Karl-May-Wiki:Typografie

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Richtlinien
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Diese Seite stellt die Richtlinien zur Typografie im Karl-May-Wiki dar. Große Teile der Gestaltung sind durch die Software vorgegeben, etwa wie Überschriften oder Links angezeigt werden, aber dem normalen Autor bleibt auch so genug, was er falsch machen kann – oder richtig. Anders als häufig angenommen, ist gute Typografie nur zu einem geringen Teil eine Geschmacksfrage; der weitaus größere Teil folgt Regeln, die für die gute Lesbarkeit eines Textes sorgen.

Grundregeln

Grundsätzlich gilt: Schau dich im Karl-May-Wiki um und orientiere dich an anderen Artikeln. Für die meisten Elemente in Artikeln wie Literaturangaben, Zitate und Datumsschreibweise gibt es bereits Formatierungsempfehlungen. Aber auch hier gilt: Ignoriere alle Regeln! Es lohnt sich zwar, die Regeln hier zu befolgen, bevor du aber alles hinwirfst, ist es besser, wenn du etwas davon abweichst.

  • Unterstreichungen zur Textauszeichnung sollten vermieden werden, da unterstrichene Textpassagen in der Regel auf anklickbare Links hinweisen. Eine Ausnahmen bildet das Kenntlichmachen des Rufnamens bei mehreren Vornamen. Typografisch erlaubte Auszeichnungen sind Fett- und Kursivdruck sowie für Quelltext vorformatierter Text in einer Schrift mit fester Breite. Farben solltest du nur in gut begründeten Ausnahmen verwenden.
  • Verwende nicht mehr als eine Auszeichnung auf einmal (einzige mögliche Ausnahme: Zitate) und halte diese konsequent im Text durch; so kann der Leser bereits anhand der Auszeichnung erkennen, was ihn inhaltlich erwartet: ein Zitat, ein Fremdwort usw. Zu viele Effekte heben sich gegenseitig auf, so dass der Leser am Ende nicht mehr weiß, worauf er achten soll. In Enzyklopädieartikeln sollte nur das Stichwort (beim erstmaligen Auftreten) fett und fremdsprachige Begriffe kursiv ausgezeichnet werden.
  • Absätze sollten eine vernünftige Länge haben. Drei bis fünf Sätze, je nach Länge, sind eine gute Richtschnur. Nach einem Satz, der nicht einmal über die ganze Zeilenbreite geht, solltest du keinen Absatz machen. Inhaltlich gilt: ein Gedanke – ein Absatz.
  • Genauso sparsam wie mit Absätzen solltest du auch mit Überschriften umgehen. Du musst nicht jeden einzelnen Absatz mit einer Überschrift verzieren – der halbwegs intelligente Leser wird den Gedanken, der in diesem Absatz steckt, auch ohne Überschrift erfassen. Zu viele Überschriften zerhacken einen Text und hindern den Lesefluss. Nach drei oder vier Absätzen ist es sinnvoll, eine Überschrift einzuziehen.
  • Überschriften sollten kurz sein und nicht aus ganzen Sätzen bestehen. Satzzeichen wie der Doppelpunkt und das Ausrufezeichen sind in Überschriften fehl am Platz. Auch Links haben dort nichts verloren. Weiterführende Stichworte sollten im folgenden Absatz im Fließtext verlinkt werden.
  • Abkürzungen sollen weitgehend vermieden werden.

Auszeichnung

Steht innerhalb von Klammern oder Anführungszeichen der gesamte Text in einer bestimmten Auszeichnung, werden die Klammern oder Anführungszeichen identisch formatiert: "So!" (und nicht anders!). Dasselbe gilt sinngemäß auch für die übrigen Satzzeichen. Stehen sie in oder direkt nach kursiv bzw. fett formatiertem Text, werden sie auch kursiv bzw. fett ausgezeichnet: Es ist heiß!

