Texas

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Karte des US-Bundesstaates Texas

Texas ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Texas liegt im Süden der USA und grenzt im Norden an Oklahoma, im Nordosten an Arkansas, im Osten an Louisiana, im Südosten an den Golf von Mexiko, im Südwesten an Mexiko und im Westen an New Mexico.

Geographie

Texas ist, nach Alaska, flächenmäßig der zweitgrößte Staat der USA. Auch bevölkerungsmäßig ist es der zweitgrößte Staat, nach Kalifornien. Es ist doppelt so groß wie Deutschland.

Der nordwestliche Teil des Staatsgebiets ist Berg- und Hochland und besteht zum Teil aus einem 1.300 m hohen wüsten Sandsteinplateau (span. "llano estacado", engl. "staked plain"). Der Norden ist sehr fruchtbar und wird noch heute für die Viehzucht genutzt. Im gesamten Süden und Westen wurde bis Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts Erdöl gefördert. An Flüssen ist Texas reich, wenn auch die wenigsten während des gesamten Jahres schiffbar sind. Der Red River scheidet es vom Indianergebiet, der Sabine von Louisiana und der Rio Grande von Mexiko.

Die größte Stadt Houston liegt geografisch im Südosten des Landes. Dallas, die zweitgrößte Stadt, und Fort Worth liegen im Nordosten. El Paso liegt im äußersten Westen und Corpus Christi liegt im Südwesten.

Geschichte

1821 wurde Texas ein Teil des von Spanien unabhängig gewordenen Mexiko. Schon während des mexikanischen Unabhängigkeitskampfes sammelten sich hier viele Abenteurer aus den Vereinigten Staaten an. Bis 1835 siedelten etwa 45.000 Menschen aus dem Norden in Texas.

Die Spannungen zwischen amerikanischen Siedlern auf der einen und den Mexikanern und der mexikanischen Regierung unter Präsident General Santa Anna auf der anderen Seite wurden immer heftiger als Mexiko die Sklaverei verbot. Weil die Vereinigten Staaten den ganzen Staat Texas kaufen wollten, verboten mexikanische Landesbehörden 1830 die weitere Immigration aus den USA. In einer eilig einberufenen Versammlung beschlossen die Texaner 1835 die Loslösung von Mexiko. Päsident Santa Anna entsandte deswegen kurz darauf Truppen. 1836 riefen die Texaner, im Vertrauen auf den Beistand der herrschenden Partei in den Vereinigten Staaten, die sich für eine Vermehrung der Sklavenstaaten einsetzte, die unabhängige Republik Texas aus und ernannten den General Sam Houston, zum militärischen Oberbefehlshaber. Das mexikanische Heer besetzte San Felipe de Austín, die Hauptstadt von Texas. Am 6. März 1836 wurde die Missionsstadt Alamo von den Mexikanern nach dreizehntägiger Belagerung eingenommen. Dabei kamen alle Verteidiger (weniger als 190) ums Leben. Unter den Gefallenen waren auch Davy Crockett, James Bowie und William Travis.

Flagge von Texas ("Lone star")

Die mexikanischen Truppen wurden in der Schlacht von San Jacinto von den Texanern unter Sam Houston überraschend geschlagen. Als unabhängige Republik wurde Texas von Frankreich und dem Vereinigten Königreich 1839 beziehungsweise 1841 anerkannt. Erster Präsident der unabhängigen Nation und Republik Texas wurde der General Sam Houston. In Texas selbst aber verlangte die Mehrheit den Anschluss an die Vereinigten Staaten. Das Land wurde darauf 1845 von den USA annektiert. Die förmliche Aufnahme erfolgte am 29. Dezember 1845. Hierüber entbrannte 1846 der Mexikanisch-Amerikanische Krieg, der am 2. Februar 1848 mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo endete.

Im Sezessionskrieg gehörte Texas zu den Konföderierten Staaten von Amerika. Texas wurde als letzter Kriegsgegner erst 1876 wieder ein Bundesstaat der Union.

Deutsche Einwanderer

Deutsche Einwanderer haben den US-Bundesstaat wesentlich mitgeprägt. Caroline Ernst war mit ihrer Familie die erste deutsche Siedlerin. Der schwärmerische Brief ihres Vaters nach Deutschland 1832 war einer der Auslöser für die deutsche Emigration nach Texas. Otto Viktor von Schönburg-Waldenburg gehörte 1842 zu den Mitbegründern des sogenannten "Adelsvereins" (= "Verein deutscher Fürsten und Edelleute zum Schutz deutscher Auswanderer nach Texas"), der im Grunde aus Texas eine deutsche Kolonie machen und die deutsche Auswanderung nach Texas leiten wollte.

Nach der Märzrevolution von 1848 folgten noch einige der Forty-Eighters.

Noch um die Wende zum 20. Jahrhundert waren etwa 100.000 Texaner deutschsprachig. Die meisten siedelten in Zentraltexas im sogenannten Texas Hill Country, den German Hills im Bereich von Austin und San Antonio. Den Einfluss deutscher Einwanderer kann man heute an Ortsnamen wie New Braunfels, Wasserpark Schlitterbahn, Fredericksburg ("Friedrichsburg") oder Luckenbach ablesen. Etwa 10.000 – 20.000 ältere Texaner sind heute noch deutschsprachig.

bei Karl May

Texas
im Werk Karl Mays
Weltkarte1911.jpg

Ein Dichter/Der Pfahlmann
Waldröschen
Der Geist des Llano estakado
Winnetou I
Winnetou II
Winnetou III
Satan und Ischariot II
Old Surehand I
Der Scout
Jagd auf wilde Truthühner in Texas
nur erwähnt in:
Der Waldläufer
Die Juweleninsel
Old Surehand II

Texas ist der Handlungsort von:

Der texanische Teil des Llano estakado (mit der geheimnisvollen Oase von Bloody-Fox und Helmers Home) ist Schauplatz der folgenden Erzählungen:

  • "Der Geist des Llano estacato"
  • "Old Surehand I "

Im Llano estakato spielen auch folgende Erzählungen:

  • "Ein Dichter" (und auch die texanische Küste des Golfs von Mexiko)
  • "Deadly dust"
  • "Winnetou III" (und auch der Nugget Tsil)

In anderen Werken wird Texas nur erwähnt, ist aber nicht direkt Handlungsort.

Literatur

  • Charles Patrick: Karl May, Soldat der Konföderierten Armee von New Mexico. In KARL MAY & Co. Nr. 77 [1999] (über einen "Karl May", der ca. 1855 nach Texas ausgewandert ist)

Weblinks

  • Der vollständige Eintrag in der großen Wikipedia.