Klaus Walther

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Klaus Walther (* 25. März 1937 in Chemnitz) ist promovierter Literaturwissenschaftler, Autor und Buchhändler. Er verfasste Werke über Hermann Hesse, Charles Sealsfield u.v.a. sowie Landschaftsbücher und Regionalliteratur; außerdem ist er Literaturkritiker. Bis 2001 war er Leiter des Buchprogrammes der "Freien Presse" Chemnitz. Walther lebt in Zwönitz im Erzgebirge.

Klaus Walther und Karl May

Im Februar 2002 veröffentlichte Klaus Walther in der Reihe dtv-portrait eine Biografie Karl Mays. Er setzt sich in diesem Werk mit Karl May und seinem Umfeld pointiert auseinander.

Man weiß nicht, was man an solchen Sätzen mehr bewundern soll, die Unbedarftheit, mit der uns der gerade entlassene Zuchthäusler weismachen will, dass der Vater so ganz auf des Sohnes heller Zukunftswolke schwebte, oder die ewige Rennomiersucht, die Karl May schon immer begleitete und für immer begleiten würde.[1]

Besonders kritisch beschäftigt er sich mit Mays beiden Ehefrauen, wobei er einerseits das Schwarz-Weiß-Bild Emmas etwas relativiert, andrerseits aber für die Beweggründe Klaras ziemlich deutliche Worte findet.

Am 10. September 1902 reichte er die Scheidungsklage ein. Klara zimmerte eifrig mit am Konzept. Da kam es auf ein paar Unwahrheiten nicht an, Hauptsache, Emma wurde ins Unrecht gesetzt [...][2]

Die Bearbeitungen des Karl-May-Verlages sieht er skeptisch.

Freilich, die Ausgabe erfuhr oft genug heftige und auch berechtigte Kritik, denn in einigen Bänden blieb nicht viel vom ursprünglichen Text Karl Mays übrig. Andrerseits erschien in Bamberg auch ein guter Faksimiledruck der 33-bändigen Fehsenfeld-Ausgabe.[3]

Die Einflüsse, denen Karl May von Kindheit an ausgesetzt war und die vieles Fehlgelaufene in seinem Leben erklären, werden von Klaus Walther Punkt für Punkt genannt und aus seiner persönlichen Sicht erläutert.

Anmerkungen

  1. Klaus Walther: Karl May. S. 54 f.
  2. Karl May. S. 131.
  3. Karl May. S. 177.

Werke (Auszug)

Weblinks