Diese Regel wird nicht für wissenschaftliche Artnamen des Tier- und Pflanzenreichs angewendet. Diese werden internationalem Gebrauch folgend grundsätzlich in gerade Klammern gesetzt, auch wenn der darin befindliche Artname gänzlich kursiv gesetzt wird.

Um bestimmte Textstellen hervorzuheben, werden sie normalerweise kursiv gestellt. Kursive Wörter sind leichter auffindbar, stören jedoch den Lesefluss minimal.

Fett geschriebene Wörter stechen aus dem Text heraus. In der Regel sollte in einem Artikel ausschließlich das erste Vorkommen des Lemmas fett geschrieben werden.

Detailfragen

Die folgenden Hinweise sind für fortgeschrittene Anwender gedacht. Unbenommen von diesen Hinweisen sollte niemand kritisiert werden, wenn er der Einfachheit halber die Zeichen verwendet, die eine normale Tastatur ohne besondere Tastenkombinationen hergibt. Die Sonderzeichen sind – wenn sie explizit gemeint sind – im Folgenden fett gesetzt, um sie besser unterscheiden zu können.

Anführungszeichen

Anführungszeichen sollten nur in seltenen Fällen verwendet werden, dann allerdings "..." und für Anführungszeichen innerhalb '...'.

Textstellen durch Anführungszeichen als fragwürdig zu kennzeichnen, ist in einer Enzyklopädie in der Regel unangemessen und kann auch dem geforderten neutralen Standpunkt zuwiderlaufen. Statt

Der "Literaturwissenschaftler" Erwin Mustermann ist ein selbsternannter Experte für ...

schreibt man besser:

Erwin Mustermann, der sich seine literaturwissenschaftlichen Kenntnisse im Selbststudium erarbeitet hat, ...

Anführungszeichen sollen nicht bei Zitaten, Namen oder Titeln von Büchern, Filmen usw. verwendet werden. Diese werden immer kursiv geschrieben. Also:

In seinem Buch Himmelsgedanken schreibt Karl May: Die Phantasie ist etwas ganz Anderes, als Ihr im gewöhnlichen Sprachgebrauche meint.

Arten waagerechter Striche

Es werden unterschiedliche Zeichen verwendet:

Bindestrich

Der normal auf der Tastatur eingegebene Bindestrich (-) wird für Wortverbindungen und -trennungen sowie für Ergänzungen verwendet. Zusammensetzungen aus wenigen kürzeren Bestandteilen sollten einem ununterbrochenen Lesefluss zuliebe nicht durch Bindestriche gegliedert werden, d. h., man schreibt in der Regel Handlungszeit (statt Handlungs-Zeit) oder Reiseerlebnisse (statt Reise-Erlebnisse). Einen Bindestrich zu setzen ist laut Duden in folgenden vier Fällen möglich:

  • zur Hervorhebung einzelner Bestandteile, zum Beispiel Ich-Erzählung statt Icherzählung
  • zur Gliederung unübersichtlicher Zusammensetzungen, zum Beispiel Haushalts-Mehrzweck-Küchenmaschine statt Haushaltsmehrzweckküchenmaschine
  • zur Vermeidung von Missverständnissen (zum Beispiel Flucht-Raum zur Abgrenzung von Fluch-Traum)
  • beim Zusammentreffen von drei gleichen Buchstaben, zum Beispiel Kaffee-Ersatz statt Kaffeeersatz

Mehrteilige Zusammensetzungen werden durchgekoppelt, d. h., zwischen sämtlichen Bestandteilen steht ein Bindestrich, zum Beispiel La-Plata-Staaten, Karl-May-Wiki-Artikel. Zusammensetzungen mit Zahlen werden durch Bindestriche getrennt, soweit es sich nicht nur um das Anhängen eines Suffixes handelt, zum Beispiel 5-prozentig, 17-jährig, aber 1870er.

Gedankenstrich, Bis-Strich, Gegen-Strich und Streckenstrich

Für Gedanken-, Bis-, Gegen- und Streckenstriche wird der Halbgeviertstrich (–) verwendet.

