Henriette Schrott

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Henriette Schrott (* 24. Juni 1877 in Innsbruck; † 10. Februar 1962 in Meran-Obermais) lebte mit ihrer Mutter Maria und ihrem Bruder Walter auf der Mendel (Hotel Penegal), als Karl May dort seine erste Frau aussetzte und die Scheidung einreichte.

Leben

Henriette Schrott, verh. Schrott-Pelzel, Edle von Staffalo, wuchs in einem weltoffenen Klima auf. Die Mutter war eine Pionierin des Tiroler Tourismus und der Vater ein erfolgreicher Realitätenhändler. Sie verbrachte den Großteil ihres Lebens in Südtirol und schrieb Lehrer-, Arzt- und Priesterromane, die in der damaligen Zeit besonders gerne gelesen wurden. Henriette Schrott wurde zu einer der wenigen Tiroler Schriftellerinnen von Rang und Namen.

Henriette Schrott und Karl May

Wegen der Ereignisse auf der Mendel wurden Henriette Schrott und ihre Mutter in die Scheidungsklagen verwickelt und mussten des öfteren als Zeugen aussagen.

Henriette Schrott stand dabei eher auf Seiten Karl Mays.

In ihrem Tagebuch schreibt Klara Plöhn am 26./27. November 1902 über Henriette und ihre Schwester Marianne: Liebe, herzensgute Mädchen, fein gebildet. Gern wäre ich da geblieben. Ich versprach ihr Michel Angelos Monographie zu senden. Wir hatten von ihm und seinen Werken gesprochen. Die ältere Tochter hat viel gelernt und ist eine Seele.[1]

Werke

  • Jakob Brunner. Tiroler Roman (1912)
  • Doktor Urthaler. Tiroler Roman (1916)
  • Vom Hochquell bis ins Tieftal. Tiroler Erzählungen (1916)
  • Peter Andersag. Tiroler Roman (1920)
  • Ahnenschuld. Tiroler Roman (1925)
  • Iduna Robiat. Historischer Roman aus Merans Vergangenheit (1928)
  • Geizkofler, Die Kleinfugger von Tirol. Kulturhistorischer Roman aus großer Zeit (1938)
  • Klaudi Geiser. Tiroler Roman aus der Zeit um 1800 (1939)

Anmerkungen

  1. Karl-May-Chronik III, S. 141 f.

Literatur

Informationen über Zeitgenossen Karl Mays finden Sie im Namensverzeichnis Karl May – Personen in seinem Leben von Volker Griese unter Mitwirkung von Wolfgang Sämmer.

Weblinks