren, aber ohne Besitz und Arbeit.

bei Karl May

Obwohl Karl Mays Romane in diesem Zeitraum spielen, tritt der Cowboy bei ihm nicht oder nur am Rande auf, als namenloser und für die Handlung unwichtiger Viehhirte. Das gilt auch für seine Gegenparts, z. B. den Vaquero in Südamerika. Das passt zu dem niederen sozialen Status, den der Cowboy damals tatsächlich hatte.

Es gibt in Mays Werk zwei Cowboys, die namentlich genannt werden und zentrale Rollen spielen:

  • Santer, der spätere Mörder von Nscho-tschi und Intschu tschuna, führt sich bei der ersten Begegnung mit der Truppe um Old Shatterhand und Sam Hawkens als Cowboy ein.[1] (Er wird im Laufe der Winnetou-Trilogie dann noch verschiedene andere Berufe innehaben.)
  • Old Wabble, der zwischen Gut und Böse oszillierende king of the cowboys[2] in der Old Surehand-Trilogie, ist allerdings trotz seines Beinamens einem echten Westmann – vor allem in moralischer Hinsicht, aber auch in Bezug auf gewisse Techniken wie lautloses Anschleichen an den Feind, ja einfaches Schwimmen – hoffnungslos unterlegen.

Anmerkungen

  1. Karl May: Winnetou I. In: Karl Mays Werke, S. 50890 (vgl. KMW-IV.12, S. 414).
  2. Z. B. Karl May: Old Surehand I. In: Karl Mays Werke, S. 55430 (vgl. KMW-IV.18, S. 405).

Weblinks