Konrad Guenther

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Konrad Guenther

Konrad Eduard Franz Guenther (* 23. Mai 1874 in Riga, † 26. Januar 1955 in Freiburg i. Br.) war ein deutscher Zoologe, Hochschullehrer und einer der Pioniere der Naturschutzbewegung. Außerdem war er durch seine Ehe mit Eva Fehsenfeld (Heirat 4. Oktober 1902) Schwiegersohn von Friedrich Ernst Fehsenfeld.

Leben

Guenther studierte in Bonn, Leipzig und Freiburg i. Br. und lehrte ab 1902 zunächst als Privatdozent, ab 1913 als außerordentlicher Professor an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Neben seiner Tätigkeit an der Universität war er von 1919 bis 1934 ehrenamtlicher Leiter des Naturkundemuseums der Stadt Freiburg i. Br. Nach der Einstellung eines nationalsozialistisch gesinnten Museumsleiters im Jahr 1934 beendete Guenther seine Mitarbeit am Museum.

Guenthers Hauptforschungsgebiet war die Ornithologie. Als einer der ersten Hochschullehrer unternahm er mit seinen Studenten Lehrwanderungen mit dem Ziel, den Blick für Zusammenhänge des Tierlebens mit der Landschaft zu schärfen und das Naturgefühl zu wecken. Er engagierte sich bereits in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts als Naturschützer. So wandte er sich mit anderen gegen Eingriffe in Natur und Landschaft, etwa beim geplanten Steinabbau am Hohenstoffel, bei Planungen zur Stromgewinnung in der Wutachschlucht, am Titisee und am Schluchsee. Seine bekanntesten Bücher Der Naturschutz und Deutsche Heimatlehre weisen eine "vaterländische Grundstimmung" auf, die sich aber von der "völkischen Ideologie" der Nationalsozialisten unterscheidet.

Guenther richtete im Möslepark Freiburg i. Br. einen Parkwald ein, der später als "Konrad-Guenther-Park" populär wurde.

Konrad Guenther und Karl May

Foto in Karl Mays Leseralbum
Von Kairo nach Bagdad und Stambul
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Aufsätze in den alten Karl-May-Jahrbüchern

Veröffentlichungen

Teilweise veröffentlichte Günther seine populäreren Werke – z. B. Das Tierleben unserer Heimat. Der Darwinismus und die Probleme des Lebens (1904) oder Der Naturschutz (1910) – im Verlag seines Schwiegervaters.

Guenther war auch der erste Biograph des Afrikaforschers Gerhard Rohlfs:
Gerhard Rohlfs – Lebensbild eines Afrikaforschers. Mit einem Anhang von Rudolph Said-Ruete. 352 S., 70 Abb. auf 45 Tafeln und einer Karte. Fehsenfeld Freiburg 1912.

Weblinks