Die Eingabe des Halbgeviertstrichs erlauben aber auch die meisten Tastaturbelegungen mit [Alt] und dem Bindestrich (der Minustaste), sonst gilt für Windows die Tastenkombination [Alt] und 0150 auf dem Ziffernblock. Ein "–" stört den Lesefluss im Quelltext nicht so wie ein "–".

Achtung: Beim Bearbeiten sehen im Quelltext Binde- und Gedankenstrich bei vielen Schriftarten gleich aus! Um das zu verhindern sollte man im Browser eine Unicode-kompatible Schriftart verwenden.

  • In deutschen Texten soll der deutsche Gedankenstrich verwendet werden – mit Leerzeichen links und rechts.
  • Bis-Striche werden ohne Leerzeichen davor und dahinter gesetzt. Bis-Striche sollten nicht am Zeilenende stehen und möglichst nicht Zahlen und Wörter verbinden, in solchen Fällen sollte bis ausgeschrieben werden, dies gilt auch bei der Verwendung des Wortes von.
  • Der Gegen-Strich wird mit Zwischenraum (davor und dahinter) gesetzt. Er steht im Allgemeinen für gegen bzw. versus. Um ungünstige Zeilenumbrüche zu vermeiden, ist es günstig, gebundene Leerzeichen (HTML:  ) statt normaler Leerzeichen zu nutzen.
  • Bei geografischen Strecken, beispielsweise Verkehrswegen oder Flussläufen, wird der Halbgeviertstrich als Streckenstrich eingesetzt. Im Sinn entspricht er dabei dem Bis-Strich. Die einzelnen Wegpunkte (zum Beispiel Städte oder Bahnhöfe) sind so besser lesbar und übersichtlicher als bei einer Trennung mit Bindestrichen (-), außerdem reduziert sich so die Gefahr der Verwechslung mit Ortsteilangaben.
  • Minuszeichen (−) unterscheiden sich von Gedankenstrichen durch ihre Höhenlage in der Zeile, die der des horizontalen Strichs im Pluszeichen entspricht. Der einfache Bindestrich ist ebenfalls als Minuszeichen ungeeignet, da er viel zu kurz ist und zu tief liegt.

Schrägstrich

Der Schrägstrich (/) wird zur Trennung von Alternativen/Varianten/Wahlmöglichkeiten oder zur Darstellung von Brüchen (1/2, 12/100) verwendet, seltener zur Zusammenfassung aufeinanderfolgender Zahlen. Er wird fast immer ohne Zwischenraum gesetzt.

Klammern

Grundsätzlich sollte Fließtext so formuliert werden, dass es nicht zu aufeinanderfolgenden Klammern kommt. Gegebenenfalls kann man als innere Klammern eckige Klammern verwenden.

Weitere Zeichen

  • ´`: Der Akut- und der Gravisakzent kommen nur in Verbindung mit einem Buchstaben vor, beispielsweise é oder à.
  • Die Minuten- (′) und Sekundenzeichen (″) werden in Minuten/Sekunden- oder in Fuß/Zoll-Angaben als Einheitenzeichen (ohne Leerzeichen zwischen Zahl und Gradzeichen) benutzt: 13° 45′ 46″ (13 Grad, 45 Minuten, 46 Sekunden) bzw. 5′ 5″ (≈ 1,625 m).
  • ’: Dieses Zeichen wird als Apostroph verwendet: ’s ist bald so weit, wer’s glauben mag.
  • ≈: Ist das korrekte Zeichen für Rundungen und "Ungefähr"-Angaben. Das Tilde-Zeichen (~) ist nach DIN 1302 nicht zu verwenden, da es eine Proportionalität bezeichnet.
  • →: Der Pfeil weist auf einen eng verwandten Karl-May-Wiki-Artikel hin. Zur Verwendung siehe Karl-May-Wiki:Wie gute Artikel aussehen.

Weblinks