Belletristische Correspondenz

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Belletristische Correspondenz
Titel: Belletristischen Correspondenz.
Untertitel: Zur Benutzung für Zeitungsredaktionen.
Verlag: Verlag von Velhagen & Klasing (bis 1890)
Verlag von Carl Reißner (1890 bis 1900)
Verlag Moewig & Hoeffner (ab 1900)
Redaktion: Otto Klasing
Zeitraum: 1871 bis mind. 1939
Erscheinungsweise: wöchentlich
Primärtexte: Der Krumir, 5. 1.3. 3. 1882


Die Belletristische Correspondenz. Zur Benutzung für Zeitungsredaktionen war eine deutsche Zeitschrift im 19. und 20. Jahrhundert.

Allgemeines

Otto Klasing

Die Verleger Wilhelm Velhagen (* 20. November 1850; † 7. Juni 1910) und Otto Klasing (* 19. August 1841; † 12. Mai 1888) arbeiteten mit ihrem Verlag von Velhagen & Klasing u. a. als Literaturagenten; das heißt, sie vermittelten (gegen Honorar oder Beteiligung) zwischen Autoren und Redaktionen.

In diesem Verlag erschien die Belletristische Correspondenz. Sie war im Juli 1871 gegründet worden, um dort Romane und Novellen weiterverkaufen zu können, die sich für den Abdruck in ihren anderen Zeitschriften nicht eigneten. Für sechs Taler im Quartal war ein einjähriges Abdruckrecht aller in der Zeitschrift erschienenen Texte inklusive. Die Zeitschrift konnte daher nur von Zeitungsredaktionen abonniert werden.

Die Zeitschrift umfasste acht Seiten und erschien wöchentlich. Verantwortlicher Redakteur war Otto Klasing, der die Leipziger Niederlassung des Verlags leitete.

Die Belletristische Correspondenz wurde 1890 an den Dresdner Verleger Carl Reißner verkauft; im Jahr 1900 ging sie unter gleichem Namen an den ebenfalls in Dresden beheimateten Verlag Moewig & Hoeffner, der sie bis mindestens 1939 weiterbetrieb.

Karl May in der Belletristischen Correspondenz

Am 5. November 1881 notierte Karl May Krumir 251 Seiten / Daheim[1]Daheim war eine andere Zeitschrift aus dem Verlag und Einsendungen für die Belletristische Correspondenz waren an die Redaktion der Daheim zu richten.

Vom 5. Januar bis zum 3. März 1882 erschien dann in 13 Wochennummern der Belletristischen Correspondenz die Karl-May-Erzählung Der Krumir.

Darauf basierende Nachdrucke wurden bisher in Köln, Prag und Innsbruck entdeckt.

Karl May selbst musste den Text für die Buchausgabe in Orangen und Datteln 1893 erst beim Verlag anfordern. Wann und wie er sein eigenes Exemplar der Belletristischen Correspondenz (Jahrgang 1882/83 – zusammen gebunden) erhielt, das sich heute im Karl-May-Museum Radebeul befindet und 1985 dem Reprint Der Krumir als Vorlage diente,[2] ist nicht bekannt.

Anmerkungen

  1. Vinzenz: Der Krumir, S. 9.
  2. Vinzenz: Der Krumir, S. 9.

Literatur

  • Wilhelm Vinzenz: Der Krumir. In: Der Krumir. Seltene Originaltexte Band 1. Reprint der Karl-May-Gesellschaft 1985, S. 9–12. (Onlinefassung)
  • Horst Meyer: Ein deutsches Familienblatt mit Illustrationen. Das "Daheim" und seine Beilagen. In: Velhagen & Klasing. Einhundertfünfzig Jahre 1835-1985. Berlin: Cornelsen 1985.

Weblinks