Winnetou (Oper)

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Winnetou ist der Titel einer Oper, an der Karl May - möglicherweise - 1897 arbeitete. Überliefert wurde von der Komposition allerdings (vermutlich) nichts.

Als Max Welte May am 5. Januar 1897 erstmals besucht, spielte dieser dem jungen Mann Teile dieser Oper vor.[1]

Carl Jung berichtete später, Mays: [...] eigentliches großes Vorhaben richte sich darauf, Text und Musik zu einer großen Oper zu schreiben, die Winnetou verherrlichen solle. Angesichts der in seinem Klavierspiel offen zutage getretenen Diskrepanz zwischen Wollen und Können wagte ich die etwas beklommene Frage, ob er sich auch imstande fühle, mit dem Schreiben einer Orchesterpartitur und der Instrumentation neben seiner sonstigen schriftstellerischen Betätigung fertig zu werden. Darauf gab er mir prompt zur Antwort, das besorge ihm ein befreundeter Dresdener Musiker.[2]

Auch in seiner autobiografischen Eulenspiegelei Freuden und Leiden eines Vielgelesenen erwähnt Karl May eine Winnetou-Oper, an der er gerade arbeite.

Wenn ich vorhin gesagt habe, daß ich an einer Oper arbeite, so will ich jetzt noch eine zweite Indiskretion begehen, indem ich verrate, daß ich die Absicht habe, Winnetou auf die Bühne zu bringen. Eine gewagte Idee? O nein! [...] Und wer Winnetou kennt, der gibt mir sicher recht, daß es keine edlere und ergreifendere Bühnengestalt geben kann, als diesen hochragenden Häuptling der Apachen, der ganz desselben tragischen Todes sterben mußte, welchem seine untergehende Nation verfallen ist.

Anmerkungen

  1. Zitiert nach Karl-May-Chronik II, S. 6.
  2. Zitiert nach Karl-May-Chronik II, S. 108.

Literatur