Chemnitz

Aus Karl-May-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Bretturm in Chemnitz

Chemnitz ist eine Stadt im Westen Sachsens, am Nordrand des Erzgebirges. Der Name "Chemnitz" leitet sich vom Fluss gleichen Namens her, der die Stadt durchfließt.

Geschichte

Im Jahre 1143 erstmals urkundlich erwähnt, entwickelte sich die Stadt in der Zeit der Industrialisierung zu einer der wichtigsten Industriestädte Deutschlands. Die Einwohnerzahl der Stadt Chemnitz überschritt etwa 1883 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Zwischen 1953 und 1990 hieß Chemnitz "Karl-Marx-Stadt".

Karl May und Chemnitz

Die Baumwollspinnerei von Julius Friedrich Claus und die Kammgarnspinnerei von Carl Friedrich Solbrig & Söhne standen in Altchemnitz. Hier wurde May am 6. November 1861 als Fabrikschullehrer eingestellt. Diese Anstellung endet durch die Anzeige seines Zimmergenossen nach sechs Wochen.

Am 6. September 1862 tritt Karl May im Chemnitzer Gerichtsamt eine sechswöchige Gefängnisstrafe wegen 'Diebstahls' einer Taschenuhr an, aus der er am 20. Oktober 1862 wieder entlassen wird.

Am 16. Dezember 1864 kommt May vermutlich aus Richtung Dresden nach Chemnitz. Er mietet sich im Gasthof "Zum goldenen Anker" zwei miteinander verbundene Zimmer und gibt sich als Seminarlehrer Ferdinand Lohse aus. Als solcher lässt er sich Pelze im Geschäft des Pelzhändlers Oscar Bernhard Nappe zeigen und nimmt einige zur Ansicht für seinen angeblichen erkrankten Direktor mit. Er verschwindet mit den Pelzen ohne zu bezahlen und flüchtet nach Leipzig.

Während seiner Werberundreise im August oder September 1875 hielt sich Karl May auch in Chemnitz auf, um bei der dortigen Firma Richard Hartmann Reklame für seine neu gegründete Zeitschrift Schacht und Hütte zu machen.[1]

Anmerkungen

  1. Dieter Sudhoff/Hans-Dieter Steinmetz: Karl-May-Chronik I, S. 199.

Literatur

Weblinks